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Neuer Button: WhatsApp kommt in die Facebook-App

Facebook- und WhatsApp-Logo: Neue Funktion in der Android-App aufgetaucht Zur Großansicht
REUTERS

Facebook- und WhatsApp-Logo: Neue Funktion in der Android-App aufgetaucht

In einer Vorabversion der Facebook-App haben Tech-Blogger einen neuen Button entdeckt. Offenbar kann man neben Liken, Kommentieren und Teilen künftig auch Inhalte versenden - per WhatsApp.

Es ist ein sehr kleines Symbol, das gerade auf verschiedenen Digital-Blogs diskutiert wird. Allerdings ist dieses Minipiktogramm vielen bestens bekannt: Es ist ein Telefonhörer in einer Sprechblase, das Logo des Messenger-Dienstes WhatsApp. In einer Vorabversion der Facebook-App für Android gibt es offenbar einen entsprechenden Button, neuerdings gleichberechtigt neben dem hochgestreckten Daumen zum Liken und dem Pfeil zum Teilen und der Sprechblase zum Kommentieren.

Das berichten unter anderem die Blogs "Geektime" und "Mobilegeeks". Sie haben die zusätzliche Funktion beim Ausprobieren der amerikanischen Vorabversion entdeckt und Screenshots davon verbreitet. Seitdem wird spekuliert: Schließt Facebook seine eigenen Dienste nun doch mit denen von WhatsApp zusammen?

Eigentlich gab es nämlich erst zum Jahresbeginn eine deutliche Ansage: Der zuständige Facebook-Manager David Marcus hatte im Januar erklärt, dass Facebook und WhatsApp getrennt bleiben sollen, zumindest vorerst. Anfang 2014 hatte Facebook den Kurznachrichtendienst WhatsApp gekauft; bei vielen Nutzern machte sich daraufhin die Sorge breit, ihre Daten würden mit den Beständen des sozialen Netzwerks verknüpft.

"Im Moment geht es nicht um Daten"

Die Verantwortlichen beider Firmen versicherten daraufhin, das sei nicht geplant. "Im Moment geht es nicht um Daten", sagte Marcus im Januar. Derzeit hätten beide Dienste, der Messenger und WhatsApp, das Ziel, die Marke von einer Milliarde Nutzern zu knacken.

Wegen dieser Ankündigungen sorgt der neue Button für Irritationen - auch wenn sein Auftauchen gut ein Jahr nach der Übernahme kaum überrascht. "Es sieht also so aus, als ob WhatsApp nun langsam aber sicher von Facebook aufgeschnupft würde", heißt es bei "MobileGeeks". Ein Leser kommentiert darunter: "Wenn sie die Whatsapp App und Facebook zwingend verbinden, ist es für mich Zeit zu gehen."

Auch andere Nutzer versichern, in einem solchen Fall die Dienste nicht mehr nutzen zu wollen. Ein Nutzer wendet allerdings ein: Nur weil offenbar ein kleiner Sendeknopf geplant sei, heiße das noch lange nicht, dass der komplette Dienst aufgesogen und komplett in Facebook integriert werde.

juh

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insgesamt 30 Beiträge
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1. Es gibt Alternativen für Whatsapp, die in der...
Rollerfahrer 06.04.2015
Funktion zumindest genau so gut sind. Ich empfehle die App Threema, kostet einmalig einen Euro und geht verschlüsselt seine Wege. Whatsapp alleine ist schon eine ganz schlechte Datenschutznummer, in Verbindung mit Facebook schlicht eine Datenschutzkatastrophe! Jeder, der diesen einen Euro für Alternativen nicht übrig hat, dem sei gesagt, du bezahlst mit deinen Daten einen vielfach höheren Preis, auch wenn du das noch nicht weist. Euer Rollerfahrer
2. Threema
chb_74 06.04.2015
Threema ist derart viele Meilen von der einfachen Benutzbarkeit WhatsApps entfernt, dass es ohne fundamentale Verbesserungen auch weiterhin Plattform für Geeks bleiben wird. Davon ab: wurde unabhängig nachgewiesen, dass Threema-Kommunikation nicht mit geringem Aufwand anzapfbar ist? Behaupten können die Entwickler viel...
3.
großwolke 06.04.2015
Zitat von RollerfahrerFunktion zumindest genau so gut sind. Ich empfehle die App Threema, kostet einmalig einen Euro und geht verschlüsselt seine Wege. Whatsapp alleine ist schon eine ganz schlechte Datenschutznummer, in Verbindung mit Facebook schlicht eine Datenschutzkatastrophe! Jeder, der diesen einen Euro für Alternativen nicht übrig hat, dem sei gesagt, du bezahlst mit deinen Daten einen vielfach höheren Preis, auch wenn du das noch nicht weist. Euer Rollerfahrer
Das Problem mit whatsapp-"Alternativen" ist aber, dass man als einzelner nichts bewegt. Man müsste erst mühsam alle seine Kontakte (oder zumindest die regelmäßigeren) überzeugen, die App ebenfalls zu verwenden. Ansonsten ist man kommunikativ schnell ausgegrenzt. Ich hab gar kein Problem damit, für einen instant-messaging-Dienst zu bezahlen (whatsapp kostet schließlich auch eine Jahresgebühr). Es müsste dann aber ein offener Dienst sein, der es erlaubt, von anderen Quellen (wie z.B. dem Facebook-Chat) Nachrichten zu empfangen als auch sie dorthin zu verschicken. Und da wirds schwierig, weil die Datenkraken ihre Kunden gern alle und komplett besitzen wollen.
4. Na und?
hansgustor 06.04.2015
Der Button verbindet die Apps genauso wie ein Link Internetseiten, also fast gar nicht. Übrigens ist es wahrscheinlich so, dass der Button nur angezeigt wird wenn Whatsapp installiert ist, man kann also beide Apps unabhängig voneinander benutzen.
5. Vorsicht –
wittchen2000 06.04.2015
Die Facebook App auf dem Smartphone ist DER Absauger privater Daten par Excellence. Es gibt fast nichts auf dem Phone worauf diese App keinen Zugriff haben will. Kamera, Position/Bewegungsprofil, Kontakte – und was nun damit gemacht wird weiss keiner so genau. Ehrlichgesagt, wer sich das installiert ist absolut selbst Schuld, man kann facebook auch mit dem browser benutzen. Weiterer Rekordhalter was Datenhunger angeht ist Google. Man kann nur zur Vorsicht mahnen – keiner weiss was langfristig bei diesen Firmen mit den den Daten angestellt wird. Wie sagte es Snowden so schön (ich paraphrasiere): "Es ist als ob jemand eine geladene Pistole auf einen richtet und dann sagt "keine Sorge – ich drücke nicht ab." --> Aufpassen!
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7. Enel (Energie) 1999 16,59 Italien
8. Facebook 2012 16,01** USA
9. NTT (Telekom) 1986 13,75 Japan
10. Deutsche Telekom 1996 12,49 Deutschland
* Bei Addition der Stamm- und Vorzugsaktien; ** Bei Verkaufspreis am oberen Ende der Spanne; Quelle Reuters


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