Schreiben am Tablet, Cortana etc. Diese Neuerungen bringt das Windows-10-Update

Das "Anniversary Update" ist die erste große Aktualisierung für Windows 10, ab Dienstag wird es an die Nutzer des Betriebssystems verteilt. Was sich ändert - der Überblick.

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Etwas über ein Jahr ist es her, dass für Microsoft mit Windows 10 ein neues Kapitel seiner Betriebssystemgeschichte begann. Der Softwarekonzern kündigte damals an, Schluss mit neuen Versionsnamen machen zu wollen. Stattdessen sollte es fortan nur noch regelmäßige Updates für Windows 10 geben. Mit dem "Anniversary Update" erscheint am Dienstag, dem 2. August, die erste große Aktualisierung in dieser vermutlich langen Reihe. Das Update wird allerdings nicht für alle Nutzer sofort erhältlich sein, sondern in Schüben verteilt.

Anders als früher müssen sich Nutzer überarbeitete Versionen des Microsoft-Betriebssystems nicht mehr kaufen. Mit regelmäßigen Updates soll Windows 10 immer auf dem neuesten Stand bleiben, Microsoft verspricht dabei mehr Sicherheit und Komfort.

Das "Anniversary Update" wird in der Home-Version automatisch installiert, wenn die Option "Automatisches Update" aktiviert ist. Das ist bei Windows 10 standardmäßig der Fall. Nach Angaben des Konzerns läuft Windows 10 bereits auf mehr als 350 Millionen Geräten weltweit. Um alle Funktionen von Windows 10 nutzen zu können, muss das Betriebssystem bereits jetzt mit einem Account bei Microsoft verbunden werden.

Trotz vieler nützlicher Neuerungen (siehe Fotostrecke) gibt es bereits Kritik an dem ersten Update. So ist der digitale Sprachassistent Cortana, der in der Standardeinstellung massiv Daten der Nutzer sammelt, jetzt tiefer in das Betriebssystem integriert. Durch die Verbindung kann Cortana nicht nur das Web, sondern auch die Nachrichten des Nutzers durchsuchen und soll so ihrer Rolle als Digitalassistent gerecht werden.

Cortana sendet Suchanfragen

Cortana schickt auch lokale Suchanfragen vom PC an Microsofts Suchmaschine Bing, um passende Ergebnisse aus dem Web vorzuschlagen. Zudem sammelt Cortana Informationen über die Sprach- und Handschrifterkennung, wenn diese Funktionen genutzt werden.

Konnte die erweiterte Websuchfunktion in der ersten Version von Windows 10 einfach abgeschaltet werden, bedarf es nach dem "Anniversary Update" eines tieferen Eingriffs.

Dazu muss der Nutzer offenbar in die Registry eingreifen. Eine Anleitung und einen passenden Registry-Schlüssel bietet beispielsweise das Tech-Magazin "Heise" auf seinen Seiten an. Einen alternativen, weniger komplizierten Weg beschreibt die Website "Cnet" (Anleitung in Englisch). Mit dem Abschalten der erweiterten Websuchfunktion macht der Nutzer den digitalen Assistenten zu einer reinen Suchmaschine.

Windows 10 für 135 Euro

Nach dem Ende der kostenlosen Update-Periode am 29. Juli verlangt Microsoft inzwischen für die Home-Version von Windows 10 135 Euro. Für die Pro-Version werden 279 Euro fällig. Im Netz gibt es Angebote ab 35 Euro für einen Aktivierungsschlüssel für die Home-Version, der eine Windows-7-Version voraussetzt. Einen Schlüssel für die Pro-Version gibt es ab 59 Euro.

Computernutzer mit einer Behinderung, die auf Hilfstechnologien angewiesen sind, erhalten das Upgrade auf Windows 10 weiter kostenlos, teilt Microsoft mit.



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privado 01.08.2016
1. Kontrollverlust
Unter Win10 schreitet der Kontrollverlust für den PC-Nutzer weiter voran. Windows Defneder kann sich jetzt also einfach selber aktivieren und natürlich Daten an MS senden. Cortana wird tiefer im System implementiert und liest jetzt auch private E-Mails. Bravo. Das ist ja ein tolles Update.
Gmorker 01.08.2016
2. ein großer schritt...
...leider in die falsche Richtung. Mit jeder neuen Windows Version und jedem neuen Update von Windows wird dem User mehr und mehr Kontrolle genommen, unter dem Deckmantel des "wir wollen es dir nur leichter machen". Ich wünsche mir einen echten Admin-Modus, bei dem ich z.B. bestimmte Fragen nicht jeden Tag aufs neue beantworten muss (obwohl sich der Hash-Code des Programms nicht geändert hat!) und bei dem ich selbst entscheiden darf, wo gesucht wird und ob dafür indiziert wird. Und ganz sicher will ich nicht, das irgendwelche lokalen Suchanfragen direkt zu Bing durchgeschleust werden. Ich nutze weder Edge noch Bing und das wird sich auch nicht ändern. .. Dieser Kram mit dem eingabestift ist für PCs zu 100% nutzlos, der "verbesserte" Defender dürfte im Vergleich zu richtigen Anti-Viren Progs immer noch furchtbar abstinken und die neue Startmenü Liste ist immer noch weit unhandlicher als die alte von Windows7. ... Wenigstens bekomm ich in der Firma jetzt nicht mehr bei den Win7 Rechnern täglich (mehrfach) den Countdown von Windows10 ins Gesicht.
Putin-Troll 01.08.2016
3. Niemals wieder
Nach Snowden war für mich klar, dass ich kein weiteres Betriebssystem aus dem Hause Microsoft mehr anschaffen werde.
wo_st 01.08.2016
4. Großer Schrott
Drop Down Listen mit unlesbarem Inhalt, Menüs mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund, etc, etc. Viel Vergnügen damit.
titeroy 01.08.2016
5. lokale suchanfragen ...
die Leute sollten lernen Ordnung auf der Festplatte zu halten. Aber dafuer sind sie zu faul und holen sich die Pest auf den Rechner.
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