Eins vorab: Natürlich empfehlen wir nicht, die eigenen Kinder lieber mit einem Bildschirm ruhigzustellen, als ihnen, gerade über die Feiertage, wenn endlich mal Zeit ist, so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu widmen. Jedem iPad- oder Handyspiel sind Büchervorlesen, Gesellschaftsspiele oder ein gemeinsamer Spaziergang vorzuziehen. Aber: Auto- oder Zugfahrten in den Weihnachtsurlaub können ganz schön lang werden. Und da kann moderne Technik helfen.
Apps für Kinder sind oft mit Computerspielen im engeren Sinn nicht gleichzusetzen. Natürlich können ältere Kinder sich stundenlang mit den "Sims" auf dem iPad beschäftigen, mit "Cut the rope" auf Mamas Smartphone oder mit dem Touchscreen-Welthit "Angry Birds" in einer seiner zahlreichen Inkarnationen. Das muss man den meisten Eltern, die selbst ein Smartphone oder ein Tablet besitzen, kaum erklären.
Es gibt aber auch speziell auf die Kleinen zugeschnittene Apps, die auf Reizüberflutung verzichten und womöglich sogar noch einen kleinen pädagogischen Effekt haben. Oder schlicht herkömmliche Kinderspiele so aufbereiten, dass man sich auch unterwegs damit die Zeit vertreiben kann. Haben sie schon mal versucht, auf dem Rücksitz eines Autos mit einem Kind Memory zu spielen? Auf einem Tablet-Rechner ist das kein Problem.
Zwei wichtige Warnungen
Wir stellen auf den kommenden Seiten einige Apps vor, mit denen man seinen Kindern nicht nur eine Freude machen, sondern die Pausen zwischen den Wiederholungen von "Sind wir bald daaaahaa?" etwas verlängern kann. Die meisten sind auch für jüngere Kinder geeignet, wobei man drei- oder vierjährige besser nicht mehrere Stunden lang auf einem Touchscreen herumfuhrwerken lassen sollte (viele Kinder haben übrigens früher oder später von ganz alleine keine Lust mehr dazu).
Säuberlich sortiert nach dem Betriebssystem: Hier ein paar App-Tipps für mit Kindern reisende Eltern. Viele der Programme sind kostenlos, einige kosten weniger als einen Euro, einige wenige bis zu fünf Euro. Seltsamerweise sind manche Apps, die ansonsten identisch sind, im Android Market etwas teurer als in Apples App Store.
Eine Warnung allerdings: Nicht jedes Kind kommt während einer Autofahrt mit Bildschirmunterhaltung klar - bei ersten Anzeichen von Übelkeit sollte man sich eine andere Beschäftigung suchen.
Eine weitere Warnung: Die kostenlosen Versionen diverser Apps enthalten Werbung, die typischerweise auf andere Apps verweist. Und diese beworbenen Programme kann ein Kind, wenn es schlecht läuft, mit zwei Fingerstupsern versehentlich kaufen. Wer dieses Risiko vermeiden will, ist gut beraten, lieber ein paar Cent für die werbefreie Bezahlversion auszugeben. Abzock-Apps, aus denen heraus Kinder direkt Zusatzinhalte kaufen können, tauchen in unserer Liste nicht auf.
Und nicht zuletzt: Was unterwegs Spaß gemacht hat, will jedes Kind dann auch am Ziel noch mal spielen. Wägen Sie dieses Risiko sorgfältig ab - und legen Sie vorher schon mal fest, wer was wie lange darf.
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