Instagram-Funktion Stories Facebook bedient sich bei Snapchat

Snapchat hatte gute Ideen, jetzt hat Instagram fast die gleichen: Facebooks Foto-App bietet nun eine Funktion namens Stories - mit verschwindenden Inhalten. Und neue Kreativwerkzeuge gibt es auch.

Stories-Funktion von Instagram
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Stories-Funktion von Instagram


Die Foto-App Instagram hat ihr Angebot um eine Funktion namens Stories erweitert, die an das Konkurrenzprodukt Snapchat erinnert - nicht nur vom Namen her. Nutzer können dabei Fotos und Videos für eine Slideshow zusammenstellen, teilte das Unternehmen Dienstag in einem Blogeintrag mit. Die Inhalte würden nach 24 Stunden gelöscht.

Durch verschiedene Werkzeugeinstellungen können die Bilder kreativ bearbeitet und etwa mit Schriftzügen, bunten Herzen oder witzigen Sprechblasen ergänzt werden. Instagram gehört zu Facebook und hat derzeit mehr als 500 Millionen Nutzer.

Die neue Funktion scheint aktuell noch nicht überall verfügbar zu sein, Stories soll in den kommenden Wochen ausgerollt werden. Bei akutem Interesse an der Neuerung sollte man versuchen, seine App über Apples App Store beziehungsweise über Google Play selbst zu updaten.

Klingt alles nach Snapchat

Der Instagram-Konkurrent Snapchat ist mit seinen von allein verschwindenden Bildern populär geworden. Und auch bei Snapchat gibt es einen Bereich namens Stories, in dem veröffentlichte Inhalte 24 Stunden lang sichtbar bleiben.

Snapchat ist - auch wegen der Möglichkeit der lustigen Bildbearbeitung - besonders bei jüngeren Leuten populär und kommt laut einem kürzlich veröffentlichten "Bloomberg"-Bericht auf 150 Millionen Nutzer täglich. Snapchat hatte im Juli eine Option eingeführt, die es leichter macht, Inhalte längerfristig zu speichern.

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Anleitung in Bildern: So funktioniert Snapchat

Bei Facebook blieb der erste große Versuch, Snapchat mit Slingshot eine eigene App für verschwindende Inhalte entgegenzusetzen, erfolglos, das Produkt wurde wieder eingestellt.

Ende 2015 testete Facebook in seiner Chat-App Messenger die Option, Beiträge nach einer bestimmten Zeit verschwinden zu lassen - allerdings nur in Frankreich. Damals hieß es von Facebook, man wolle die Funktion bei einem Erfolg dort wahrscheinlich auch in anderen Ländern einführen.

mbö/Reuters/dpa/AP



insgesamt 4 Beiträge
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rolfmueller 03.08.2016
1. Oft ohne mich
Da wird manches an mir vorbei gehen. Ich schaffe es nicht immer innerhalb von 24 Stunden zu meinem Facebook-Account, und dann alle "Stories" gleich anzuschauen, fehlt mir oft auch die Zeit.
micpri 03.08.2016
2. das ganze...
geht an mir vorbei. ich bin weder bei gesichtsbuch noch sonst in solchen netzwerken. an meinem leben muss nicht die ganze welt teilnehmen. und wenn ich das so höre, was 11 jährige dort so an bildern zeigen, sollte man sich fragen wo das ganze endet. unserer 11 jährigen tochter haben wir solche netzwerke verboten nachdem wir das zuvor bei der älteren falsch gemacht haben. wobei die ältere inzwischen von allein drauf gekommen ist, dass es ein leben außerhalb der netze und des www gibt.
roughneckgermany 03.08.2016
3. Micpri
Ob ein Verbot der richtige Weg ist, halte ich für fragwürdig. Richtiger ist der verantwortungsvolle Umgang kontrolliert durch Aufsichtspersonen. Z. B. täglich oder auch wöchentlich ein Zeitlimit, gepaart mit der Bewusstseinsschaffung für Umgang mit sensiblen persönlichen Infos.
5gum 03.08.2016
4. Sinnlos
Bis jetzt haben 90% der Stories auf Instagram den Inhalt "Warum gibts das jetzt auch noch hier? Sinnlos" oder auch "Snapchat 2.0". Und da gebe ich den Nutzern recht. Die meisten Menschen, die Instagram aktiv nutzen, dürften genauso Snapchat nutzen. Und dort gibt es die gleiche Funktion, nur viel ausgereifter und populärer.
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