App-Empfehlungen: Augen retten, Würste stapeln, Termine machen

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Aliens niedermetzeln, ein unheimliches Auge aus Gefangenschaft retten und Passanten Hot Dogs auf den Kopf legen: Wir stellen drei iPhone-Spiele vor, die sich verrückt anhören, aber viel Spaß machen. Außerdem: Eine nützliche Kalender-App und tolle Foto-Filter.

Rätselspiel: "Freeze!" - die Flucht

Bei diesem Spiel geht es darum, ein Auge zu retten. Ein einzelnes. Man lässt es zu einem Ausgang kullern, in dem man die Spielwelt selbst nach links oder rechts dreht. Doch Vorsicht: Der Kontakt mit spitzen Dornen, anderen Kugelwesen oder Energiestrahlen muss dabei dringend vermieden, sonst zerplatzt der Augapfel-Avatar.

Das ist gar nicht so einfach und erfordert neben ein wenig Rätselraten vor allem sehr viel Geschicklichkeit. In einigen Leveln kann die Gravitation mit einem "Freeze"-Button angehalten werden. Das Auge steht dann still, die Spielwelt lässt sich in die gewünschte Position drehen. Aktiviert man die Gravitation dann wieder, fällt das Auge in die gewünschte Richtung.

"Freeze!" macht Spaß, die liebevoll gestaltete, ganz in schwarzweiß gehaltene Grafik ist eine willkommene Ablenkung zu den zahllosen quietschbunten Spiele-Apps. Die erste Spielwelt mit 25 Leveln kostet 0,89 Euro, eine zweite Welt mit nochmal so vielen Level gibt es für weitere 0,89 Euro. Freeze! gibt es auch für Android.

Und ja, auch Level 13 lässt sich lösen. Es könnte allerdings ein paar Anläufe brauchen.

Stapelspaß: "Heads Up!"

Jaulender 8-Bit-Sound, neonfarbene Klötzchengrafik: "Heads Up!" ist ein großer Retro-Spaß mit einem reichlich absurden Thema: Es geht darum, Passanten in Bewegung Hot Dogs auf den Kopf zu legen. Liegen die Wurstbrötchen auf dem Boden, zerplatzen sie nach drei Sekunden. Passiert das zu oft, heißt es: Game Over. Seltsamerweise ist das durchaus unterhaltsam - wenn man die Geräuschkulisse erträgt.

Was einfach beginnt, wird zunehmend schwerer: Polizisten schießen auf Hot Dogs, die Passenten bewegen sich schneller, Hunde fressen die Hot Dogs weg, bevor man sie aufnehmen kann. Sieben Spielwelten gilt es zu meistern, darunter Philadelphia, Chicago und London. kostet 0,89 Euro.

Blutige Alienschlacht: "Monster Shooter"

Fast schon ein Klassiker: Das vor ziemlich genau einem Jahr veröffentliche "Monster Shooter" gibt es nun auch für das iPhone 5 optimiert. Ansonsten ist alles wie immer - ein kleines Pixelmännchen muss Aliens niedermähen, gesteuert wird mit den beiden Daumen. Das Alienblut spritzt dabei nur so, aber die außerirdischen Besucher haben schließlich angefangen. Sie haben sich als Viehdiebe betätigt und dann auch noch die Hauskatze entführt. Das geht natürlich nicht.

Das Zielen auf die Monster kann man entweder selbst übernehmen, oder, was das Spiel fast schon zu einfach macht, automatisieren lassen. Mit dem rechten Daumen betätigt man dann nur noch den Abzug. Während der Spielrunden sammelt man Spielgeld, sogenanntes Monster Cash ein, das man gegen bessere Ausrüstung eintauschen kann.

Allerdings reicht das Geld hinten und vorne nicht für die schicken Monster-Blaster. Der Spieler soll das für die Upgrades benötigte Spielgeld am besten gegen echte Euro erwerben. Monster Cash lässt sich auch verdienen, wenn man etwa weitere beworbene Apps herunterlädt oder Konten bei diversen Diensten eröffnet. Die kostenlose App ist außerdem mit allerlei Werbung zugepflastert. "Monster Shooter" ist im Kern ein Potpourri digitaler Geschäftsmodelle. Wer sich davon nicht stören lässt, kann mit Monster Shooter viel Spaß haben.

Filter, Effekte, Formate: KitCam

Wirklich, noch so eine Foto-App? Aber ja. KitCam vereint nützliche Effekte und Werkzeuge in einer Anwendung. So lassen sich verschiedene Bildformate einstellen, dazu Farb- und Schärfeeffekte. Die Filter werden als Live-Vorschau angezeigt, auf das komplette Bild werden sie nachträglich berechnet, lassen sich also auch wieder rückgängig machen oder ändern.

Beim Fotografieren lassen sich Fokus- und Belichtungspunkt separat einstellen. Nachträglich lassen sich zum Beispiel für die Farbkanäle Tonwertkorrekturen durchführen. Die Fotos werden automatisch in der iCloud gespeichert, lassen sich außerdem an verschiedene Dienste wie Flickr oder Twitter durchreichen.

KitCam ist gewissermaßen Hipstamatic für Fortgeschrittene und kostet 1,79 Euro. Weitere Foto-Filter lassen in der App dazukaufen - aber im Gegensatz zu einigen anderen Apps sind hier standardmäßig schon viele, gute Filter enthalten (um genau zu sein 13 "Objektive", 30 Sorten "Film" und 18 Rahmen-Effekte).

Ein Kalender, wie er sein soll: Fantastical

In diesen Kalender lassen sich Termine mit einfachen Sätzen eintragen. Man tippt zum Beispiel "Montag 14 Uhr Friseur", und die App trägt automatisch am Montag um 14 Uhr einen Termin ein - fertig. Das geht auch mit dem Sprachassistenten Siri nicht besser. Aktuell anstehende Termine zeigt Fantastical in einer Liste an.

Fantastical greift dabei auf die Kalender zu, die man mit dem iPhone ohnehin schon nutzt, etwa den in der iCloud oder einen Google-Kalender. Hat man ein iPhone mit aktuellem Betriebssystem mit Facebook verbunden, werden die Geburstage von Freunden als eigener Kalender angezeigt.

Ursprünglich war Fantastical eine App für Mac-Rechner. Die iPhone-Version hat ein paar Nachteile. So lässt sich Fantastical nicht als Standard-Kalender einstellen, stellt man Terminerinnerungen ein, führen diese auf den eingebauten Apple-Kalender. Ebenso fehlt die aus der Mac-Version bekannte Funktion, mit der sich Personen zu Terminen einladen lassen. Fantastical gibt es derzeit noch zum Einführungspreis von 1,79 Euro.

Außerdem

Das bereits vorgestellte Spiel "Letterpress" hat Gesellschaft bekommen: Solver, Auflöster, heißt nur eine von mehreren Schummel-Apps. Solver zeigt mit Hilfe eines Screenshots einer "Letterpress"-Partie alle möglichen Wörter an. Das ist unfair und kostet 1,79 Euro, eine Vorschauversion gibt es kostenlos.

Sie haben eine App-Empfehlung? Schreiben Sie uns, bitte unbedingt mit "App" in der Betreffzeile. Natürlich stellen wir auch Android- und Windows-Apps vor.

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insgesamt 3 Beiträge
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1. ich habe keinen iPhone mehr Und
dalethewhale 03.12.2012
will auch nie wieder einen haben. Weiß Der Spiegel das es sich andere Smartphones gibt ?
2.
tolle_Sache 03.12.2012
Zitat von dalethewhalewill auch nie wieder einen haben. Weiß Der Spiegel das es sich andere Smartphones gibt ?
Stellt sich die Frage, ob es für die Berichterstattung des Spiegel relevant ist, ob Sie ein iPhone besitzen oder nicht. ;-) Ergibt sich aus der Tatsache, dass es noch andere Smartphones außer dem iPhone gibt, dass automatisch nicht mehr über Apps für das iPhone berichtet werden darf? Die eingeschränkte Weltsicht mancher Menschen ist schon bemerkenswert.
3. Bitte nicht mehr berichten
herr minister 03.12.2012
Zitat von dalethewhalewill auch nie wieder einen haben. Weiß Der Spiegel das es sich andere Smartphones gibt ?
Habe keinen BMW und will nie wieder eine haben. HARHARHAR! Ich bitte SPON und Spiegel in Zukunft die Berichterstattung über Herrn Apple zu unterlassen. Ausserdem interessiere mich mich nicht für Pferde, Jamaika, FDP, Windows, Gerhard Richter....
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