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Fotonetzwerk: Instagram will Nachrichtenmedium werden

Instagram-App: Künftig mehr Live-Feeling Zur Großansicht
AFP

Instagram-App: Künftig mehr Live-Feeling

Instagram will Smartphonefotos zur Nachrichtenquelle machen. Neue Funktionen sollen es Nutzern ermöglichen, gezielt nach Bildern aktueller Ereignisse zu suchen. Die Idee ähnelt einem Projekt von Twitter.

Facebooks Fotoplattform Instagram will nicht mehr nur unterhaltsam sein. Am Dienstag kündigte das Unternehmen neue Funktionen an, die es zu einer Art Live-Nachrichtenmedium machen sollen. Zunächst nur in den USA können Nutzer eine erweiterte Suchfunktion verwenden, mit der sie nach Bildern von bestimmten Orten oder nach bestimmten Hashtags, also Schlagworten, suchen können.

Dies könnten Ereignisse wie die Überschwemmungen in Houston oder ein Konzert von Taylor Swift sein, sagte Instagram-Gründer Kevin Systrom dem "Wall Street Journal" am Dienstag.

Die Menschen seien begierig danach zu erfahren, was gerade in der Welt passiere, sagte Systrom weiter. "Wir alle in sozialen Medien und klassischen Medien stehen im Wettbewerb, die Lücke zwischen dem, was in der Welt geschieht und dem, was man darüber weiß, zu schließen."

Instagram ist dafür seiner Meinung nach gut geeignet. Im Netzwerk werden laut Systrom rund 70 Millionen Bilder pro Tag hochgeladen. So könne man ferne Ereignisse quasi durch die Fotos, die vor Ort mit Smartphones gemacht werden, selbst miterleben, jubilierte der Manager.

Soziale Netzwerke wollen aktueller werden

Instagram und Facebook greifen mit dem neuen Angebot auch Twitter an, das längst als schneller Verbreitungsweg für aktuelle Nachrichten gilt. Twitter hat allerdings Probleme, diese bei Journalisten beliebte Rolle an eine breitere Nutzerschaft zu bringen und in Gewinne umzumünzen - und plant ebenfalls eine News-Offensive.

Im "Project Lightning" (Projekt Blitz) sollen Twitter-Nachrichten zu wichtigen aktuellen Ereignissen redaktionell gebündelt und zusammen mit Bildern und Videos präsentiert werden. Das kommende Angebot soll offenbar massiv von den Live-Videos profitieren, die Anwender mit der Videostreaming-App Periscope aufzeichnen. Gerade erst wurde bekannt gegeben, dass solche Videos künftig bis zu 24 Stunden lang im Netz abgerufen werden können.

Twitter hatte das Start-up Periscope im März für knapp 100 Millionen Dollar übernommen. Facebook war die Übernahme von Instagram sogar eine Milliarde Dollar wert.

mak/dpa

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