Apple Maps Navi schickt Autofahrer auf Rollfeld

Man sollte seinem Navigationsgerät nicht blind vertrauen: An einem Flughafen in Alaska hat der Kartendienst Apple Maps seine Nutzer offenbar zur Rollbahn statt zum Passagierterminal gelotst. Manche Autofahrer folgten dem Routenvorschlag tatsächlich.

Apple Maps, Flughafen Fairbanks: Autofahrer auf Rollfeld gelotst

Apple Maps, Flughafen Fairbanks: Autofahrer auf Rollfeld gelotst


Fairbanks - "Diese Leute sind an mehreren Schildern vorbeigefahren. Sogar durch ein Tor", zitiert die Online-Zeitung "Alaska Dispatch" eine leitende Flughafenangestellte. "Trotzdem wurde ihnen offensichtlich nicht klar, dass sie etwas Unangebrachtes taten." Laut dem Zeitungsbericht ging es um zwei Autofahrer, beide waren ortsfremd. Auf dem Weg zum Flughafen Fairbanks hatten sie sich auf die Turn-by-Turn-Navigation von Apple Maps verlassen, dem Kartendienst ihres iPhones. Über einen Zufahrtsweg, der ausschließlich für Luftfahrtpersonal gedacht ist, lotste der Dienst die Fahrer bis auf eine Rollbahn, den "Taxiway Bravo". Rollbahnen sind die Verbindungswege zwischen Start- und Landebahnen.

Daran, dass die Fahrer von der Rollbahn aus auch noch eine Start- und Landebahn überquert hätten, sei der Dienst nicht schuld, heißt es im Artikel weiter. Die Reaktion sei aber naheliegend: Erreicht der Fahrer die Rollbahn, kann er auf der anderen Flughafenseite bereits das Passagierterminal sehen. In den vergangenen drei Wochen versuchten zwei Autofahrer, auf diesem Weg das Terminal zu erreichen.

Vorschlag: Fairbanks erst einmal komplett deaktivieren

Zum ersten Zwischenfall war es am 6. September gekommen, die Flughafen-Verantwortlichen hatten sich anschließend bei Apple beschwert. Um der Sicherheit willen hatten sie sogar vorgeschlagen, die Online-Karte für Fairbanks sicherheitshalber vorerst komplett zu deaktivieren. Umgesetzt wurde diese Idee nicht. Am 20. September fuhr dann ein zweiter Fahrer über die Start- und Landebahn. Zu Schaden kam bei beiden Vorfällen niemand.

Als Konsequenz aus den Ereignissen hat das Flughafenpersonal die betreffende Zufahrt zur Rollbahn sperren lassen, außerdem wurden die Piloten zu besonderer Wachsamkeit aufgefordert. Die Barrieren sollen bleiben, bis Apple seine Routeninfos ausgebessert hat. Das Unternehmen wollte dies bis zum gestrigen Mittwoch tun. Tatsächlich wird einem derzeit eine Fehlermeldung angezeigt, wenn man sich von einem Apple-Handy den Weg zum Flughafen Fairbanks anzeigen lassen will.

Apple ist bereits mehrfach mit seinen Online-Karten in die Schlagzeilen geraten. Im Dezember hatte die australische Polizei sogar vor "lebensbedrohlichen" Folgen fehlerhafter Navigation gewarnt, nachdem Autofahrer nicht wie gewünscht in der Stadt Mildura, sondern in einem Nationalpark gelandet waren. Die Nutzer der Apple-Karte hatten sich anscheinend nicht daran gestört, dass Mildura in der App nur ein Punkt im Nichts war. Gefährlich war die Fehlleitung deshalb, weil der angegebene Punkt mitten in einer zeitweise sehr heißen, sehr abgelegenen Gegend liegt. Weil es dort keine Wasserversorgung gibt, hätten nicht entsprechend ausgerüstete Autofahrer schlimmstenfalls ums Leben kommen können, warnten die Behörden damals.

mbö



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insgesamt 53 Beiträge
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mucja 26.09.2013
1. Die Amis...
...sind so bl.... Jeder Europäer hätte angehalten... Ähnlich bei den Toyotaunfällen: Kein Europäer ist ums Leben gekommen...
superfunk3000 26.09.2013
2. klasse artikel ...
… der absolute hammer!
cor 26.09.2013
3. Wuff!
Da ist er ja schon, der nächste Knochen für die Apple-Basher.
medicus22 26.09.2013
4. fake
Das riecht ja wieder nach einem Fake...Allerdings sollte jedem die Fahrerlaubniss entzogen werden, der aufs Navi blind vertraut. Fahrtauglichkeitsprüfung ist da dringend angeraten. Wie kann man seinem Navi hörig sein? Lieber aus dem Verkehr ziehen, dort ist es schon gefährlich genug.
DonG 26.09.2013
5. Die Frage ist doch vielmehr
wieso die Leute an allen Sicherheitskontrollen vorbei auf den Flughafen gelangen konnten? Das Apple Maps den Fahrer hier falsch leiten ist dabei erst einmal zweitrangig. Diese naheliegende Frage stellt der Autor des Artikels aber natürlich nicht.
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