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Kopierte Uhr: Apple einigt sich mit Schweizer Bahngesellschaft

Ein bisschen Schweiz in jedem iPad: Das Aussehen der Uhr seines mobilen Betriebssystems hat Apple bei einem prominenten Vorbild abgeguckt - ohne um Erlaubnis zu fragen. Nun darf der Konzern die Bahnhofsuhr ganz offiziell verwenden.

Bahnhofsuhr: Schweizer Designklassiker als App Fotos
DPA

Apple darf das Design der Schweizer Bahnhofsuhren weiter auf seinen iPads und iPhones verwenden. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Konzern haben eine Lizenzvereinbarung getroffen, teilten die SBB mit. Über die Höhe der Gebühr machte das Bahnunternehmen keine Angaben.

Im aktuellen Mobil-Betriebssystem iOS 6 verwendet Apple ein digitales Abbild der Uhr. Um Erlaubnis hatte der Konzern nicht gefragt. Die SBB verlangte daraufhin als Inhaberin der Rechte eine finanzielle Abgeltung. Damals teilten die SBB mit, sie seien stolz, dass das Design "für 80 Millionen iPads" ausgewählt worden sei.

Die vom Schweizer Ingenieur Hans Hilfiker im Jahr 1944 entworfene Bahnhofsuhr gilt als Designklassiker, der unter anderem in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York und des Design Museum in London zu finden ist. Ziffern sind darauf nicht zu finden. 1953 ergänzte Hilfiker die Uhr um den charakteristischen roten Sekundenzeiger. Er erinnert an eine Schaffnerkelle.

Der Uhrenhersteller Mondaine, der seit 1986 die Lizenz zur Produktion von auf dem Designklassiker basierenden Uhren für den Massenmarkt innehat, ist eigenen Angaben zufolge nicht in die Vereinbarung eingebunden. "Als exklusiver Lizenznehmer sind wir überrascht, vom Lizenzabkommen zwischen der SBB und Apple zu hören," sagte Ronnie Bernheim, Mitbesitzer der Firma. Er wollte aber nicht sagen, ob er weitere Maßnahmen ergreifen will.

ore/AFP/dpa/Reuters

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insgesamt 37 Beiträge
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1. Firmenstruktur des 21 Jahrhunderts (GmbH)
vielfeindvielehr 13.10.2012
1 Geschäftsführer, 3 Angestellte Admin., 8 Arbeiter, 25 IT-Fachkräfte (14 davon vorbestraft) und 75 Patentanwälte.
2. Lustige Welt
Stelzi 13.10.2012
Apple klaut ohne zu fragen (und nicht das erste mal), macht die Portokasse auf und die Probleme verschwinden - und keinen kümmerts wirklich. Werden hingegen lächerliche Trivialpatente von Apple, die niemals hätten gewährt werden dürfen, durch dritte verletzt, setzt es Milliardenklagen, einen riesigen Medienbohei und eine beinahe Garantie, dass sich ein Richter oder eine Jury findet, die die Klage durchwinkt. Von den bitterbösen und unverhältnismässigen, sowie heuchlerischen verbalen Vorwürfen des gerade regierenden Königs von Cupertino, ganz zu schweigen.
3.
max-mustermann 13.10.2012
Tja wäre es andersherum gewesen hätte Apple die Bahngesellschaft mit Klagen bis zum abwinken überzogen, schade das die Schweizer den Spieß nicht umgedreht hat ich hätte es Apple gegönnt.
4.
thompson185 13.10.2012
Zitat von StelziApple klaut ohne zu fragen (und nicht das erste mal), macht die Portokasse auf und die Probleme verschwinden - und keinen kümmerts wirklich. Werden hingegen lächerliche Trivialpatente von Apple, die niemals hätten gewährt werden dürfen, durch dritte verletzt, setzt es Milliardenklagen, einen riesigen Medienbohei und eine beinahe Garantie, dass sich ein Richter oder eine Jury findet, die die Klage durchwinkt. Von den bitterbösen und unverhältnismässigen, sowie heuchlerischen verbalen Vorwürfen des gerade regierenden Königs von Cupertino, ganz zu schweigen.
Und somit verhält sich der Konzern auch nicht mehr anders als Microsoft, wenn nicht sogar schlimmer. Die Pest des 21 Jahrhunderts "Apple".
5.
urban4fun 13.10.2012
Zitat von sysopAFPEin bisschen Schweiz in jedem iPad: Das Aussehen der Uhr seines mobilen Betriebssystems hat Apple bei einem prominenten Vorbild abgeguckt - ohne um Erlaubnis zu fragen. Nun darf der Konzern die Bahnhofsuhr ganz offiziell verwenden. http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/kopierte-uhr-app-auf-ipad-apple-einigt-sich-mit-sbb-a-861102.html
Klaro, Apple. Und ihr verklagt Samsung, weil die Koreaner sich vier runde Ecken abgucken... :facepalm:
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