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Studie: Jeder Dritte würde Gesundheitsdaten an Versicherer geben

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Gesundheits-App: Fitnessdaten gegen Krankenkassen-Rabatt?

Trotz großer Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes: Einer Studie zufolge würden viele Deutsche ihre Fitnessdaten an ihre Krankenkasse weitergeben - zumindest, wenn die Belohnung stimmt.

Jeder dritte Mensch in Deutschland würde persönliche Gesundheits- und Fitnessdaten an seine Krankenversicherung weiterleiten. Eine Grundvoraussetzung für diese Bereitschaft wäre allerdings, dass es für die mit Smartphone-Apps, Fitness-Trackern oder anderen Messgeräten gesammelten Informationen im Gegenzug Vorteile gibt.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Marktforschungsfirma YouGov. Für die Studie mit der Bezeichnung "Quantified Health" wurden im Dezember 2014 rund tausend Personen in Deutschland befragt.

Für 39 Prozent der Befragten kommt es gar nicht infrage, die auch mit Smartwatches, Aktivitäts-Trackern, digitalen Blutdruckmessern, W-Lan-Waagen oder Jogging-Begleitern ermittelten Daten weiterzugeben. Eine große Mehrheit von 73 Prozent hätte generell Sorge, dass die Krankenversicherung bei einem verschlechterten Gesundheitszustand einmal einen erhöhten Beitrag verlangen könnte.

Auch beim Datenschutz ist die große Mehrheit der Bevölkerung skeptisch. 81 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die einmal erfassten Daten auch für andere Zwecke verwendet werden.

Sieben Prozent der Befragten gaben an, Gesundheits-Apps von Krankenkassen zu nutzen. Als Gegenleistung für die Übermittlung ihrer Fitnessdaten wünschen sie sich am häufigsten Beitragsersparnisse oder Gutscheine für privatärztliche Leistungen. Interessant seien aber auch Gutscheine für Wellness- und Fitnesswochenenden sowie Punktegutschriften auf Kundenkarten.

Den Marktforschern zufolge haben inzwischen 41 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Gesundheits-App auf ihrem Smartphone installiert. Immerhin drei Viertel der Anwender nutzen diese Programme auch.

mak/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1. No Smartphone !
wermoe 20.01.2015
Wie krank muss man sein, um seine Fitness Daten der KK zu posten ?
2. Krankenkassen verschenken nichts!
fischersfritzchen 20.01.2015
Deshalb wollen die auch nur fitte, junge und gesunde Kunden - und am Liebsten nur die, die ewig fit, jung und gesund bleiben und das per App-Historie nachweisen. Hier wird dann mit günstigeren Beiträgen geködert. Wer später doch altert oder kränkelt oder nichts mehr melden möchte (was schon den Anschein einer nachlassenden Fitness erweckt) zahlt das, was die jungen sparen, wieder drauf. Eher mehr als die Ersparnis, denn die Krankenkasse, die mich reicher machen möchte, muss erst noch gegründet werden.
3. die schone neue welt bricht an
Mr T 20.01.2015
Wir sollten uns nichts vormachen: alle Daten, die digital aufgenommen werden, werden in nicht allzu langer Zeit mehr oder weniger offentlich sein. Man nmuss nuir mal auf eine MaschineLearning Konferenz gehen, um zu hoeren, was alles moeglishc ist und bald moeglich sein wird. NSA ist fast harmlos dagenen... Bewegungsdaten von smartphones werden schon jetzt von Firmen gekauft und ausgewertet und wir bekommen nichts davon mit.
4. Jeder dritte Deutsche...
ohne_sorge 20.01.2015
...scheint offenbar nie zu altern. Is doch klar, dass dann die Prämie steigt, sobald man mal schlechtere Werte hat und die kommen mit dem Alter auf jeden Fall. Offenbar ist diese Überlegung über die zeitliche Dimension einem Drittel der Deutschen nicht möglich. Schockierend wie schlecht gebildet die Leute sind...
5. Wenn die Leute
fpwinter 20.01.2015
tatsächlich so leichtfertig mit ihren Daten sind, haben sie vielleicht die fortgreifende Orwellisierung auch gar nicht anders verdient...
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