Zum Auf-die-Straße-gehen Google veröffentlicht Kultspiel "Ingress" für iOS

Bisher konnten sich nur Android-Nutzer am virtuellen Kampf um die Zukunft beteiligen. Jetzt ist das populäre Augmented-Reality-Spiel "Ingress", für das man vor die Tür gehen muss, auch für iPhone und iPad erhältlich.

SPIEGEL ONLINE

Im Kampf um die Weltherrschaft können sich nun nicht mehr nur Android-Nutzer miteinander messen. Seit der Nacht zum Montag ist das Smartphone-Spiel "Ingress" auch in einer Version für iOS-Geräte erhältlich. Die potenzielle Kundschaft für das Spiel dürfte damit deutlich erweitert werden.

"Ingress" wurde von der Google-Tochter Niantic Labs entwickelt. Nach einer längeren geschlossenen Betaphase wurde das Spiel im Dezember 2013 für jedermann freigegeben. Einzige Einschränkung: Um die App laden zu können, brauchte man ein Android-Gerät.

Für Aufsehen sorgte die App, weil sie reale und virtuelle Welt auf besondere Art und Weise miteinander verwebt. Spieler müssen sich gleich zu Beginn für eine der beiden Fraktionen entscheiden, die in dem Spiel um die Welt kämpfen. Man muss sich also entweder den Erleuchteten (Enlightened) oder dem Widerstand (Resistance) anschließen.

Die Spieler müssen auf die Straße

Im weiteren Verlauf geht es darum, an Plätzen in der realen Welt virtuelle Portale einzurichten, zu verteidigen und zu erobern. Das Ziel der Mannschaften ist es, so viel "exotische Materie" wie möglich zu sammeln. Dabei reicht es allerdings nicht, virtuelle Knöpfe auf dem Touchscreen anzutippen. Man muss sich tatsächlich in die reale Welt aufmachen und die in einer stark modifizierten Google-Maps-Karte markierten Portale aufsuchen.

Wie so viele Google-Projekte ist auch "Ingress" kostenlos, bringt dem Konzern neben dem Wohlwollen der Spieler aber auch wertvolle Informationen. So liefern die Teilnehmer des virtuellen Wettstreits nebenbei große Mengen an Positionsdaten, die wiederum genutzt werden können, um Googles Kartenmaterial und die Positionsbestimmung per Mobilfunk und W-Lan zu verbessern.

Sogar einige Unternehmen sind auf das Projekt aufgesprungen und machen sich dessen Mechanik zunutze, um für sich zu werben. So hatte beispielsweise Vodafone seine Ladengeschäfte in Deutschland bereits im vergangenen August als Portale in "Ingress" eingebracht. Wer ein solches Portal für seine Mannschaft übernehmen wollte, musste dafür zwangsläufig einen solchen Laden aufsuchen. Auch so kann man Kunden werben.

mak

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insgesamt 8 Beiträge
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resomax 14.07.2014
1. Zeit- und Energieverschwender!
Die Überschrift sollte heißen: Google veröffentlicht einen enormen Zeit- und Energieverschwender (für iOS). Und dabei wird dieses Spiel nie ein Ende finden und enorme Datenmengen an Google senden - die reiben sich die Hände und freuen sich über weitere Werbeeinnahmen. Chapeau, chapeau...
kopi07 14.07.2014
2. Laden aufsuchen? Nicht ganz
Es reicht 20m entfernt zu sein und das ist gerade in Innenstädten mehr als genug um nicht dazu gezwungen zu werden. Aber klar, das Portal ist schon in gewisser Weise Werbung. Aber im Gegensatz zu den vielen Denkmälern, Kunstwerken und Attaktionen, die man plötzlich in seiner Heimatstadt findet sind solche Ort eher langweilig.
peter_gurt 14.07.2014
3. Moderne Dressur :-)
Dressur von Menschen leicht gemacht. Wie schafft man es, dass Menschen nicht mehr über Sinn und Zweck des Daseins und über ihr Leben nachdenken? Man beschäftigt sie mit sinnlosen, zeitverschwendenden Spielen, welche die Menschen in jeder freien Sekunde in einer virtuelle Welt fesseln (im wahrsten Sinne des Wortes). Wer weckt uns aus dieser Matrix? Wann entdecken wir, dass wir die Karotte vor unserer Nase nie erreichen..??
trevorcolby 14.07.2014
4.
Zitat von peter_gurtDressur von Menschen leicht gemacht. Wie schafft man es, dass Menschen nicht mehr über Sinn und Zweck des Daseins und über ihr Leben nachdenken? Man beschäftigt sie mit sinnlosen, zeitverschwendenden Spielen, welche die Menschen in jeder freien Sekunde in einer virtuelle Welt fesseln (im wahrsten Sinne des Wortes). Wer weckt uns aus dieser Matrix? Wann entdecken wir, dass wir die Karotte vor unserer Nase nie erreichen..??
Schöner vergleich mit dem ich mich anfreubnden kann! Aber dennoch kann ich nicht erkennen, was an spielen an sich falsch sein soll, Sie haben doch sicher als Kind auch gespielt - nur halt etwas anderes. Ich behaupte einfach mal, dass Sie sicher auch nicht dressiert wurden.
Baustellenliebhaber 14.07.2014
5. Ein Virus als Spiel getarnt.....
was für ein Dreck.....
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