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Bewegliche Selfies in 3D So funktioniert die Foto-App Fyuse

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Software Fyuse: Das nächste große Ding unter den Foto-Apps?
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Software Fyuse: Das nächste große Ding unter den Foto-Apps?


Eine neue App macht es leicht, 3D-Fotos zu erstellen. Mit Fyuse lassen sich Selfies aus mehreren Winkeln aufnehmen und zu einem beweglichen Bild verbinden. Doch reicht dieser Ansatz, um Apps wie Instagram Konkurrenz zu machen? Der Test.

Fyuse soll verändern, wie Leute die Welt sehen - so schreiben es die App-Entwickler auf ihrer Website. Mit der Foto-App wirken selbst wenig originelle Motive besonders. Ein mit "Fyuse" erstelltes Selfie zeigt zum Beispiel das Gesicht nicht nur von vorn, sondern auch von der Seite. Um das Motiv zu drehen, muss der Nutzer sein Smartphone hin und her kippen.

"Fyuse überbrückt die Lücke zwischen statischen 2D-Bildern und ausgereiften Videos", erklären die Entwickler weiter. Zum Anzeigen der 3D-Fotos nutzt das Programm den Bewegungssensor des Smartphones. Nach dem gleichen Prinzip können sich Nutzer in Virtual-Reality-Rundumaufnahmen umschauen. Ein wenig erinnern die 3D-Fotos auch an Wackelbilder - also Postkarten, die je nach Blickwinkel ein anderes Motiv zeigen.

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Bewegliche Selfies in 3D: So funktioniert die Foto-App Fyuse
Um ein 3D-Foto zu machen, müssen Nutzer einfach mit der in Fyuse integrierten digitalen Kamera über ihr Motiv gleiten. Wer zum Beispiel seine Umgebung als Panorama aufnehmen möchte, muss sich langsam um die eigene Achse drehen.

Katy Perry gefällt das

Die fertigen Werke können Nutzer in ihrer Timeline posten und mit Hashtags, also Stichworten versehen. Fyuse erinnert damit an die Fotoplattform Instagram, und das ist kein Zufall: Die App will dem Social-Media-Riesen Konkurrenz machen. In einem Werbevideo heißt es kämpferisch, Fyuse wolle Instagram "killen" - und habe sogar schon Models für sich gewonnen. Auch Popstar Katy Perry hat bereits für Fyuse posiert.

Tatsächlich finden sich auf Fyuse Motive, die auch für Instagram typisch sind: Besonders oft stößt man auf Selfies fröhlicher Menschen und auf Törtchen und andere Leckereien. Ebenso gibt es natürlich süße Katzen und Hunde. Um die fließenden Übergänge der 3D-Fotos vorzuführen, haben die Entwickler Fyuse-Aufnahmen mit Tieren gesammelt - und als Videoclip auf der Konkurrenzplattform Instagram gepostet.

In Apples US-App-Store hat es Fyuse schon in die Kategorie "Best New Apps" geschafft, Googles Play Store verzeichnet eine Million Downloads. Trotzdem zeigt die App bei unserem Test an einigen Stellen noch Nachbesserungsbedarf.

Fyuse lässt sich zwar einfach bedienen und kann sogar aus leicht verwackelten Aufnahmen sehenswerte 3D-Fotos errechnen. Die Rechenarbeit ist aber nichts für schwache Smartphones: Android-Nutzer benötigen nach Entwicklerangaben mindestens die Betriebssystems-Version 4.3, Nutzer von iPhones und iPad brauchen mindestens iOS 8.0. Wer durch die neusten 3D-Fotos scrollt, muss sich auf sekundenlange Ladezeiten einrichten, bis die Bilder vollständig angezeigt werden.

Probleme beim Teilen in anderen Netzwerken

Auch das Teilen der Bilder auf anderen Plattformen funktioniert noch nicht einwandfrei: In unserem Test der Android-Version von Fyuse ließen sich Bilder nur auf Facebook teilen. Ein probeweise geteiltes 3D-Foto erschien zwar in der Facebook-Timeline, ließ sich aber nicht richtig anzeigen. Die iOS-Version von Fyuse schnitt im Test besser ab: Hier gab es entsprechende Buttons für Instagram, Facebook, Twitter und Tumblr.

Noch lassen sich die 3D-Fotos aber nicht optimal einbetten: Für das Teilen auf Instagram konvertiert Fyuse die Bilder zu einem Filmclip. Ein auf Twitter geteiltes 3D-Foto kann nur über einen separaten Link geöffnet werden - und lässt sich erst dann mit der Maus bewegen. Es wird also wohl noch etwas Zeit vergehen, bis die 3D-Bilder von allein in den Timelines der sozialen Netzwerke wackeln.

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6 Leserkommentare
h.weidmann 14.12.2015
themistokles 14.12.2015
rreniar 14.12.2015
swnf 14.12.2015
orosee 15.12.2015
ich_nur 15.12.2015

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