iOS-App Enlight Diese App veredelt jeden iPhone-Schnappschuss

Bildbearbeitung mit Enlight: Fotos lassen sich mit Gradationskurven verbessern

Bildbearbeitung mit Enlight: Fotos lassen sich mit Gradationskurven verbessern

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Wer sich an klassischen Instagram-Filtern sattgesehen hat und ein bisschen mehr aus seinen Smartphone-Schnappschüssen rausholen will, der sollte sich die iOS-App Enlight einmal anschauen. Wir haben sie ausprobiert.

Trotz der vielen Profi-Tools mangelt es bei der Smartphone-App Enlight für iPhone und iPod Touch nicht an Basisfunktionen: Die Anwendung beschneidet Bilder, legt Filter über die Fotos und setzt Rahmen an die Ränder. Dennoch bleibt das Menü im Hoch- und Querformat übersichtlich und man hangelt sich nach wenigen Minuten locker durch die Werkzeuge. Werte wie Helligkeit, Kontrast und Belichtung lassen sich leicht verändern, indem man auf dem Bildschirm von links nach rechts wischt.

Die Entwickler der israelischen Softwarefirma Lightricks haben darauf geachtet, dass die Nutzer viel herumprobieren können, ohne eine Entscheidung zu bereuen: Jeder Schritt lässt sich rückgängig machen - und auch wieder hinzufügen.

Werkzeuge für Smartphone-Künstler

Denn Enlight richtet sich nicht nur an Hobbyfotografen. Vor allem ambitionierte Smartphone-Künstler finde jede Menge Einstell-Möglichkeiten. Mit Gradationskurven lassen sich etwa die einzelnen Farbkanäle bearbeiten, eine Maskierfunktion beschränkt Korrekturen auf einen bestimmten Bildausschnitt. Der Nutzer wischt dafür über einen Bereich, der maskiert werden soll.

Mit dem "Selektiv"-Werkzeug erkennt die App, wenn der Nutzer ein bestimmtes Objekt markieren will - und bietet automatisch eine Fläche an, die freigestellt werden soll. So kann man etwa einen roten Regenschirm in all seiner Farbpracht leuchten lassen, während der Rest des Bildes in schwarz-weiß erscheint.

Ein stattliches Repertoire an Filtern

Wer keine Lust hat, Histogramme zu verschieben und an Farbreglern zu drehen, der kann auf eine Vielzahl von Filtern zurückgreifen. Wie bei Instagram hat die App einige Effekte im Repertoire, um den Fotos einen speziellen Look zu verpassen. Mit der "Duo"-Funktion lassen sich sogar gleich zwei Farbfilter auf einmal anwenden, um den Himmel etwa noch blauer strahlen zu lassen, während darunter ein pinkfarbener Fluss plätschert.

Ziemlich gut funktioniert auch der Fotomontage-Algorithmus, den Lightricks der App unter der Rubrik "Mixer" spendiert hat. Damit lassen sich zwei Bilder ineinander mischen und mit ein bisschen Probieren gelingt es sogar, einen Gegenstand in ein anderes Bild hineinzupflanzen, während der Hintergrund der beiden Bilder sich anpasst.

Neben Spielereien wie der Urban-Art-Funktion und dem Tilt-Shift-Tool liefern die Entwickler auch eine Funktion für Fans der Internetphänomene. Mit der Meme-Option lässt sich über das Foto der Nachbarskatze flink ein witziger Spruch legen, der auch gleich in der richtigen Schriftart erscheint.

Fazit

Wer nur schnell einen Filter über seinen Schnappschuss legen will und das Bild bei Instagram posten möchte, der sucht sich besser eine kostenlose Alternative im App-Store. Wer ein bisschen mehr aus seinen Fotos herauskitzeln und auch mal einzelne Bereiche im Foto detailliert bearbeiten möchte, der hat mit Enlight eine leistungsfähige App in der Hosentasche.

Auch im Vergleich mit Apps wie dem kostenlosen Google-Konkurrenten Snapseed und den Photoshop-Apps von Adobe schlägt sich Enlight ziemlich wacker. Mit der Maskierfunktion und dem Montage-Tool ist das Programm vielen Bildbearbeitungs-Apps sogar überlegen, kostet derzeit aber auch immerhin knapp vier Euro. Nach Angaben der Entwickler handelt es sich dabei um einen vorläufigen 50-Prozent-Rabatt.

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12 Leserkommentare
alsterherr 24.04.2015
bokla74 24.04.2015
mipez 24.04.2015
FlinxDE 24.04.2015
cor 24.04.2015
GustavLecter 24.04.2015
abby_thur 24.04.2015
westerwäller 24.04.2015
mipez 24.04.2015
markus_wienken 24.04.2015
Flying Rain 24.04.2015
gewappnetTS 24.04.2015

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