Download-Tipps Das sind die zehn besten Apps des Monats
Mit Tandem können Nutzer gemeinsam Sprachen lernen, "Samorost 3" entführt den Spieler in eine Zauberwelt - und Guggy bietet für jeden Anlass das passende Gif. Zehn aktuelle App-Empfehlungen.
Guggy: Die Gif-Maschine
Wer im Chatgespräch gerne mal mit einem animierten Gif antwortet, wird Guggy lieben. Die App macht jede noch so gute Stichwortsuche in einer Gif-Bibliothek überflüssig: Denn mit Guggy können Nutzer passende Gifs innerhalb von Sekunden selbst erstellen.
Dazu müssen sie der App einfach einen beliebigen Spruch nennen - zum Beispiel "Hoch die Hände, Wochenende". Schon sucht die App mittels Spracherkennung einen (meist) passenden Clip, fügt den Spruch hinzu und schickt das Ganze als animiertes Gif zurück. Guggy gibt es als eigenständige App sowie als Bot für unter anderem Facebook Messenger, Telegram und Slack.
Gratis von Guggy, ohne In-App-Käufe: iOS, Android, Messenger, Telegram und mehr.
Google Allo: Die App, die immer mitliest
Google hat mit Allo eine intelligente Chat-App auf den Markt gebracht, einen persönlichen Assistenten mit künstlicher Intelligenz. Im Gegenzug will Allo aber sehr viel von seinen Nutzern wissen: Die App braucht Zugriff auf Kontakte, Nachrichten, GPS-Daten, Fotos und vieles mehr. Das Ergebnis ist ein Alleskönner zum Chatten, Googeln, Termine planen und YouTube gucken. Einen ausführlichen Test lesen Sie hier.
Gratis von Google, ohne In-App-Käufe: iOS, Android
"Badland 2": Vorsicht, Kreissäge
Der Nachfolger der preisgekrönten Spiele-App "Badland" ist nun auch für Android verfügbar. Wieder ist der Held ein dunkles Knäuel mit müden Augen, das der Spieler durch den Wald navigieren muss. Dabei muss er Kreissägen und klebrigen Giftpflanzen ausweichen.
Der zweite Teil überzeugt mit noch mehr kniffligen Levels und einem üppigen Soundtrack. Wer mit Kopfhörern spielt, fühlt sich von quakenden Fröschen umgeben - und verzieht das Gesicht, wenn aus ein paar alten Rohren plötzlich ein Schwall Öl gluckert.
Von Frogmind: Android (Gratis mit In-App-Käufen), iOS (3,99 Euro)
Tandem: Bonjour!
Tandem ist eine Kennenlern-App für alle, die eine Fremdsprache lernen oder üben wollen. Bei der Anmeldung müssen Nutzer verraten, welche Sprachen sie beherrschen, welche Lernziele sie haben und über welche Themen sie am liebsten sprechen.
Nach der Registrierung können sie sich durch die Profile der anderen wischen und im Text- und Videochat neue Tandempartner finden. Auf Wunsch lassen sich auch kostenpflichtige Sprechstunden mit professionellen Sprachlehrern buchen. Die App ist nun auch für Android erschienen.
Gratis von Tripod Technology GmbH, mit In-App-Käufen: iOS, Android
Beim Zeus: Spiele-App "Enyo"
Im antiken Epos "Ilias" kämpft eine Göttin names Enyo an der Seite des Kriegsgotts Ares - mit "Getös" und "Aufruhr". In der gleichnamigen Spiele-App muss sich Enyo allein durchschlagen. Auf einer Art Schachbrett bekämpft sie grimmige Minotauren, Medusen und Zyklopen. Das ist verblüffend knifflig, denn ähnlich wie beim Schach kann jede Figur auf dem Spielfeld nur bestimmte Bewegungen machen. Der normale Spielmodus ist gratis, zusätzliche Modi lassen sich für 1,99 Euro freischalten.
Gratis von Arnold Rauers, einmaliger In-App-Kauf (1,89-1,99 Euro): iOS, Android
Rapchat: Drop deine Lines
Rapchat ist ein soziales Netzwerk für Rapper und alle, die es werden wollen. Zur Auswahl stehen Dutzende kostenlose Beats. Per Fingertipp können Nutzer eine Aufnahme starten und die eigenen Zeilen ins Smartphone-Mikro freestylen. Im Discover-Modus lassen sich die Raps der anderen Nutzer suchen, kommentieren und teilen. Wer erst einmal nur für sich selbst üben will, kann die Aufnahmen auch privat speichern. Die App gibt es seit September auch für Android.
Gratis von Rapchat Inc, ohne In-App-Käufe: iOS, Android
iMessage: Ist Sticker sammeln wieder cool?
Mit dem Update auf iOS 10 hat Apples Messaging-Dienst "Message einen eigenen App-Store erhalten. Teils kostenpflichtig, teils gratis können sich Nutzer dort Stickerpakete und andere Erweiterungen herunterladen, wie etwa das Übersetzungstool iTranslate oder ein Schachspiel. Eine ausführliche Besprechung der neuen Funktionen gibt es hier.
Gratis von Apple, mit In-App-Käufen: iOS
Cardboard Camera: Die Rundum-Kamera
Googles Virtual-Reality-Kamera Cardboard Camera ist nun auch für iOS erschienen. Nutzer können damit 360-Grad-Aufnahmen erstellen, indem sie sich mit der Kamera langsam um die eigene Achse drehen. Die App zeichnet sogar Geräusche auf. Wer sich die Fotos dann mit einer VR-Brille anschaut, fühlt sich wie an einem anderen Ort.
Ein Test der neuen iOS-Version verlief ruckelfrei. Einziger Nachteil: Boden und Himmel zeichnet die App nicht auf. In der virtuellen Realität kann man den Blick also nur nach links und rechts wenden, nicht nach oben und unten.
Gratis von Google, Inc., ohne In-App-Käufe: iOS, Android
Kabel Eins Doku: Bomben, Cowboys und Tornados
Der neue Spartensender Kabel Eins Doku hat eine eigene App für seine TV-Sendungen veröffentlicht. Dutzende Dokus sind dort kostenlos und ohne zusätzliche Registrierung abrufbar. Zum Programm gehören vor allem Produktionen mit einer Portion Action: Die Doku-Reihen haben schmissige Titel wie "Die Bombenentschärfer", "Der Wilde Westen", "Im Auge des Tornados" oder "Echte Teufelskerle".
Gratis von ProSiebenSat.1 Digital GmbH, ohne In-App-Käufe: iOS, Android
"Samorost 3": Mit Zipfelmütze in die Zauberwelt
"Samorost 3" ist eine Fantasiereise. Der Spieler steuert ein Männchen mit weißer Zipfelmütze durch eine Spielewelt aus Urwäldern und Mooren, die einem Traum von "Herr der Ringe"-Autor J. R. R. Tolkien entstammen könnte. Dabei trifft er auf goldene Schildkröten und meterhohe Ameisenbären. Das Spiel ist zunächst für PC und Mac erschienen, nun gibt es auch eine Version für iOS. Eine ausführliche Rezension lesen Sie hier.
4,99 Euro von Amanita Design: iOS
Das waren die Highlights im vergangenen Monat:
Gaming-Videos: YouTube attackiert Twitch
Im Netz ist Twitch.tv die Anlaufstelle für Gaming-Videos schlechthin. Mit "YouTube Gaming" könnte sich das ändern. Auf dem Portal sind alle Gaming-Videos von YouTube versammelt. Mit wenigen nur wenigen Schritten lassen sich in der App eigene "Let¿s Play"-Videos live übers Smartphone streamen. Fans können ihre Lieblingsspiele abonnieren, um kein neues Video zu verpassen. Eine ausführliche Besprechung der App gibt es hier.
Gratis von Google, keine In-App-Käufe: iOS, Android, Browser-Version
Artisto: Das Prisma für Videoclips
Artisto verwandelt Videoclips in Kunstwerke. Vorbild ist die Fotofilter-App Prisma, die zu unseren Apps des Monats Juli gehörte. Prisma kann Fotos den Stil von Künstlern wie Edvard Munch, Roy Lichtenstein oder Piet Mondrian verpassen. Die Clips von Artisto erinnern mal an Zeichentrickfilme, mal an Drogentrips. Leider sind die Clips auf zehn Sekunden begrenzt und nur in geringer Auflösung verfügbar. Außerdem werden sie online bearbeitet, das zehrt am Datenvolumen. Einen ausführlichen App-Test lesen Sie hier.
Gratis von My.com B.V, ohne In-App-Käufe: iOS, Android
TuneMoji: Sag's mit einem Song
Wer gerne Emojis und animierte Gifs teilt, sollte mal TuneMoji ausprobieren. Mit der App können Nutzer winzige Musik-Clips mit prägnanten Liedzeilen verschicken, etwa ein zweisekündiges "Call me Maybe" oder ein lapidares "My Anaconda Don't". Die Clips erscheinen wie animierte Gifs im Chatverlauf. Die Liedzeilen sind auch als Text über den Videoclips zu sehen ¿ falls der Empfänger sein Smartphone stumm geschaltet hat. TuneMojis lassen sich über den Facebook-Messenger, WhatsApp, Kik und iMessage versenden.
Gratis, ohne In-App-Käufe, von Emoticast Ldt: iOS
"Eraser": Auf der Flucht vor dem Textmarker
Der Held der Jump'n'Run-Spiels "Eraser" flieht vor einem roten Textmarker und der Spieler muss seinen Fluchtweg freiräumen. Mit einem Fingerwischen kann er in die 2D-Welt eingreifen und Hindernisse einfach wegradieren. Nach einigen Leveln muss der Spieler geschickt Hängebrücken zerteilen, Rampen umkippen und Katapulte auslösen. Wer die Entwickler unterstützen will, kann ihnen über die App eine Spende hinterlassen. Auf das Spiel hat das aber keine Auswirkung.
Gratis, mit In-App-Käufen, von Hiker Games Joint Stock Company: iOS
Murphy Bot: Faceswap mit Yoda
Wie würde Mr. Spock mit dem Gesicht von Yoda aussehen? Wer Bildbearbeitung mit Photoshop beherrscht, kann das nach ein paar Minuten selbst herausfinden. Der Murphy Bot von Microsoft braucht dafür aber nur ein paar Sekunden. Er kombiniert Gesichter auf Kommando: Nutzer müssen ihm dazu nur auf Englisch eine Frage schreiben, zum Beispiel "What if Yoda was Mr. Spock?" ¿ schon antwortet Murphy mit dem entsprechenden Bild. Der Microsoft-Bot ist nicht als eigenständige App erschienen, sondern lässt sich mittels Facebook-Messenger, Telegram und Skype benutzen.
Gratis von Microsoft, Chatbot via: Messenger, Telegram, Skype
Bring!: Der digitale Einkaufszettel
Mit Bring! behalten WGs und Familien den Überblick beim Einkaufen. In der App legen Nutzer gemeinsame Einkaufslisten an, die jeder auf seinem Smartphone abrufen kann. Durch das neuste Update im August lässt sich zu den gespeicherten Produkten sogar ein Foto hinterlegen. Das ist praktisch, wenn man mal für Mitbewohner etwas Besonderes im Supermarkt suchen soll.
Gratis, ohne In-App-Käufe, von Bring! Labs AG: iOS (inkl. Apple-Watch), Android
Real Talk: Videochats mit Fremden
Spätestens seit Chatroulette haben Videochats mit Fremden einen zweifelhaften Ruf. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, auf solchen Seiten auf Freaks und Halbnackte zu treffen. Die neue App Real Talk will das ändern. Nutzer können täglich nur auf eine kleine Liste zufällig ausgewählter Gesprächspartner zugreifen. Wer reihenweise Leute belästigen will, kommt nicht weit. Die Unterhaltung läuft allein über kurze Videonachrichten. Das Besondere: Die Clips sind immer verpixelt. Damit bleiben Nutzer anonym und bekommen trotzdem einen Eindruck vom anderen. Das Fazit nach einer Woche Real Talk im Test: Dutzende freundliche Smalltalks mit Leuten aus den USA, Indien, Iran, Marokko und Deutschland.
Gratis, ohne In-App-Käufe, von Successful Business Co.: iOS
Laugh.ly: Witze nonstop
Laugh.ly ist eine Streaming-App für Stand-up Comedy. Wie bei Spotify kann sich der Nutzer durch Dutzende Alben klicken und kuratierte Radiokanäle auswählen. Aktuell sind vor allem US-amerikanische Komiker vertreten, zum Beispiel Amy Schumer oder Aziz Ansari, den einige aus der Netflix-Serie "Master of None" kennen. Die App finanziert sich durch Werbung. Die werbefreie Premium-Version kostet umgerechnet etwa 3,50 Euro monatlich.
Gratis mit Werbung, optionales Abo, von Laugh Radio, Inc: iOS, Android
Googles neuste: Video-Anrufe mit Duo
Google macht Skype und Facetime Konkurrenz und hat mit Duo eine neue App für Videochats veröffentlicht. Was Duo den anderen voraus hat, ist seine Schlichtheit: Ein Account ist nicht nötig, das Menü ist maximal entschlackt ¿ und die App greift einfach auf die bestehenden Telefonkontakte zu. Auf Gruppenanrufe müssen Nutzer aber verzichten. Einen ausführlichen App-Test lesen Sie hier.
Gratis von Google, keine In-App-Käufe: iOS, Android
"Deiland": Hier lebt der kleine Prinz
Das Spiel "Deiland" ist nach dem neusten Update auch auf Deutsch verfügbar. Hauptfigur ist der kleine Prinz Arco, der auf einem winzigen Planeten lebt. In der Rolle von Arco pflanzt der Spieler Karotten und Weizen an, baut Brunnen und Häuser und muss Meteoritenschauer überleben. Die App überzeugt durch ihre 3D-Grafik. Wenn es auf dem kleinen Planeten regnet und Arco mit wehendem Schal sein Karottenbeet harkt, ist das einfach herzerwärmend. Vorbild für Arco ist die Kinderbuchfigur "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry.
Gratis von Chibig, mit In-App-Käufen: iOS, Android