Neue Option für Nutzer Skype führt verschlüsselte Kommunikation ein

Nutzer von Skype können künftig auch verschlüsselt miteinander kommunizieren. Damit Anrufe und Chats unter den neuen Sicherheitsstandard fallen, müssen Nutzer aber auf Details achten.

Skype-Benutzeroberfläche
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Skype-Benutzeroberfläche


Eine "private Unterhaltung beginnen": Wer als Skype-Nutzer diese neue Option in dem Dienst wählt, kann mit seinem Gegenüber verschlüsselt kommunizieren. Denn Skype-Besitzer Microsoft hat eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt.

Das bedeutet, die Inhalte in der App sind nur für beteiligte Nutzer sichtbar. Nicht einmal Skype selbst kann dann erkennen, was genau mit seiner Software verschickt wird. Die Verschlüsselung wird angeboten für Audioanrufe, Textnachrichten und verschickte Dateien wie Videos, Bilder und Audioaufnahmen. Videochats können so weiterhin nicht verschlüsselt werden.

Die neue Funktion ist zudem optional, Nutzer müssen sie für jede Konversation aktivieren. Dies geht zum Beispiel, wenn man auf das Profil des Nutzers geht, mit dem man chatten möchte. Dort kann man dann die "private Unterhaltung" als Option auswählen. Zum verschlüsselten Telefonieren ist ein zweiter Schritt nötig: In der App befindet sich im Chat-Fenster, das sich dann öffnet, auch ein Telefonhörer-Symbol, daneben ein kleines Schloss. Wer darauf klickt, startet seinen verschlüsselten Anruf.

Einladung klappt nur mit aktueller Skype-Version

Damit die verschlüsselte Konversation starten kann, müssen beide Nutzer die aktuelle Version von Skype installiert haben. Ist das der Fall, wird eine Einladung an den angefragten Konversationsteilnehmer verschickt.

Mehrere Ende-zu-Ende-verschlüsselte Unterhaltungen gleichzeitig lassen sich bei Skype aber nicht führen, der neue Sicherheitsstandard kann immer nur für eine Konversation gestartet werden. Die Funktion gibt es für die PC-Version von Skype genauso wie für die Apps in Android und iOS.

Wer beispielsweise eine verschlüsselte Unterhaltung auf seinem Handy beginnt und sich dann auf dem Rechner daheim wieder in sein Skype-Konto einwählt, kann die entsprechende Unterhaltung nicht sehen. Diese ist ans Gerät gekoppelt, auf dem sie geführt wurde.

Mittlerweile setzen immer mehr Dienste auf verschlüsselte Kommunikation, um den Nutzern mehr Privatsphäre zu bieten. 2016 bereits hatte WhatsApp eine vollständig verschlüsselte Kommunikation für alle Nutzer eingeführt. Facebook zog wenige Monate später nach mit den "geheimen Konversationen" für den Messenger.

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Nützliche Funktionen: Das wünschen sich Leser von WhatsApp, Facebook und Co.

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