Neues Handy-Spiel Frau sucht "Pokémon Go"-Figur und entdeckt Leiche

"Pokémon Go" ist so erfolgreich, dass sich der Spielstart in vielen Ländern verzögert. In den USA hat in der Zwischenzeit eine Spielerin auf der Suche nach einer Figur an einem Fluss eine Leiche entdeckt.

"Pokémon Go"-Screenshot
Niantic

"Pokémon Go"-Screenshot


Eigentlich wollte sie nur ein Wasser-"Pokémon" finden: Eine 19-jährige Frau aus Wyoming in den USA fand beim Spielen des neuen Handyspiels "Pokémon Go" aber stattdessen eine im Wasser treibende Leiche, berichten Lokalmedien.

"Pokémon Go" ist der neue Smartphone-Ableger der bekannten Monsterkampf-Serie und projiziert nach dem Prinzip der "Augmented Reality" digitale "Pokémon"-Figuren in die Umgebung. Die wird auf dem Handy als begehbare Landschaft dargestellt, in der man die kleinen Monster erwischen muss. In Ländern, in denen das Spiel schon verfügbar ist, hat es einen regelrechten Hype ausgelöst und landete in den Download-Charts für iOS-Apps sofort auf Platz eins.

Fotostrecke

7  Bilder
"Pokémon Go": Monster fürs Handy

Auch die Spielerin aus Wyoming beschreibt, wie sie begeistert auf Monsterjagd ging und per App zu einem nahen Fluss gelotst wurde, wo sich eine der bunten Figuren verstecken sollte. Auf der Suche nach dem "Pokémon" entdeckte sie dann einen im Fluss treibenden Körper - und alarmierte die Polizei. Die geht bislang nicht davon aus, dass der Tote einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Spielstart in weiteren Ländern verzögert sich

In Deutschland ist "Pokémon Go" indes noch nicht offiziell erschienen und lässt sich laut Medienberichten nur über Tricks spielen. Wo das Handyspiel schon verfügbar ist, ist es allerdings schon so populär bei den Nutzern, dass die Server des Herstellers Niantic offenbar überlastet sind. "Es gibt eine Pandemie an wund gelaufenen Füßen, weil 'Pokémon Go'-Spieler versehentlich Sport machen", scherzt das Portal "Gizmodo" in einem Text.

Die Veröffentlichung des Spiels in weiteren Ländern werde wegen des Ansturms an Spielern angehalten, um die Server nicht weiter zu belasten, sagte Niantic-Chef John Hanke nun gegenüber "Business Insider". Niantic hat "Pokémon Go" zusammen mit Nintendo und der Pokémon Company entwickelt.

Offenbar Android-Version mit Trojaner im Umlauf

Der Hype um das Spiel hat offenbar auch schon Betrüger auf den Plan gerufen. Einige Spieler wollen das Spiel sofort spielen, obwohl es in ihrem Land noch nicht verfügbar ist. Manche sind deshalb dazu bereit, es sich auch über inoffizielle Wege zu holen. Android-Nutzer, die "Pokémon Go" installieren wollen, ohne über Googles Play Store zu gehen, müssen aber vorsichtig sein.

Laut einer IT-Sicherheitsfirma sind manche Installationsdateien mit Malware namens DroidJack RAT verseucht. Sie ermögliche es Angreifern, das betroffene Smartphone unter ihre Kontrolle zu bringen.

gru

insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
modemhamster 10.07.2016
1. Viel interessanter
Ist der Trojaner in dem Spiel. Präsentiert von Droidpack.
xcountzerox 10.07.2016
2. Suchtspiel
Vor ca. 20 Jahren habe ich meinem Sohn das erste Pokemon-Spiel gekauft, mit gewisser Sorge, was aus ihm mal werden mag, wenn ich ihn zu so einem Suchtspiel verleite. Inzwischen ist er nach erfolgreicher Ausbildung in einem sehr guten Arbeitsverhältnis. Die Sucht nach Pokemon hat ihn aber wieder gefangen. Anstatt weiter mit dem ÖPNV oder dem Auto zur Arbeit zu fahren, läuft er jetzt dorthin zu Fuß und nimmt damit 1 Stunde Laufweg in Kauf, nur um Pokemon unterwegs zu fangen. Welch skurrile Entwicklung das Leben nehmen kann...
titeroy 10.07.2016
3. Moerder muessen kuenftig...
... zuerst checken ob am Ort des 'Ableichens' (-; ein Ingress-Portal oder gar Pokemons zufinden sind.
münchen1975 11.07.2016
4. Bewegung schadet nichts
Zitat von xcountzeroxVor ca. 20 Jahren habe ich meinem Sohn das erste Pokemon-Spiel gekauft, mit gewisser Sorge, was aus ihm mal werden mag, wenn ich ihn zu so einem Suchtspiel verleite. Inzwischen ist er nach erfolgreicher Ausbildung in einem sehr guten Arbeitsverhältnis. Die Sucht nach Pokemon hat ihn aber wieder gefangen. Anstatt weiter mit dem ÖPNV oder dem Auto zur Arbeit zu fahren, läuft er jetzt dorthin zu Fuß und nimmt damit 1 Stunde Laufweg in Kauf, nur um Pokemon unterwegs zu fangen. Welch skurrile Entwicklung das Leben nehmen kann...
Seien Sie doch froh! Wenn Ihr Sohn tatsächlich jeden Tag eine ganze Stunde lang zu Fuß geht, statt faul mit Bus oder Auto zu fahren, dann dürfte Pokemon wohl die einzige Sucht sein, die die körperliche Gesundheit der Abhängigen verbessert. ;-)
austinmini68 11.07.2016
5.
Super, dann kann man bald noch mehr Darwin Awards vergeben wenn alle auf ihr Handy schauen anstatt auf den Weg.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.