Bildbearbeitung Zehn gute Alternativen zu Lightroom

Lightroom hat sich zum Quasi-Standard für die Bildbearbeitung entwickelt. Aber  andere Programme sind kostenlos oder in bestimmten Disziplinen besser. Ein Überblick über die interessantesten Alternativen

Markus Schelhorn

Von Markus Schelhorn


Für anspruchsvolle Fotografen ist Lightroom ohne Frage ein sehr guter Allrounder, der bereits die meisten Anforderungen an einen Foto-Workflow auf dem Desktop-Rechner abdeckt. Die Software hat zahlreiche Funktionen zur Verwaltung und Bearbeitung von Fotos, zudem kann man durch Plug-ins weitere Dienste einbinden und beispielsweise das direkte Hochladen von Bildern auf Wordpress-Seiten oder zu Cloud-Speicherdiensten einstellen.

Aktuelles Lightroom nur im Abo

Doch als einfache Kauf-Version gibt es das Programm schon seit 2015 nicht mehr. Vielmehr muss man die aktuelle Version Lightroom Classic CC abonnieren. Adobe verlangt dafür mindestens knapp zwölf Euro pro Monat, inklusive Photoshop CC und 20 Gigabyte Cloud-Speicher. Lohnend ist ein solches Abo sicherlich für diejenigen, die Lightroom und Photoshop oft verwenden. Doch für den Gelegenheits-Fotografen, der nur ein paarmal im Jahr nach einem Urlaub oder einer Familienfeier seine Bilder bearbeiten möchte, ist es wenig attraktiv. Auch für manchen Profi-Fotografen gibt es Alternativen, die seiner Arbeitsweise eher zusagen dürften.

Fotoverwaltung mit anderen Programmen

Eine Alternative zu Lightroom CC Classic ist die letzte Kauf-Version Lightroom 6. Sie ist immer noch erhältlich, kostet jedoch satte 130 Euro. Zudem bietet Adobe seit 2017 keine Updates mehr für diese Version an. Möchte man beispielsweise die Raw-Daten von einer neuen Kamera speichern, kann es passieren, dass man den Umweg über den (kostenlosen) DNG Converter von Adobe nehmen muss.

Wir geben an dieser Stelle einen Überblick über interessante Alternativen. Den kompletten Funktionsumfang bildet zwar keiner der Konkurrenten ab. Dafür bieten sie oft in einzelnen Disziplinen mehr oder liefern bessere Ergebnisse. Das Gute: Alle kostenpflichtigen Programme bieten eine Testversion, die 30 Tage lang gültig ist und keinerlei Funktionseinschränkungen hat.



insgesamt 13 Beiträge
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Frank D. 11.08.2018
1. RAWTherapee
In ihrer Liste der Lightroom Alternativen fehlt meiner Meinung nach RAWTherapee. Ich benutze Linux, daher sind für mich Lightroom Altnativen interessant die es auch für Linux gibt. Aus Interesse habe ich mal Darktable installiert, von dem ich aber eher etwas enttäuscht bin. Die Geschwindigkeit des Programms ist nicht wirklich gut, die Regler sind recht klein und das Ergebnis hat mich auch nicht zufrieden gestellt. Ich benutze seit Jahren RAWTherapee, das es auch für Windows und macOS gibt und ebenfalls kostenlos ist.
oli h 11.08.2018
2. Photoshop?
Prinzipiell könnte ich mir ein Lightroom Abo durchaus vorstellen, aber den Foto Shop brauche ich nicht. Ich bin sehr glücklich mit Pixelmator und Affinity Foto, was soll ich für etwas bezahlen was ich nicht benötige? Momentan verwende ich noch Aperture und hoffe auf Luminar, wenn da mal das Bildverwaltungsmodul nachkommt.
floydpink 11.08.2018
3. !
Seit der Version 2.4 verwende ich eigentlich nur noch Darktable... ... und das mochte ich früher gar nicht! Kleiner Tip zur Einstellung: Mit dem Cursor auf die Regler gehen und dann mit dem Scrollrad einstellen. Geht besser als diese, wirklich etwas fummeligen, Dreiecke zu verschieben.
quark2@mailinator.com 11.08.2018
4. Objektivkorrektur
Was mir bei diesen Programmen immer fehlt, ist die Korrektur der Objektivfehler. Damit meine ich jetzt nicht die "trivialen" Verzerrungen oder Vignetierung, sondern was man bekommt, wenn man z.B. Canons Digital Photo Professional nimmt und das Glück hat, daß das Objektiv unterstützt wird. Es ist jedesmal erstaunlich und erschreckend, wieviel Detail da noch zusätzlich zu haben ist. Leider habe ich gute Objektive anderer Hersteller und ältere Canons, die von DPP nicht unterstützt werden. Ich frage mich, ob es dafür Alternativen gibt (die man sich als Nichtprofi auch leisten mag).
nuwandapoet 11.08.2018
5. @ quark2@mailinator.com
DXO hat optische Module für die einzelenn Objektive. Ich denke die bekanntesten Lightroom Alternativen sind CaptureOne, DXO Photolab und bei den kostenlosen RAWTherapee. Zwei davon sind hier aufgeführt. Die übrigen genannten Lightroom-Alternativen haben natürlich auch ihre Berechtigung. Die Erklärungen der Stärken der Programm könnten aber besser sein. Ich kenne DXO und Capure One recht gut und hier sind die Beschreibungen etwas irreführend. DXO hat den mit Abstand besten Rauschfilter (Prime) und durch den Kauf der Nik-Suite von Google die beste Selektivbearbeitung der großen drei. Dass man statt in Bibliotheken direkt in Windows Ordnern arbeitet, mögen manche blöd finden und andere wollen genau das. Hier die Automatikfunktionen hervorzuheben ist zu kurz gerprungen. CaptureOne hat für mich die besten Regeler. Wenn ich ein Bild von der Schärfe und Ausleuchtung auf einfache Weise möglichst perfekt abgestimmt werden soll, dann nehme ich CaptureOne.
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