Unkompliziert Daten tauschen Firefox Send verlässt die Testphase

Sie haben ein größeres Datenpaket, das Sie schnell jemand anderem zur Verfügung stellen wollen? Der Mozilla-Dienst Firefox Send macht solche Transfers einfach - solange Ihr Paket nicht zu groß ist.

Firefox Send
send.firefox.com

Firefox Send


Ein längeres Smartphone-Video, ein Podcast-Rohschnitt, ein größeres Zip-Archiv voller Fotos: Will man jemandem so etwas übers Netz schicken, kommt man in vielen E-Mail-Programmen oder Messengern wie WhatsApp nicht weit - oftmals gibt es Limits für die Dateigrößen, an denen solche Datentransfers scheitern.

Abhilfe verspricht ein Mozilla-Dienst namens Firefox Send, der jetzt offiziell die Testphase überstanden hat: Der bereits 2017 vorgestellte Dienst ermöglicht es, Dateien oder Datenpakete mit bis zu einem Gigabyte Größe unkompliziert anderen zur Verfügung zu stellen. Firefox Send konkurriert so mit Angeboten wie WeTransfer.

Ein Reiz von Firefox Send ist seine Einfachheit: Eine Anmeldung ist nicht nötig, Dateien können einfach in ein Upload-Feld gezogen werden. Anschließend können sie in der Standardversion des Dienstes einmal von jemandem heruntergeladen werden, danach werden sie wieder gelöscht. Die Daten bleiben wahlweise fünf Minuten, eine Stunde oder einen Tag über einen Link, den Firefox Send nach dem Hochladen erstellt, abrufbar.

Auch derjenige, der die Dateien herunterlädt, braucht dafür keinen Account oder ähnliches. Firefox Send ist so nicht für ein dauerhaftes Zur-Verfügung-Stellen von Daten gedacht, auf die immer wieder zugegriffen wird, sondern für den zeitnahen Datentausch.

Mehr Möglichkeiten nach dem Anmelden

Mozilla zufolge ist das Angebot Ende-zu-Ende-verschlüsselt - und wer will, kann sein Datenpaket auch noch mit einem selbstgewählten Passwort schützen. In einem kurzen Test am Dienstagnachmittag klappte die Online-Freigabe einer Datei problemlos.

Wer ein Firefox-Konto besitzt und sich damit anmeldet, kann mit Firefox Send übrigens noch etwas größere Datenmengen zur Verfügung stellen - und das nicht nur einem einzigen Empfänger: Dann sind Uploads mit bis zu 2,5 GB möglich. Außerdem lässt sich beim Ablauftermin eine vierte Option anwählen, nämlich "Sieben Tage". Und auf Wunsch sind statt eines einzigen Downloads bis zur automatischen Löschung der Daten auch zwei, drei, vier oder fünf oder alternativ 20, 50 oder bis zu 100 Downloads möglich.

mbö

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insgesamt 3 Beiträge
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freejack75 12.03.2019
1. was mach Mozilla da nur für fortgesetzten Unsinn?
Kernfunktionen wie RSS Feeds / Live Bookmarks werden aus dem Browser ausgebaut, dafür kommt so funktionsfremder Quatsch (Neuerfindung vom File Share Dienst, den es x fach am Markt gibt), und das auch noch in die falsche Applikation (Nachrichten sendet man mit Thunderbird, nicht mit dem Browser) hinein.
dt1011047 12.03.2019
2. Geht nicht nur mit Firefox-Browser
Was vielleicht nicht offensichtlich ist: Man kann den Service mit jedem Browser benutzen, muss also nicht Firefox dafür verwenden.
quark2@mailinator.com 13.03.2019
3.
Vielleicht könnten wir in DE für die normalen Benutzer ENDLICH symmetrisches Internet anbieten, also eine "Leitung" bei der ein Upload mit der gleichen Geschwindigkeit geht, wie ein Download. Das ist ja kein technisches Problem, wenn man es will, sondern ein rein politisches. Ein "Draht" (Glasfaser, whatever) ist schließlich in beide Richtungen gleich schnell. Man muß sich da kein Frequenzspektrum aufteilen, so daß ein Teil immer nur runter und der andere immer nur rauf geht. Anders ausgedrückt: Ich finde die neue Option ja ganz witzig und applaudiere, daß hier endlich mal wieder was annonym genutzt werden kann (wenn ich auch nicht glaube, daß es ewig dabei bleibt). Aber wenn die Datenrate des Uploads "glazial" ist, bringt es mich nicht weiter. Am Ende des Tages könnte ich diese Dateien auch auf meinem FTP-Server oder über irgendeine Cloud publizieren (nicht annonym), aber leider kann man in DE halt nicht uploaden. Das kleinste symmetrische Angebot ist so groß, daß es auch für viele kleine Firmen völlig überzogen ist. DA sollte mal jemand was machen.
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