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App "Forest" Baumpflege für Smartphone-Junkies

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Keim in der App "Forest": Den Job vor lauter Bäumen erledigen
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Keim in der App "Forest": Den Job vor lauter Bäumen erledigen


Wer sich ablenken lässt, der tötet Bäume. Mit dieser Drohung will die App "Forest" Smartphone-Dauernutzer bändigen. Eine gute Idee, aber ein paar Funktionen fehlen noch zum Glück. Ein Selbstversuch zur Rettung des Waldes.

"Schau mich nicht an!", befiehlt der Baum. "Bleib fokussiert!" Ohje. Ich muss mich konzentrieren. Wenn ich schwach werde, stirbt er. 30 Minuten Ruhe habe ich mir mit der App "Forest" verordnet. In dieser Zeit wächst ein virtuelles Bäumchen vom Samenkorn zum Keimling mit Blättern, dann zum stolzen Nadelbaum.

30 Minuten klingen nach einer langen Zeit ohne Smartphone? Sie fühlen sich überraschend kurz an, wenn man sie mit Arbeit füllt.

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"Forest"-App: Ein Wald gegen Ruhestörung
"Du hast es fast geschafft!", sagt die App irgendwann, nur noch wenige Sekunden muss ich warten. Dann: "Gratulation!", und das Bäumchen steht zwischen seinen verkümmerten Vorgängern.

Nicht alle Funktionen tun, was sie sollen

Die stehen dort, weil ich ein paar Mal versagt habe. Denn mein Telefon lockt mich trotz der "Forest"-App: Es piepst und klingelt, ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar hat die App einen Modus zum Stummschalten des Geräts - der funktioniert aber bei meinem Samsung Galaxy Zoom nicht. Ich weiß genau, was ich gerade verpasse. So wird die Warterei wieder anstrengend. Der Hersteller verspricht, den Fehler bald zu beheben. Künftige Versionen sollen außerdem mehr Baumarten enthalten.

Im ersten Moment ist es schade, dass sich die Pflanze nicht langsam entwickelt, sondern stets nach 30 Minuten aus dem Keim ein Baum wird. Andererseits habe ich viel Arbeitszeit gewonnen, weil ich nach den ersten Gewächsen nicht mehr alle paar Minuten nachschauen musste, ob sich beim Keim etwas tut. Von Motivationsbefehlen abgesehen, tut sich in der App nämlich definitiv nichts.

Andere Apps sind übrigens noch besser darin, den Nutzer vor Ruhestörungen zu schützen. "Stay Focused" zum Beispiel lässt den Nutzer Kontingente für bestimmte Programme vergeben - und ist beim Nachhalten knallhart. Wer sein Zeitlimit zum Beispiel für Facebook erreicht, der darf die App nicht mehr nutzen. Das ist im Zweifel wohl eine noch schlimmere Strafe als ein toter Computerbaum.


Die App gibt es für Android -Geräte gratis, für iOS und Windows Phone kostet sie jeweils 0,99 Euro.

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