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Medienbericht: Spotify sucht Partner in der Videobranche

Spotify-App auf einem iPad: Will die Musikplattform stärker mit YouTube, Vimeo und Co. konkurrieren? Zur Großansicht
DPA

Spotify-App auf einem iPad: Will die Musikplattform stärker mit YouTube, Vimeo und Co. konkurrieren?

Spotify will mehr: Laut einem Medienbericht könnte das schwedische Unternehmen bald im Videogeschäft mitmischen. Sogar eigene Produktionen mit Partnern sollen im Gespräch sein.

Die schwedische Firma Spotify arbeitet an Plänen für den Einstieg ins Webvideogeschäft. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Spotify habe sich an verschiedene Firmen gewandt, die auf Video-Streaming spezialisiert seien, darunter sogenannte Multi-Channel-Netzwerke, die meistens zahlreiche YouTube-Videomacher unter Vertrag haben.

Spotify wollte über Materialübernahmen sprechen, heißt es, aber auch über mögliche Gemeinschaftsproduktionen. Neben Firmen mit Digitalfokus seien auch bekannte traditionelle Medienunternehmen kontaktiert worden. Das "Wall Street Journal" spekuliert, dass ein Videodienst von Spotify wohl nicht nur Abonnenten angeboten würde und eventuell auch Werbung umfassen könnte.

Spotify selbst hat den Bericht bislang nicht kommentiert - am 20. Mai soll in New York aber ein Medienevent stattfinden, bei dem sich das Unternehmen äußern könnte. Bemerkenswert ist außerdem, dass Spotify wohl schon länger mit einem Schritt hin zu Videos liebäugelt: Schon vor gut zwei Jahren hatte das Magazin "Business Insider" berichtet, Spotify suche nach Partnern, die ihm beim Finanzieren und Produzieren exklusiver Videoinhalte helfen sollen.

Konkurrenten wie Netflix, Amazon, Tidal

Der Onlinevideomarkt gilt als hart umkämpft, etablierte Videoportale wie YouTube und Vimeo treffen dort auf Flatrate-Angebote wie Netflix oder Amazon Prime Instant Video. Außerdem haben Plattformen wie Facebook und Twitter eigene Videoplayer beziehungsweise Apps. Mit Tidal ist kürzlich auch ein neuer Musikstreaming-Dienst gestartet, der damit wirbt, zahlreiche Musikvideos im Programm zu haben.

Im Bereich Musik-Flatrates ist Spotify einer der Marktführer, mit Stand Januar rund 60 Millionen Nutzer. Ungefähr jeder vierte Nutzer bezahlt für Spotify, die anderen 45 Millionen verwenden eine kostenlose, werbefinanzierte Variante des Dienstes. Dem "Wall Street Journal" zufolge verspricht sich Spotify durch die zahlreichen erfassten Daten zum Musikgeschmack der Nutzer auch Vorteile bei etwaigen eigenen Videoproduktionen.

mbö/dpa

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