Smartphone-Viren: Android gegen iPhone 150:0

Nutzer von Android-Handys müssen aufpassen: Laut dem Anti-Viren-Softwarehersteller Kaspersky ist die Zahl schädlicher oder mit Trojanern verseuchter Apps auf 150 stark angestiegen. Das iPhone bleibt demnach verschont - zumindest bis jetzt.

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Android-Maskottchen: Trojaner lauern im Android Market

Hamburg - Nutzer des Google-Betriebssystems Android werden offenbar immer häufiger zum Ziel von Hackerangriffen. Laut einer Statistik des Sicherheitsexperten Kaspersky hat sich die Zahl der Schadprogramme vom ersten zum zweiten Quartal 2011 verdreifacht von 50 auf jetzt 150. Dabei seien Trojaner mit regulären Programmen zusammengepackt worden, die sich die Nutzer im Android Market herunterladen können. Diese würden etwa SMS an teure Kurzwahlnummern senden, berichten die Kaspersky-Experten.

Für den durchschnittlichen Anwender gelte es vor allem, auch auf dem mobilen Gerät entsprechende Sicherheitssoftware zu installieren, rät Kaspersky-Viren-Analyst Stefan Ortloff, zweifellos nicht ganz uneigennützig. Nutzer sollten besonders darauf achten, welche Programme und Apps Verbindung zum Internet aufbauen wollen. Sei ein Android-Gerät von Schadsoftware befallen, habe in allen bisherigen Fällen das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen als Abwehrmaßnahme gereicht. Vorher sollte jedoch das Telefonbuch im Smartphone gesichert werden.

Nach Angaben Ortloffs ist bei iPhones bisher noch kein Schadprogramm festgestellt worden, es sei denn der Nutzer habe vorher mit einem illegalen "Jailbreak" zusätzliche Funktionen freigeschaltet. Der Virenexperte ist aber sicher, dass sich das bald ändern könnte: "Alleine durch die steigende Verbreitung werden Smartphones für die Hacker zu einem lohnenden Ziel." Schließlich könne die Lücke, welche den "Jailbreak" ermöglicht, auch zu kriminellen Zwecken genutzt werden.

Das von Google entwickelte Betriebssystem Android hat nach Zahlen des Markforschungsinstitutes Nielsen im zweiten Quartal Apple auf dem US-Markt überholt. Während sich dessen Betriebssystem iOS auf 28 Prozent der Geräte findet, laufen 39 Prozent der Smartphones inzwischen mit Android. Laut Google wurden Ende Juli weltweit täglich 550.000 Smartphones mit dem Betriebssystem Android aktiviert.

ore/dapd

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insgesamt 72 Beiträge
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1. ganz schlecht
the_flying_horse 06.09.2011
---Zitat--- Das iPhone bleibt*demnach verschont ---Zitatende--- Oh, das ist jetzt aber ganz schlecht für die ganzen Apple-Basher, so etwas kann den größten Hohlkopf und Neidhammel sprachlos machen. Bin gespannt, was die Jungs sich trotzdem so einfallen lassen...
2. ...
r1pe 06.09.2011
---Zitat--- ...mit einem illegalen "Jailbreak" ---Zitatende--- Sehr passend ausgedrückt, Apple wäre stolz =)
3. hmm
spatenheimer 06.09.2011
Ist es Freiheit, frei von Schadsoftware zu sein? Oder ist es Freiheit, beliebig viel Schadsoftware verbreiten und installieren zu dürfen?
4. Ein schwarzer Tag für Apple-Basher
cor 06.09.2011
..obwohl, es wird bestimmt irgendwas zum bashen gefunden. Evtl kommen auch gleich die "Das ist Apple-Werbung"-Schreier aus ihren Löchern gekrochen.
5. ^^
vostei 06.09.2011
Zitat von the_flying_horseOh, das ist jetzt aber ganz schlecht für die ganzen Apple-Basher, so etwas kann den größten Hohlkopf und Neidhammel sprachlos machen. Bin gespannt, was die Jungs sich trotzdem so einfallen lassen...
Ein I-phone-Basher würde jetzt sagen: Definiere Virus und kann man einen Virus infizieren? ;) Bin ich aber nicht. Ich sehs nur so: Es ist schon seit längeren so, dass Hersteller von Virensofts solche Meldungen verbreiten. Hauptargument ist dabei, dass Android Open Source ist und somit Anwendern quasi die Anleitung liefert, wie man Schmonzes damit treiben kann. Letzteres geht für Entwickler bei Apple allerdings auch. Also schön brav sein und NICHT jailbreaken... Und gibts von Kaspersky ne Antiviren-Soft für Android? Kostet die was? Ja. 24,95 €
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.
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