Geändertes Mindestalter Spotify ist erst ab 16 Jahren

Spotify informiert seine Bestandskunden derzeit über neue Regeln für den Streamingdienst. Nutzer können binnen einem Monat entscheiden, ob sie ihnen zustimmen. Die größte Änderung ist eine neue Altersbeschränkung.

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Wer Spotify schon länger nutzt, bekommt derzeit eine E-Mail, die auf Änderungen in den Nutzungsbedingungen des Streaming-Dienstes aufmerksam macht. Bis zum 10. November haben die Nutzer ihr zufolge Zeit, den neuen Regeln zu widersprechen, andernfalls gilt die Zustimmung als erteilt.

Entscheidet man sich zu widersprechen, gelten laut der E-Mail weiter die bisherigen Nutzungsbedingungen: "Für den Fall deines Widerspruchs gelten die bisherigen Nutzungsbedingungen fort". Diese Lösung wirkt ungewöhnlich, gilt bei anderen Web-Diensten wie Facebook doch: Wer die neuen AGB nicht akzeptiert, kann den Dienst bald nicht mehr nutzen.

"Damit du ganz leicht nachvollziehen kannst, was sich im Vergleich zu den bisherigen Nutzungsbedingungen ändert, haben wir hier eine Übersicht über die wesentlichen Änderungen für dich zusammengestellt", heißt es in Spotifys Schreiben. Der Link führt auf die Support-Seite des Unternehmens, wo tabellarisch aufgeführt ist, was sich im Vergleich zu früher geändert hat.

Die auffälligste Änderung findet sich gleich zu Beginn: Auch Spotify hat "aufgrund geänderter Datenschutzgesetze" das Mindestalter für die Nutzung von 14 auf 16 Jahre heraufgesetzt. Wer unter 18 ist, braucht zudem auch weiter das Einverständnis der Eltern oder des Vormunds.

Schon länger für neue Nutzer gültig

Auf eine SPIEGEL-Anfrage heißt es von Spotify: "Wir haben die Nutzungsbedingungen für Nutzer in Deutschland am 15. August geändert. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen sind seitdem für neue Nutzer gültig. Zudem werden alle aktiven Bestandskunden seit Montag über die Aktualisierung unserer Nutzungsbedingungen via E-Mail informiert."

Schon WhatsApp hatte im Zuge der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung das Mindestalter für Nutzer von 13 auf 16 Jahre angehoben - so wie es auch früherschon einmal war. Daran stören dürften sich allerdings die wenigsten Kinder und Jugendlichen unter 16, das dürfte wohl auch für junge Spotify-Nutzer gelten.

Die Bedenkzeit von einem Monat, die der Streaming-Dienst in der Mail seinen Nutzern zugesteht, ist ebenfalls eine Neuerung: "Sollten wir Änderungen an den Vereinbarungen vornehmen, gewähren wir dir künftig eine längere Bedenkzeit für einen etwaige Ablehnung der Änderungen." Während früher nur zwei Wochen Zeit blieben, den Regeln zuzustimmen oder sie abzulehnen, haben die Nutzer für die Entscheidung nun 30 Tage Zeit.

juh



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