WhatsApp-Kettenbrief Keine Angst vor "Momo"

Auf WhatsApp kursiert ein Kettenbrief, in dem eine angeblich tote Person zum Weiterleiten der Nachricht auffordert. Experten raten, den Quatsch zu löschen, zur Sicherheit aber auch mit Kindern darüber zu reden.

WhatsApp-Logo auf Smartphone
REUTERS

WhatsApp-Logo auf Smartphone


Mit einem gruselig wirkenden Foto und absurden Drohungen geht derzeit eine Kettenbrief-Masche auf Nutzerfang. Wer die WhatsApp-Nachricht einer angeblich verstorbenen Person namens "Momo" nicht weiterleitet, dem sollen angeblich schlimme Dinge widerfahren, heißt es - von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere verbreitete Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben. Auch dann passiere nämlich Schreckliches.

Tatsächlich handelt es sich um einen schlechten Sommerloch-Scherz, wie das Faktencheck-Portal "Mimikama" ermittelt hat. Wer solche Nachrichten zu oder von einer angeblichen "Momo" erhält, sollte sie am besten sofort löschen und nicht weiterleiten.

Zwar gebe es einzelne Berichte über angebliche Gespräche mit "Momo", zum Beispiel aus dem spanischsprachigen Raum. Auf Kontaktaufnahmen von "Mimikama" habe aber keiner der angeblichen "Momo"-Kontakte reagiert. Dass sich das Thema aktuell so verbreitet, liege wohl eher an Trittbrettfahrern. Auch einzelne YouTuber gehen mit teils reißerischen Videos zu dem Thema auf Klickfang.

Am besten einfach löschen

Das Portal "Klicksafe", das sich für mehr Sicherheit im Netz engagiert, rät grundsätzlich dazu, solche und andere Kettenbriefe via WhatsApp einfach zu löschen. Mit Kindern sollte außerdem kurz der Inhalt besprochen werden - und auch, was eine unbedachte Weiterleitung bei Freunden an Ängsten auslösen könnte.

Die Furcht von Kindern sollte zwar ernst genommen werden, rät "Klicksafe". Eltern sollten ihnen aber auch erklären, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt.

Auch die Polizei Lüneburg betonte auf Twitter, dass ein Nicht-Weiterleiten der Nachricht keine negativen Folgen habe. Dazu ermunterte sie Kinder und Eltern dazu, sich über das Thema auszutauschen: Die Nachricht würde zur Zeit vielen Kindern und Jugendlichen Angst machen.

mbö/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.