Foto- und Videonetzwerk Instagram erlaubt Nutzern den Daten-Download

Nach Facebook ermöglicht nun auch die Tochterfirma Instagram ihren Mitgliedern den Download persönlicher Daten. Wir erklären, wie man an seine Bilder, Fotos und weitere Infos herankommt.

Instagram-Logo
Getty Images

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Mitglieder des Foto- und Videonetzwerks Instagram können ab sofort alle dort von ihnen und über sie gespeicherten Daten herunterladen. Die Facebook-Tochter reagiert damit auf die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die in der Europäischen Union ab dem 25. Mai zur Anwendung kommt. Zuerst hatte die Nachrichtenseite "Techcrunch" über die neue Funktion berichtet.

Hintergrund ist die von der DSGVO vorgesehene Möglichkeit der Datenportabilität. Diese sieht vor, dass Anwendern die Option angeboten werden muss, ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen mitzunehmen. Die Voraussetzung dafür ist in der Regel, eine Download-Funktion anzubieten. Facebook bietet das schon seit Jahren an, für Instagram ist es neu.

Auf Anfrage von "Techcrunch" hat ein Instagram-Sprecher erklärt, die Funktion stehe ab sofort für alle Instagram-Nutzer über die Webseite des Angebots zur Verfügung. In den Apps für Android und iOS werde sie erst nach und nach erscheinen. Bei einem kurzen Test in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE konnten wir sie zwar bereits in einer iOS-App, nicht jedoch auf Android finden. Vorläufig bliebt also der Download über einen Computer das Mittel der Wahl. Wie das funktioniert erklären wir in der folgenden Bilderstrecke:

Ohnehin bietet sich der Download auf einen Desktop- oder Mobilcomputer an, da der Umfang der heruntergeladenen Daten je nach Nutzungsintensität von Instagram sehr groß sein kann und weil die Daten in einer komprimierten Zip-Datei geliefert werden, die auf Mobilgeräten in der Regel nur mit speziellen Apps geöffnet werden kann.

Laut Instagram enthält der Download neben den vom Nutzer hochgeladenen Fotos und Videos auch alle nach Dezember 2017 archivierten Stories sowie Profildaten, Kommentare, Direktnachrichten, eine Liste der Follower und Suchanfragen, Likes sowie die Einstellungen des jeweiligen Nutzers.

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Instagram selbst weist, wohl eine rege Nachfrage nach der neuen Funktion erwartend, darauf hin, dass es nach einer entsprechenden Anfrage bis zu 48 Stunden dauern kann, bis der Nutzerdaten zum Download bereitstehen. Bei einem Selbstversuch in der Redaktion erreichte uns eine E-Mail mit dem Hinweis, dass das Datenpaket nun bereitstünde, allerdings bereits wenige Minuten nach der entsprechenden Anfrage.

mak

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