Digitalkiosk Blendle startet am 14. September in Deutschland

Die Betaphase läuft, jetzt auch ist der offizielle Starttermin bekannt: Ab Mitte September will Blendle den Magazin- und Zeitungsmarkt aufmischen. Im Online-Kiosk kann man schon für Centbeträge einzelne Artikel kaufen.

SPIEGEL-Text aus Blendle auf einem Smartphone: Bald startet der Digitalkiosk offiziell
Blendle

SPIEGEL-Text aus Blendle auf einem Smartphone: Bald startet der Digitalkiosk offiziell


An keinen Digitalkiosk gibt es derzeit so hohe Erwartungen wie an Blendle: Das neue Angebot will den Kauf einzelner Artikel aus Zeitungen und Magazinen möglich machen - und das verlagsübergreifend.

Nachdem diverse Projekte, die personalisierte Zeitungen oder Onlinemagazine versprachen, scheiterten, positioniert sich Blendle quasi als iTunes für journalistische Inhalte. Ähnliches versucht seit Kurzem auch Pocketstory, doch Blendle kommt mit einer Erfolgsgeschichte aus den Niederlanden im Rücken und einem umfangreicheren, weil kleinteiligerem Angebot daher. Zu den Investoren des Start-ups zählen der Axel-Springer-Verlag und die "New York Times".

Zum Deutschland-Start am 14. September werden bei Blendle wohl etwas mehr als ein Dutzend Zeitungen wie die "Süddeutsche", die "Zeit" und die "Bild am Sonntag" an Bord sein. Auch die "FAZ" und die "Welt" sind inklusive mit ihren Sonntagszeitungen dabei.

Geht man von Blendles Beta-Version aus, ist die Auswahl an Zeitschriften zunächst deutlich weniger umfangreich als in den Niederlanden. Dafür lassen sich recht bekannte Hefte kaufen oder nach interessanten Artikeln durchforsten - darunter "Cicero", "Brigitte", der "Kicker", der "Stern", die "Auto Bild" und das Fußballmagazin "11Freunde". Auch die Artikel aus dem SPIEGEL werden künftig bei Blendle angeboten.

Bisherige Abos werden berücksichtigt

Wer bereits Abonnent einer der genannten Zeitschriften oder Zeitungen ist, kann das in seinem Account angeben, um nicht doppelt für dieselben Artikel bezahlen zu müssen.

Kurze Texte gibt es bei Blendle bereits für einen oder fünf Cent, auch 15 Cent sind ein gängiger Preis. Ein aktuelles China-Dossier aus der "Zeit" kostet derzeit 0,89 Euro, eine "Stern"-Reportage über rechtsradikale Fanatiker in den USA 0,65 Euro. Manche Magazininhalte, wie etwa besondere Infografiken, lassen sich bei Blendle nicht einzeln erwerben.

Als besonderen Service bietet der Dienst eine Geld-zurück-Funktion. Sie hilft, wenn man zum Beispiel merkt, dass man einen Artikel versehentlich gekauft oder sich von einer völlig übergeigten Überschrift hat anlocken lassen. Ihr Online-Guthaben können Nutzer per Kreditkarte, per Paypal und per Sofortüberweisung aufladen.

Wie uns die Betaversion von Blendle gefallen hat, können Sie hier nachlesen.

mbö



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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
MoeWHV 28.08.2015
1. Falscher Ansatz
In meinen Augen ist das der falsche Ansatz. Ich will nicht für einzelne Artikel zahlen. Alleine schon die Gedankenspiele "Kaufe ich den Artikel jetzt" und zweifelsfrei gelegentlich nachfolgende "Der Artikel war das Geld nicht wert" Resümees nach dem Lesen des Beitrags sind für mich ein Grund bei einem solchen System nicht mitzumachen. Der Gedanke dahinter ist ja sehr gut: Viele Menschen wollen nicht mehr ein oder 2 Zeitungen/Magazine im Abo haben und sich auf diese Beschränken. Mit geht das auch so, ich finde in Magazinen selten mehr als 3 Beiträge die mich interessieren, dafür zahle ich aber keine 4€+. Und schon gar nicht zahle ich zweistellige Beträge für mehrere Magazine um in jedem im Schnitt 2 Beiträge zu lesen. In meinen Augen braucht es eine Verlagsübergreifende Flat. Readly macht da ja schon den Anfang. Es fehlen hier nur noch ein paar Verlage, das Angebot ist halt noch zu eingeschränkt. Statt dessen scheint es mal wieder so als ob jeder Verlag seinen eigenen Weg geht. Ein paar machen bei Readly mit, ein paar bei Blendle, der Rest baut sicher auch was eigenes. Und am Ende ist das für den Leser alles wieder Unbrauchbar, unübersichtlich oder zu teuer sofern die eigenen Wunschinhalte nicht zufällig von einem Dienst abgedeckt werden. Es ist traurig das die Verlagswelt nicht aus den Erfahrungen im Bereich Film und Musik lernt...
wanderer777 28.08.2015
2. Omg, wer denkt sich diese Namen aus? :-)
Sorry Leute, aber als ich gerade zum ersten mal den Namen Blendle hörte, musste ich spontan laut lachen. Wer denkt sich so etwas nur aus? Soll das eine Mischung aus Schwäbischer Mundart und dem Schimpfwort "Blender" sein? Eieiei... Mei liabs Herrgottle...
mam71 28.08.2015
3.
Zitat von wanderer777Sorry Leute, aber als ich gerade zum ersten mal den Namen Blendle hörte, musste ich spontan laut lachen. Wer denkt sich so etwas nur aus? Soll das eine Mischung aus Schwäbischer Mundart und dem Schimpfwort "Blender" sein? Eieiei... Mei liabs Herrgottle...
Die richtige WebZwoNull-konforme Schreibweise wäre auch eher Blendr oder BLNDL oder so...
managerbraut 28.08.2015
4. Ob sich kostenpflichtige Presseartikel im Netz
durchstzen werden bleibt abzuwarten. Ob den derzeitigen online Lesern Artikel deren Inhalt, wie eine Wundertüte unbekannt sind bis 99 Cent Wert sein werden und online Leser daran überhaupt interessiert sind, muß sich erst erweisen. Deutschland ist nicht Holland und viele Zusatz-Geschäftsmodelle aus dem Ausland in Deutschland übernommen haben sich schon als Pleite Flop erwiesen! Die Quellen Presseartikel online kostenlos zu lesen sind so zahlreich, das dieses Model es äußerst schwer haben wird sich kostentragend durch zu setzen. Wir jedenfalls werden nicht zu den Abo-Lesern noch Bezahl-Lesern gehören. Soweit geht, dann unser Interesse an Presseartikel doch nicht!
lukio 28.08.2015
5. Blendlepresse.
Super Name.
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