Messenger Facebook experimentiert mit Videochats

Facebook erweitert seine Messenger-App um Videoanrufe. Die Funktion wird zunächst in 18 Ländern freigeschaltet, darunter Frankreich und Polen. Deutsche Nutzer müssen wohl noch ein wenig warten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Präsentation: Der Messenger hat mittlerweile weltweit 600 Millionen Nutzer
REUTERS

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Präsentation: Der Messenger hat mittlerweile weltweit 600 Millionen Nutzer


Mit WhatsApp sind seit Kurzem Anrufe übers Internet möglich, jetzt bekommt auch Facebooks zweite große Chat-App ein Update: Mit dem Messenger können künftig Nutzer aus 18 Ländern kostenlos per Videochat kommunizieren - Voraussetzung ist allerdings eine stabile Internetverbindung.

In einer Mitteilung von Facebook heißt es, das Antippen eines Button reiche, um aus einem Textchat zu einem Videotelefonat mit derselben Person zu wechseln.

Zunächst wird die Videofunktion in den USA, aber auch in einigen europäischen Ländern wie Belgien, Frankreich, Großbritannien und Polen eingeführt. In weiteren Ländern - dazu dürfte Deutschland zählen - soll die Option im Laufe der kommenden Monate freigeschaltet werden. Die Videochats sollen geräteübergreifend funktionieren, sprich: iPhone-Nutzer können auch mit Besitzern von Android-Geräten telefonieren.

600 Millionen Nutzer weltweit

Facebooks Messenger hat nach jüngsten Angaben über 600 Millionen Nutzer weltweit. Durch die neuen Videochats konkurriert die App nun direkter denn je mit Konkurrenten wie Skype und FaceTime, die zu Microsoft beziehungsweise Apple gehören.

Das Online-Magazin "Business Insider" hebt hervor, dass die Neuerung wohl das Ende der Partnerschaft von Facebook und Skype besiegelt. 2011 hatte Facebook sein soziales Netzwerk mit einer Skype-Videofunktion ergänzt. Diese ist dem Magazin zufolge jedoch vor einigen Monaten mehr oder weniger heimlich durch eine Facebook-eigene Chatfunktion ersetzt worden.

"Jetzt gibt es wirklich keinen Zweifel mehr", schreibt "Business Insider" zur neuesten Messenger-Erweiterung. "Facebook und Skype haben sich getrennt, und Skype scheint derjenige zu sein, der einen Korb bekommen hat."

mbö/dpa



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