Getränketagebuch-App "Swig" Prosten statt Posten

Lieber einen dunklen Cabernet von den Hängen der Anden oder ein süffiges Pale Ale aus Nevada? Die Smartphone-App "Swig" soll helfen, Fragen wie diese zu beantworten.

"Swig"-Webseite: Soll bei der Auswahl des passenden Drinks helfen

"Swig"-Webseite: Soll bei der Auswahl des passenden Drinks helfen


"Swig", zu Deutsch Schluck, soll all jenen helfen, die sich gerne einen guten Tropfen, ein leckeres Bier oder einen besonderen Cocktail gönnen und sich nicht mit dem Erstbesten abspeisen lassen wollen. Das Portal preist sich als "Community für Trinker in aller Welt" an. "Swig" soll ein "praktisches, schönes Tagebuch für alle je probierten Drinks" sein. Und eines, das man nicht für sich allein führt, sondern mit vielen anderen teilt, die vielleicht ähnliche Interessen und Vorlieben haben.

Mit Hilfe der kostenlosen App, die ab sofort für iOS und Android erhältlich ist, haben Nutzer Zugriff auf eine Datenbank mit Bewertungen und Erklärungen zu derzeit mehr als 70.000 verschiedenen Bier-, Wein- und Spirituosensorten.

Wer etwa ein Restaurant zum ersten Mal besucht, könne durch Swig schon vorher in Erfahrung bringen, welche Weine aus dem Angebot am besten zu seinem Geschmack passen würden. Eine Suchfunktion soll es ermöglichen, nach Bars, Restaurants und Kneipen zu suchen, in denen man ein gerade favorisiertes Getränk bekommen kann. Mitglieder können zudem Fotos der von ihnen probierten Drinks hochladen, Empfehlungen aussprechen und Getränke selbst bewerten.

"Unkomplizierte App für junge Leute"

Die Idee zu Swig kam Gründer Harry Raymond bei einem Restaurantbesuch in New York. Er soll damals vor dem Problem gestanden haben, dass er sich nicht mehr an den leckeren Drink erinnern konnte, den er dort bei seinem vorherigen Besuch getrunken hatte. Kurz darauf schloss er sich mit ein paar Freunden zusammen, um eine App zu programmieren, die das Erinnern an bemerkenswerte Getränke leichter machen sollte.

Das Ergebnis war zunächst eine iOS-App namens "Shindig". Weil deren Name aber nicht zuletzt für Deutsche schwer auszusprechen sei, wurde sie mit Erscheinen der Android-Version umgetauft. Finanziert wurde die Entwicklung per Crowdfunding.

"Swig" ist freilich nicht die erste App, die als Netzwerk für Liebhaber alkoholischer Getränke konzipiert ist. Konkurrenzprodukte wie "Delectable" würden sich allerdings fast ausschließlich an Experten richten, so Raymond zu "Cnet". Er habe dagegen "eine möglichst unkomplizierte App für junge Leute" entwickeln wollen.

Bei einem kurzen Test zeigte sich die App auch tatsächlich als leicht zu bedienen, erforderte aber immer wieder einige Geduld, weil sie ausgesprochen gemächlich auf Suchanfragen reagierte. Wirklich durstig sollte man daher nicht sein, wenn man sie von "Swig" Getränketipps holen will.

meu



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