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Abo-Falle per WhatsApp: Internetverband warnt vor Emoji-Abzocke

Emojis sind in WhatsApp zwar beliebt, animierte Emojis gibt es aber nicht Zur Großansicht
DPA

Emojis sind in WhatsApp zwar beliebt, animierte Emojis gibt es aber nicht

Mit einem dubiosen Versprechen versuchen Unbekannte derzeit, WhatsApp-Nutzern Geld aus der Tasche zu ziehen. Scheinbar kostenlos werden besondere Emojis angeboten, doch die kann es gar nicht geben.

Der Verband der Internetwirtschaft (Eco) warnt vor einem unvorsichtigen Umgang mit Werbung in WhatsApp. Konkret wird auf betrügerische Nachrichten hingewiesen, die mit lustigen Sprüchen das Aktivieren animierter Emojis versprechen.

Wer den darin enthaltenen Anweisungen folgt und Links, Schaltflächen oder Bilder antippt, tappt in eine Abo-Falle. Am Ende würden den Betroffenen zwölf Euro pro Woche über die Handyrechnung abgebucht, warnt der Eco in seinem Blog botfrei.de. Eine Gegenleistung bekommt man nicht, denn animierte Emojis gibt es bei WhatsApp gar nicht.

Wer also Nachrichten mit lustigen Bildern, Aufforderungen oder Sprüchen wie "Hol' dir den neuen animierten Smiley" oder "Sieh dir die neuen animierten Smileys für WhatsApp an, da schmeißt du dich vor lauter Lachen weg!" erhält, sollte diese am besten umgehend löschen.

Tipps zum Schutz gegen Handy-Abzocke

Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte bei seinem Mobilfunkanbieter eine Rückbuchung des in Rechnung gestellten Betrages veranlassen. Alternativ könne man das Geld von seiner Bank zurückbuchen lassen, rät der Verband.

Es empfiehlt sich auch grundsätzlich, keine in fremden Chat-Nachrichten eingebetteten Links oder Buttons anzutippen, keine unbekannten Nummern zurückzurufen und vor allem keine Apps aus unbekannten Quellen herunterzuladen.

Präventiv kann es sich den Experten zufolge lohnen, eine sogenannte Drittanbietersperre bei seinem Mobilfunkanbieter einrichten zu lassen. Dann können Dritte nichts mehr über die Mobilfunkrechnung abrechnen.

mak/dpa

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insgesamt 16 Beiträge
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1.
condor99 19.11.2015
Da WhatsApp meist von Jugendlichen genutzt wird wünsche ich den Herren viel Spaß ihre Abbo-Verträge auf gerichtlichem Weg einzufordern.
2.
IkkenHissatsu 19.11.2015
Wer auf solche Dinge reinfällt, hat es nicht besser verdient.
3. Drittanbietersperre
andreas_so 19.11.2015
Zitat: "Präventiv kann es sich den Experten zufolge lohnen, eine sogenannte Drittanbietersperre bei seinem Mobilfunkanbieter einrichten zu lassen." Das KANN sich nicht lohnen, sondern sollte ein MUSS für alle Handy-Besitzer sein. Die Einrichtung einer Drittanbietersperre geht ganz einfach. Bei Vodafone können die Kunden sogar online diese Sperre selbst einrichten. So braucht man auch keine Befürchtungen vor Abo-Fallen haben.
4. Drittanbietersperre
hanswurst3838 19.11.2015
Der Gesetzgeber sollte endlich dafür sorgen, dass diese Sperre standardmäßig eingeschaltet und nur auf Verlangen abgeschaltet wird und nicht umgekehrt. Ich selber hatte mal (unwissentlich) ein Abo abgeschlossen und den Beitrag für eine Woche zahlen müssen. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, wie ich das Abo abgeschlossen habe, da sich das Handy zu diesem Zeitpunkt in meiner Hosentasche befand. Aus meiner Sicht ist sowas Betrug. Mein Handyanbieter redete sich raus und so blieb mir nur, das unerwünschte Abo sofort zu kündigen und einen Wochenbeitrag zu zahlen. Danach wurde sofort die entsprechende Sperre eingerichtet.
5. Vor 15 Jahren
bauigel 19.11.2015
hätte ich noch verstanden, dass Jugendliche auf solch eine Abzocke hereinfallen. Wer heute noch darauf hineinfällt ist eigentlich selbst Schuld. Aber solange solche Herrschaften wie die Samwers Millionen mit solcher Abzocke verdienen, um anschließend solche Luftblasen wie Zalando oder Rocket Internet zu gründrn um dann Milliarden zu verdienen, und dann als Manager des Jahres vergöttert zu werden, solange ist dies eine kranke Welt.
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