Facebook EU-Kommission überprüft WhatsApp-Übernahme

WhatsApp und Facebook tauschen bald erstmals Kundendaten aus. Das bewegt nicht nur die Nutzer. Auch die EU-Kommission beschäftigt sich nach SPIEGEL-Informationen wieder mit der Übernahme des Messengers durch Facebook.

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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager prüft, ob sie das Fusionskontrollverfahren zwischen Facebook und WhatsApp neu aufrollen muss. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.

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Heft 36/2016
Wie uns Computer und Roboter die Arbeit wegnehmen - und welche Berufe morgen noch sicher sind

Die Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook war vor gut zwei Jahren von den Kartellbehörden auch wegen der Zusicherung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg genehmigt worden, dass kein Datenaustausch zwischen beiden Unternehmen stattfinden werde.

Vergangene Woche hat Facebook mitgeteilt, dass es jetzt doch Daten wie die Handynummern von WhatsApp verwenden will. "Wir wissen von den Veränderungen bei den Geschäftsbedingungen und dem Datenschutz bei WhatsApp. Wir reden mit Facebook über das Thema", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission dem SPIEGEL.

Bekannt ist, dass auch das Bundeskartellamt gegen Facebook ermittelt. "Es geht um Big Data und darum, was Facebook alles machen darf, um unsere Daten zu Geld zu machen", sagte Bundeskartellamtschef Andreas Mundt. Das Verfahren gegen Facebook habe für ihn höchste Priorität: "Wir müssen in den Maschinenraum des Unternehmens, um mögliche Beschränkungen des Wettbewerbs zu verstehen."


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insgesamt 27 Beiträge
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bibabuzelmann 02.09.2016
1. Abmahnrisiko!
Man sollte auch das potentielle Abmahnrisiko thematisieren: Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=54bewg5GJx8
cicero_muc 02.09.2016
2. Für mich kein Problem, für viele andere schon
Da haben die Medien mal wieder Panik geschürt ... sowas bietet sich ja perfekt an für jede Menge Clicks. Nun ja, ich denke, Facebook sollte es dem User per Option überlassen ob WhatsApp und Facebook Daten-technisch verbunden werden sollen, und wie.
GnRH 02.09.2016
3.
Also wenn Entscheidung getroffen werden, auf der Basis "Marc Zuckerberg hat zugesichert..." ist denen auch nicht zu helfen.
Badener1848 02.09.2016
4. Selbst schuld!
Wer wider besseren Wissens eine Datenkrake wie WhatsApp nutzt, dem ist angesichts besserer Alternativen wie Threema leider nicht zu helfen. Argumente wie "Da ist ja eh keiner" helfen da auch nicht weiter, das ändert ja nichts an der Sache. Problematisch wird es mit der Weitergabe von Daten Dritter. Jeder WhatsApp-Nutzer versichert Facebook, dass er regelmäßig sein Adressbuch zum Datenaustausch zur Verfügung stellt und dazu autorisiert ist. Solange es um die eigenen Daten geht, ist man ja noch selbst verantwortlich, aber hier hört der Spaß definitiv auf! Richtig kriminell wird es, wenn bspw. die TelNr. des Arztes weitergegeben wird und dank des Datenaustausches plötzlich Verbindungen zwischen den Patienten auf Facebook hergestellt werden.
jerkrussel 02.09.2016
5. Irre ich mich...
...oder schlägt mir Facebook nicht schon seit Monaten Personen als Kontakte vor, deren Telefonnummern ich mir neu eingespeichert habe!? Habe über Kleinanzeigen ein Fahrrad gekauft und die Telefonnummer des Verkäufers gespeichert. Auf whatsapp ist er auch. Und auf Facebook wurde er mir vorgeschlagen. Es gibt keine andere Verknüpfung. Das war im März2016!
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