Mobiler Flohmarkt: Stuffle
Während sich Ebay immer mehr zum Profi-Marktplatz entwickelt, will Stuffle Menschen aus der näheren Umgebung zum privaten Flohmarkt zusammenbringen. So funktioniert die App: Stuffle zeigt an, was Menschen in der Umgebung loswerden wollen. Das funktioniert über Fotos, die wie bei Pinterest angezeigt werden. Hat man etwas gefunden, kann man mit dem Verkäufer über den Preis verhandeln und ein Treffen ausmachen.
Hat man selbst etwas zu verkaufen, lädt man mit der App ein Foto hoch, verfasst eine maximal 140 Zeichen lange Beschreibung und gibt einen Preis an - fertig. Die im Mai gestartete App wurde nach Angaben der Entwickler bereits 70.000-mal heruntergeladen. Eine Einstellgebühr wird nicht fällig. Später will das Hamburger Start-up mit zusätzlichen Funktionen Geld verdienen, etwa mit prominenteren Anzeigen.
Die App ist kostenlos. Stuffle lässt sich mit einem Facebook-Konto oder einer E-Mail-Adresse nutzen.
Suchtgefährdendes Wortspiel: Letterpress
Aus 25 Buchstaben müssen beim rundenbasierten Spiel Letterpress immer neue englische Wörter kombiniert werden. Seinen Mitspieler findet man über Apples Gamecenter, kann also entweder gegen Freunde antreten oder sich zufällig einen Mitspieler suchen lassen. Hat man einen Buchstaben erfolgreich in ein Wort eingebaut, färbt sich dieser in der Farbe des Spielers ein. Ziel des Spiel ist es, möglichst viele Buchstaben zu sammeln. Der Gegner jagt einem die eingefärbten Buchstaben ab, in dem er sie in seine eigenen Wörter einbaut.
Das funktioniert aber nur mit Buchstaben, die blass eingefärbt sind. Sind Buchstaben von mehreren in einer Farbe eingefärbten Feldern umgeben, lassen sich diese zwar benutzen, verändern aber nicht ihre Farbe. Das an Scrabble erinnernde Spielprinzip ist schnell gelernt - danach muss man aufpassen, dass man mit dem sehr eleganten Letterpress nicht versehentlich mehrere Stunden am Stück zubringt.
Die Basisversion ist kostenlos. Für 0,89 Euro lässt sich Letterpress aufrüsten, es lassen sich dann zum Beispiel mehrere Spiele gleichzeitig spielen. Für iPhone und iPad ab iOS 5.
Musik kostenlos: Indie Shuffle
Indie Shuffle ist ein hippes Musikblog aus San Francisco, das vor drei Jahren von einem Google-Mitarbeiter gegründet wurde. Jeden Tag werden dort neue Songs vorgestellt, der Name verrät schon die Stilrichtung: Independent, ob nun Rock, Electronic, HipHop oder Folk, Blogs wie Pitchfork und Stereogum lassen grüßen. Mit einem Klick lassen sich die Stücke auf Indie Shuffle sofort und kostenlos anhören - so lässt sich hervorragend neue Musik entdecken. In kurzen Texten erklärt die Redaktion, was an den Stücken denn nun so bemerkenswert ist.
Da bietet sich eine App geradezu an. Die ebenfalls kostenlose Indie-Shuffle-App spielt, genau wie der Player auf der Website, entweder bestimmte Genres, Neuigkeiten, angesagte Stücke oder eine zufällige Auswahl ab. Das funktioniert auf dem iPhone so, wie es soll: Die Musik läuft auch dann weiter, wenn man das Telefon wieder in die Hosentasche steckt oder eine andere App benutzt. Nutzt man Indie Shuffle als Radio für unterwegs, sollte man allerdings eine passende Datenflatrate haben.
Indie Shuffle ist kostenlos im App-Store verfügbar.
Elegante Aufgabenliste: Clear
Ohne viel Firlefanz, dafür umso eleganter: Mit Clear lassen sich einfache Aufgabenlisten erstellen und verwalten. Die Bedienung erfolgt über Gesten, Einträge können so schnell umsortiert, abgehakt oder gelöscht werden. Zieht man die Aufgabenliste nach unten, klappt oben ein neuer Eintrag aus, gleichzeitig wird die Tastatur eingeblendet. Clear funktioniert schnell und einfach, verzichtet aber auf ausgefeiltere Funktionen wie etwa Zeitfenster und Teameinladungen.
Für die kommende Woche ist allerdings ein kostenloses Update angekündigt, das die Clear-Listen in die iCloud verlegt. Außerdem soll eine App für Mac-Rechner veröffentlicht werden, so dass sich die Cloud-Listen von iOS und Mac OS gleichermaßen aufrufen lassen. Die iCloud-Synchronisierung setzt die aktuellen Betriebssysteme iOS 6 und Mac OS 10.8 voraus. Eine Windows-Anbindung existiert derzeit nicht. Clear kostet 1,79 Euro im App-Store.
Verabredungsverspätungsmanager: Ding Dong
Ein Klingelbutton, mehr nicht: Mit der App Ding Dong kann man Freunden mitteilen, wo man sich gerade aufhält. Die bekommen, die App vorausgesetzt, eine Push-Notification angezeigt. Nimmt man das Klingeln an, gelangt man zu einer Karte, sieht den Standort und kann mit dem eigenen Aufenthaltsort antworten. So ganz ohne zusätzliche Messenger-App könnte es allerdings schwer werden. Hat man etwa mit Hilfe von Ding Dong festgestellt, dass man sich in der Nähe aufhält, ist immer noch nicht gesagt, wo man sich denn nun genau trifft. Die App ist kostenlos.
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