Konklave: Die besten Apps zur Papstwahl

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"Adopt a Cardinal": Auf dieser Website kann man einen Kardinal für seine Gebete wählen Zur Großansicht

"Adopt a Cardinal": Auf dieser Website kann man einen Kardinal für seine Gebete wählen

Wer wird der neue Papst? Welchen Namen könnte er sich geben? Apps und Websites präsentieren gesammelte Informationen und nicht ganz ernstgemeinte Spielereien zur Papstwahl - die besten Angebote im Überblick.

Altpapst Benedikt XVI. sitzt in Castel Gandolfo, im Vatikan haben die Zimmerleute die Sixtinische Kapelle in ein heiliges Wahllokal verwandelt. Es bleibt nur die Frage, wer wird der neue Papst? Wer nicht auf jahrhundertealte Weissagungen vertrauen will, kann da zu moderneren Mitteln greifen.

Zum Beispiel die Papswahl-App Conclave des Bibel-Softwareanbieters Logos. Das englischsprachige Programm, das als iPhone-/iPad-App und als Android-Anwendung zu haben ist, unterhält den informationshungrigen Katholiken mit allerlei Infohäppchen, bis der weiße Rauch aufsteigt.

Die Conclave-App zeigt eine Reihe von Quellen im Überblick. Mit einem Klick landet der Betrachter beim YouTube-Kanal des Vatikanfernsehens CTV, das sich mit Bildern aus der Sixtinischen Kapelle und dem Vatikan meldet. Die Option "News" führt zu einer Reihe katholischer Zeitungen und Nachrichtenangebote. Wer wissen will, wer unter den 115 Kardinälen papabile, also papstfähig ist, wird zu den Lebensläufen aller Eminenzen auf dem Internetauftritt des Heiligen Stuhls weitergeleitet.

Die Papstwähler werden zudem in einem Ranking aufgelistet, das den Einfluss laut bislang bekannten Gerüchten wiedergeben soll. Ein weiterer Link führt zu einem Twitter-Feed, der sämtliche Tweets auflistet, die unter den Hashtags #pope und #conclave abgesetzt werden. Für Geschichts- und Statistik-Fans gibt es dann noch eine komplette Konklave-Liste aller Papstwahlen seit dem 11. Jahrhundert.

Es kann nur einen geben

Nicht ganz so ernsthaft kommt der ebenfalls in Englisch gehaltene "Pope-u-lator - Es kann nur einen geben" daher. Die Macher haben jeden der 115 Kardinäle nach verschiedenen Kriterien erfasst. Neben der Klärung des Geheimnisses, wer der nächste Pontifex werden könnte, wird dem Besucher der Seite außerdem enthüllt, welchen Namen er sich geben wird. Die erste Option gibt dem Websurfer verschiedene Fragen wie zum Beispiel die, ob der Nachfolger Benedikts Italiener sein soll oder lieber nicht, welches Alter er haben, oder ob er als medienaffiner Charismatiker, schlauer Theologe oder findiger Bürokrat auftreten wird. Je nach individueller Gewichtung wird dann der passende Papst präsentiert.

Der erste programmatische Schritt des frischgewählten Stellvertreters Christi ist die Wahl des Namens. Beim "Name-U-Lator" kann der Besucher dann noch unter anderem wählen, ob der Name traditionell, modern oder einfach nur lustig klingen soll. Die Seite stellten laut Impressum bereits 2005 "Katholiken mit Sinn für Humor" online.

Adoptiere einen Kardinal

Aus Deutschland kommt eine Initiative, die die Sorge um die Zukunft der Kirche ganz ernst nimmt. Die Webseite "Adopt a Cardinal" (Adoptiere einen Kardinal) bietet gläubigen Interessierten die Möglichkeit, die Wahl eines geeigneten Kandidaten im Gebet zu unterstützen. Dafür erhält jeder Interessent nach Registrierung per Zufallsgenerator den Namen eines Kardinals zugewiesen, für den es bis zur Wahl des neuen Pontifex um Erleuchtung zu beten gilt. Für die Idee zeichnet die katholische Neu-Evangelisierungsaktion "Jugend 2000" verantwortlich. Bis zum Montag morgen erreichte die Seite nach eigenen Angaben an die 450.000 Teilnehmer.

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insgesamt 13 Beiträge
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1. macht mich zum papst
Malshandir 11.03.2013
Macht mich zum Papst und ich reformiere die Kirche, bekämpfe Korruption und bringe die Kirche zurück zu ihren Aufgaben. Erster Schritt wird die Einführung von echten Wahlen sein durch die Gläubigen. Sprich die Vertreter werden gewählt. Vergleichbar dem EU-Parlament wirfd es vertreter je Land geben. Kardinäle sind dann nur noch vergleichbar mit Managern und dan den Willen der Gläubigen gebunden. Daneben wird strickt getrennt von der Kirche als Verein und der Kirche als Unternehmen. Und als wichtiger Schritt um Leute zu konvrtieren, werden 1000 anstatt der 99 Jungfrauen im Islam versprochen.
2.
gog-magog 11.03.2013
Zitat von MalshandirMacht mich zum Papst und ich reformiere die Kirche, bekämpfe Korruption und bringe die Kirche zurück zu ihren Aufgaben. Erster Schritt wird die Einführung von echten Wahlen sein durch die Gläubigen. Sprich die Vertreter werden gewählt. Vergleichbar dem EU-Parlament wirfd es vertreter je Land geben. Kardinäle sind dann nur noch vergleichbar mit Managern und dan den Willen der Gläubigen gebunden. Daneben wird strickt getrennt von der Kirche als Verein und der Kirche als Unternehmen. Und als wichtiger Schritt um Leute zu konvrtieren, werden 1000 anstatt der 99 Jungfrauen im Islam versprochen.
Sie wollen uns wohl jeden Spaß nehmen, was? Nö, nö, wir brauchen einen möglichst radikalen und weltfremden neuen Papst, sonst macht's doch keinen Spaß.
3. Warum eigentlich kein Gottesurteil?
vhe 11.03.2013
Man lässt den ganzen Laden im Turnier gegeneinander antreten und wer gewinnt, hat Gott auf seiner Seite. Hat bei Ivanhoe geklappt, sollte daher beim Papst auch hinhauen. Und hätte einen wesentlich höheren Unterhaltungswert.
4. genau
Stabhalter 11.03.2013
Zitat von vheMan lässt den ganzen Laden im Turnier gegeneinander antreten und wer gewinnt, hat Gott auf seiner Seite. Hat bei Ivanhoe geklappt, sollte daher beim Papst auch hinhauen. Und hätte einen wesentlich höheren Unterhaltungswert.
das wäre mal was für die gebeutelten Katholiken,die nur im Vorschriftenzwang der Kardinäle und des Pabstes leben müssen. Ja da könnte man sagen Gott hat geholfen,aber gibt es einen Gott und wo wohnt dieser,im Petersdom etwa???
5. Papstwahl
brockmann-1 11.03.2013
Informationen zur papstwahl 2013 auch hier: https://www.facebook.com/Papstwahl2013?ref=hl
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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.


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