iPhone-Spiel "Dots": Vier gewinnt
Einfach, aber gar nicht so einfach: Beim kostenlosen iPhone-Spiel "Dots" geht es darum, möglichst viele Spielsteine verschwinden zu lassen. Gerade weil es so simpel ist, kann dieses Spiel süchtig machen.
Die New Yorker Firma Betaworks hat es sich zum Ziel gemacht, funktionierende Internet-Unternehmen zu produzieren. Der Linkverkürzer Bitly gehört dazu, die Nachrichtenseite Digg, der Später-Lesedienst Instapaper und Chartbeat, ein Analysewerkzeug für Websites. Gerade arbeiten die Entwickler mit Hochdruck an einem Ersatz für den Google Reader, der demnächst eingestellt wird.
Als wäre Betaworks nicht genug damit beschäftigt, mit seinen Diensten das Internet-Nachrichtengeschäft grundlegend zu verändern, gehört seit jetzt auch ein iPhone-Spiel zum Portfolio. Mit Unterstützung von Betaworks hat der Designer Patrick Moberg "Dots" entwickelt. Das kostenlose Spiel dürfte nun dafür sorgen, das in anderen Unternehmen wertvolle Stunden Arbeitszeit verloren gehen - denn das auf den ersten Blick einfache Kombinationsspiel kann süchtig machen.
Bei "Dots" verbindet man auf einem Spielfeld gleichfarbige Punkte, die daraufhin verschwinden, so dass von oben neue bunte Punkte in das Spielfeld fallen können. Eine Partie dauert eine Minute. Das war es fast schon. Verbindet man vier Punkte, die ein Quadrat bilden, verschwinden alle Punkte dieser Farbe aus dem Spielfeld. Das erhöht den Spielstand und gleichzeitig die Chance, dass Punkte einer anderen Farbe ein Quadrat bilden. Viele Quadrate lassen viele Punkte verschwinden: Vier gewinnt.
Fingernägel, Geld und Stylus
Ein wenig nachhelfen kann man dann doch: Mit den Punkten, die man mit dem Punkte-Zerstören sammelt, kann man drei Extras kaufen. "Time Stops" verlängern eine Partie einmalig um fünf Sekunden, "Shrinkers" lassen einen beliebigen Stein verschwinden, "Expanders" lassen alle Punkte einer Farbe verschwinden. Wer die dafür nötigen Punkte nicht erst sammeln will, kann sich die Extras in der App auch kaufen.
Mit seinem zurückgenommenen Design erinnert die App ein wenig an "Letterpress", ein ebenso süchtig machendes Wortespiel. Zwei Dinge fehlen "Dots" dann aber doch: Zum einen kann man nicht gegen seine Freunde antreten, es gibt nur einen globalen Highscore. Dafür lassen sich Ergebnisse über Twitter und Facebook in die Welt posaunen - wer's braucht.
Die extrem hohen Highscores, der Rekord liegt aktuell bei 799, kommen wohl nur mit weiteren Tricks zustande: Spielt man das für iPhones optimierte Spiel auf einem iPad, wird das Spielfeld größer angezeigt - so soll man schneller die richtigen Punkte treffen können. Andere Nutzer berichten von einem Stylus oder raten mindestens zum Einsatz von Fingernägeln bei der Bedienung.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
- Angetippt: Fünf App-Empfehlungen fürs iPhone (01.11.2012)
für die Inhalte externer Internetseiten.
- Christian Stöcker:

Spielmacher
Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.
Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.Kindle Edition: 1,99 Euro.
- Einfach und bequem: Direkt bei Amazon bestellen.
MEHR AUS DEM RESSORT NETZWELT
-
Best of Web
Netz-Fundstücke: Was Sie im Internet unbedingt sehen müssen -
Silberscheiben
Das lohnt sich: Die besten CD- und DVD-Schnäppchen -
Bilderwelten
Bessere Fotos: So holen Sie ganz einfach mehr aus Ihren Bildern raus -
Angefasst
Gadget-Check: Handys und anderes Spielzeug in Matthias Kremps Praxistest -
Angespielt
Game-Tipps: Spiele für Computer und Konsole im SPIEGEL-ONLINE-Test


