Bezahlen mit dem Smartphone Google Pay für Sparkassen "keine Option"

Die Sparkassen wollen lieber eine eigene App fürs Bezahlen mit dem Smartphone auf den Markt bringen, als mit Google zu kooperieren. Ihre Lösung wird zumindest einen Vorteil haben.

Bezahldienst Google Pay
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Bezahldienst Google Pay


Mit zunächst nur vier Partnerbanken ist Google Pay in Deutschland an den Start gegangen. Das Unternehmen hofft aber, dass weitere Geldhäuser nachziehen werden. Die Sparkassen haben nun aber klargestellt, dass sie lieber auf eine eigene Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone setzen.

"Die Sparkassen gehen in Kürze mit der Mobiles-Bezahlen-App in den Markt", sagte Stefan Marotzke, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Ende Juli oder Anfang August soll die Android-App verfügbar sein. Wie bei Google Pay sollen Sparkassen-Kunden nach der Einrichtung der App ihr Smartphone nur an ein Kassenterminal halten müssen, um eine Zahlung auszulösen. Smartphone und Terminal müssen allerdings den NFC-Standard unterstützen.

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Android: So funktioniert Google Pay

Auch Girocard der Sparkassen wird funktionieren

Auf Twitter teilte der Verband mit, Google Pay sei für die Sparkassen "keine Option" - und etwas später leicht abgeschwächt, "ob das in Zukunft mal möglich sein wird, können wir nicht sagen".

Die Sparkassen-App hat den Vorteil, dass sie nicht nur mit der Kreditkarte, sondern auch mit der Girocard der Sparkassen funktionieren wird. Das ist bei Google Pay nicht möglich, in Googles App lassen sich nur Visa- und Mastercard-Karten hinterlegen.

Dafür ist Google Pay mit Googles anderen Diensten verknüpft, Zahlungen sind direkt im Chrome-Browser, YouTube Premium, im Play Store sowie über den Google Assistant möglich. Onlinehändler können Google Pay zudem als Bezahloption anbieten. Im Internet ist es dann auch egal, ob Nutzer eine Kreditkarte von einer der an Google Pay teilnehmenden Banken haben. Belastet wird bei Onlineeinkäufen die Karte, die bereits im Google-Konto zum Beispiel für In-App-Käufe hinterlegt ist.

pbe

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insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
marty_gi 27.06.2018
1. wird das...
Wird das bei den Sparkassen auch wieder so eine Totgeburt wie das tolle PayPal Gegenangebot der deutschen Banken namens PayDirect? Das sogar die eigenen Mitarbeiter der Banken entweder nicht kennen oder selbst nicht nutzen wollen....
p2063 27.06.2018
2.
willkommen in Neuland... dann sind für mich eben Banken wie die Sparkassen keine Option.
piperisch 27.06.2018
3. Google Pay unterstützt aus Sicherheitsgründen keine EC Karten
Es gibt ein Sicherheitssystem "Tokenization" https://en.wikipedia.org/wiki/Tokenization_(data_security) Google Pay setzt es voraus, EC Karten bieten es aber nicht an, von daher werden nur Kreditkarten unterstützt. Wie die Spaßkasse das sicherheitstechnisch umsetzt? Darauf bin ich gespannt. Mein Tipp: Nach dem erfolglosen Start schließen die auch Google Pay irgendwann an...
Horch und Guck 27.06.2018
4. Vernünftig!
Ein paar weniger brisante Daten, welche in die USA und an dort "geborene", multinational agierende Konzerne übermittelt werden. Aber scheinbar haben die meisten "Nix zu verbergen"-Haber nichtmal ihre Kontodaten zu verbergen, weil sie aus Bequemlichkeit "hip" sein wollen und nicht unter einem Stein leben., wie diese ganzen "aluhuttragende Fortschrittsverweigerer". Daher würde ich dem Versuch der Sparkassen keinerlei Vertrauen schenken, dem im Netz ist nichts sicher, im mobilen Netz schon mal gar nicht!
peter.lange 27.06.2018
5. Na, dann war's das.
Bye, bye, Sparkassen.
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