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Aus für "Flappy Bird" Der Vogel fliegt weiter

                "Flappy Bird": Smartphone-Spiel mit Suchtfaktor     Zur Großansicht


"Flappy Bird": Smartphone-Spiel mit Suchtfaktor

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"Flappy Bird" ist seinem Entwickler davongeflogen: Obwohl das Original seit Sonntag nicht mehr zur Verfügung steht, geht der Hype um das leicht zur Frustration führende Spiel weiter. Fans haben es für den Browser nachgebaut, in den App-Stores stehen billige Kopien bereit.

Wie angekündigt, hat der Entwickler Dong Nguyen sein erfolgreiches Spiel "Flappy Bird" offline genommen und aus den App-Stores von Apple und Google entfernt. Der Hype sei ihm zu groß geworden, ließ er verlauten, wenig später war das Spiel weg.

Das einfache Prinzip - einen Vogel durch Tippen in der Luft halten und an Hindernissen vorbeisteuern - hat aber längst Nachahmer auf den Plan gerufen. Zumal Nguyen zeitweise 50.000 Dollar am Tag mit Werbung verdient haben soll, die im Spiel angezeigt wird. "Fly Birdie" heißt eine der dreisten Kopien, die nun statt des Originals die App-Charts stürmt.

Mittlerweile bieten mindestens zwei Firmen Baukästen an, mit denen man eigene "Flappy Bird"-Kopien in die App-Stores bringen kann. Bei einem Anbieter kann man den Code für rund 300 Dollar erwerben, muss nur ein paar Grafiken und Soundeffekte basteln - und auf den Hype aufspringen. Das ist zwar nicht besonders originell und kein guter Stil, aber so funktioniert offenbar mittlerweile die App-Branche.

Auch der Entwickler Oral Özden hat das Spiel kopiert. Er hat "Flappy Bird" in HTML5 nachgebaut, das heißt, seine Version läuft direkt im Browser, ohne Download und ohne Flash. Im Prinzip lässt sich Özdens Version auch auf Tablets und Smartphones spielen - wenn auch etwas arg holprig. Oder wie wäre es mit einer Doge-Version, also mit einem niedlichen Hund statt eines Vogels? Bitte sehr.

Im Prinzip kann jeder seine eigene Version des Spiels starten, ganz ohne Lizenzkosten: Ellison Leão hat sein "Flappy Bird"-Browserspiel "Clumsy Bird" genannt und den Quellcode veröffentlicht. Statt eines Vogels könnte man zum Beispiel Cheeseburger durch die Luft fliegen lassen - der Frust durch das ständige Abstürzen bliebe derselbe.

Die Zahl der Nachahmer und Fan-Projekte ist nicht besonders verwunderlich: Laut den Google Trends suchen mittlerweile fast so viele Menschen nach "Flappy Bird" im Web wie nach dem erfolgreichen Chat-Programm WhatsApp. Andere erfolgreiche Spiele wie "Farmville", "Candy Crush" oder "Angry Birds" waren auf Google weniger gefragt.


Noch eine Folge des Popularitätsschubs: Videos, in denen angeblich wütende Spieler ihre Telefone malträtieren und das als "perfekte Lösung" für "Flappy Bird" anpreisen.

Auf Ebay werden für ein Telefon mit vorinstalliertem "Flappy Birds" derzeit Fantasiesummen von bis zu 134.000 Dollar aufgerufen, etliche der rund 500 Angebote liegen bei 2000 Dollar. Wer den Planeten angesichts dessen gerne verlassen würde, sollte noch ein wenig warten: Zumindest am Montagmittag führte noch keines der Angebote zu einem Kauf.

12 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
zappa99 10.02.2014
JohannSchmidt 10.02.2014
KurtFolkert 10.02.2014
hauptstadtkind 10.02.2014
schmidti43 10.02.2014
cubei 10.02.2014
Marcus_XXL 11.02.2014
mazzel 11.02.2014
rubygloomru 11.02.2014
washiわし 11.02.2014
rt12 12.02.2014
lukas-33 04.03.2014

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