Von Matthias Kremp
Zugegeben: Viele Hersteller haben dazugelernt, legen ihren MP3-Playern oder Handys recht gut klingende Ohrhörer schon beim Kauf bei. Standard ist das aber nicht. Wer den Klang seines Multimedia-Handys oder Musikspielers richtig genießen will, plant deshalb beim Kauf solcher Gerätschaften schon einige Euro extra für ein paar gute Kopfhörer ein.
Besonders beliebt sind dabei sogenannte In-Ohr-Kopfhörer. Die sind ähnlich leicht und bequem zu tragen wie herkömmliche Ohrhörer, werden aber nicht auf der Ohrmuschel getragen, sondern direkt in den Gehörgang gesteckt. Auf diese Weise blocken sie, einfach durch Abschirmung und ganz ohne teure Elektronik, Außengeräusche ab. Das Resultat: Der Sound kommt direkt ins Ohr, vor allem Bassfrequenzen werden ausgeprägter wahrgenommen und man muss die Lautstärke nicht mehr so weit aufdrehen.
Gewöhnungsbedürftig ist dabei allerdings , dass man sich Stöpsel in die Ohren drückt, durch die man seine Umwelt nur noch gedämpft, wie in Watte gehüllt, wahrnimmt. Aber auch das kann schön sein. Weil aber Ohr nicht Ohr ist, legen die Hersteller ihren Soundstöpseln meist unterschiedlich große Ohrpassstücke aus Silikon oder Schaumgummi bei. Hier die richtige Größe für linkes und rechtes Ohr herauszufinden, ist zwar nicht ganz leicht, lohnt sich aber. Ein kleiner Tipp am Rande: Mit einer leichten Spülmittellauge bekommt man sogar Schaumgummi-Ohrpassstücke schnell wieder sauber. Nur das Trocknen dauert ein Weilchen.
Ganz ohne solche Anpassungen und Säuberungsaktionen kommt allerdings der derzeit wohl beliebteste Ohrhörer aus, Apples iPod-Ohrhörer. Fast eine Viertelmilliarde Exemplare diese Klangübertrager dürften bereits im Umlauf sein. Die haben sich im Laufe der Jahre äußerlich zwar nur wenig, von ihrer Funktion aber deutlich verändert. Waren die ersten Modelle noch reine Mini-Lautsprecher, verfügt die aktuelle Generation über ein eingebautes Mikrofon, eine Lautstärkewippe und eine Multifunktionstaste.
Den Klang der weißen Statussymbole kann man als durchaus brauchbar bezeichnen. Solange die Umgebung nicht all zu laut ist, sind sogar die Bässe ausgeprägt, wenn auch wenig druckvoll, zu hören. Je mehr Außengeräusche allerdings dazu kommen, desto weniger bleibt im Bassbereich zu hören. Aber das kann man der Konstruktionsweise zuschreiben: Aufliegende Ohrhörer liefern meist einen vergleichsweise indirekten Klang. In-Ohr-Kopfhörer gleichen diese Nachteile locker aus, müssen nicht mal viel mehr kosten als die weißen Originale, die im Apple Store für 25 Euro über den Tresen gehen.
Wie viel kostet guter Klang? Wie sehr unterscheiden sich günstige von sehr teuren Kopfhörern? Ohrhörer von 30 Euro bis 450 Euro im Hörtest:
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