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29.12.2009
 

Drei Smartphones und ein Billigmodell

Die besten Handys 2009

Von Matthias Kremp

iPhone 3GS, Android, das Comeback von Motorola: Handy-Highlights hatte das Jahr 2009 reichlich zu bieten. Zum Jahresende stellt SPIEGEL ONLINE die heißesten Newcomer und einen erstaunlichen Außenseiter vor - und zeigt noch einmal die interessantesten Smartphones des Jahres.

Das Jahr 2009 war ein gutes Jahr für Handys. Selten zuvor hat sich der Markt für Mobiltelefone so sehr bewegt wie in diesem Jahr, selten zuvor hat es so viele, so unterschiedliche Neuerscheinungen gegeben. Zum Jahresende lassen wir noch einmal Revue passieren, welche Handys wirklich innovativ waren - und mit welchen Highlights die Hersteller in den Jahreswechsel gehen. Klicken Sie auf das folgende Großbild, um die Multimedia-Übersicht zu starten:

Das dominanteste Handy war 2009 zweifellos das iPhone 3GS. Nicht etwa weil es der Konkurrenz technisch irgendetwas voraus gehabt hätte, sondern wegen des App Stores. Mit dem Online-Softwareshop für iPhone und iPod touch hat Apple der Branche klar gezeigt, dass zumindest bei Smartphones die Software mittlerweile wichtiger als die Hardware ist.

Das Erfolgsprinzip ist einfach: Während andere Hersteller ihre Highend-Handys teilweise im Übermaß mit Funktionen und Software vollstopfen, liefert Apple sein einziges Mobiltelefon nur mit einer rudimentären Software-Ausstattung, die jedermann schnell und einfach bedienen kann. Wer mehr will holt sich weitere Funktionen einfach per Software-Download aus dem App Store. Das Angebot reicht dabei von kostenlosen Mini-Tools und einfachen Spielen bis hin zu vollwertigen Navigationsprogrammen und komplexen 3-D-Spielen. Schwierig ist es dabei höchstens, die Übersicht zu behalten: Mehr als 100.000 Programme sind mittlerweile im App Store verfügbar.

Dass Apple damit einen Trend vorgegeben hat, ist kaum zu übersehen. Ebenso wenig ist allerdings auch zu übersehen, dass die Konkurrenz Mühe hat, mit Apples Wachstum Schritt zu halten. Einzig das von Google getriebene Android-System scheint mit derzeit rund 16.000 Apps zumindest ähnlich viel Schwung bei den Programmentwicklern aufzubauen. Von einer derart üppigen Software-Auswahl sind Nokia, Blackberry und Co. noch weit entfernt, wobei Nokias Ovi-Store in letzter Zeit auch mächtig aufgeholt hat.

Nokia N900

Mit ihrem Highlight des Jahres haben sich die Finnen allerdings reichlich Zeit gelassen. Eigentlich hätte das schon das Nokia N97 sein sollen, doch echte Begeisterung konnte das nicht auslösen. Mit dem N900 hat der Handy-Weltmarktführer dagegen ein Gerät im Angebot, das zumindest das Zeug dazu hat, Kultstatus zu erlangen. Am Design liegt das freilich nicht. Dick ist das neuen Modell, und klobig. Eleganz sieht anders aus.


Zeichen setzt jedoch das Betriebssystem Maemo, mit dem Nokia das N900 betreibt. Dessen Basis nämlich ist Linux, und das merkt man. So hat das N900 kein Problem damit, mehrere Anwendungen parallel zueinander auszuführen, es ist schnell und es gibt schon jetzt, obwohl das Gerät noch so neu ist, etliche Entwickler, die Software für Nokias Handy-Klotz schreiben. Zudem pflegt es Linux-Tugenden, beherrscht schon ab Werk etliche Bild- und Tonformate und kann in seinem Browser auch mit Flash-Animationen umgehen.

Perfekt ist das N900 deshalb aber noch lange nicht. Aber es zeigt zumindest, dass man bei Nokia auch noch in andere Richtungen denken kann, statt immer nur das reichlich in die Jahre gekommene Symbian Jahr um Jahr weiter zu treiben. Deshalb sollte man das neue Nokia eher als Einstieg und möglichen Umstieg sehen. Wenn die finnischen Ingenieure es jetzt noch schaffen, Maemo in eine schlanker gestaltetes Gehäuse zu verfrachten, könnte das ein zweites Standbein für die Firma werden.

HTC HD2

Mit der aktuellen Version des Windows-Betriebssystems für Handys, Windows Mobile 6.5, hat sich Microsoft nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das musste sogar Firmenchef Steve Ballmer einsehen. Dass man mit Microsofts Software-Unterbau trotzdem ausgesprochen eindrucksvolle Handys entwickeln kann, beweist HTC mit einem Handy, das schlicht HD2 heißt. Schön, schön dünn und ausgesprochen groß ist das Gerät, dem man sein Windows erst auf den zweiten Blick ansieht.

Darüber hat HTC nämlich seine eigene Benutzeroberfläche Sense gestülpt und zeigt Microsoft einmal mehr, wie einfach und schön so ein Windows-Handy eigentlich sein kann. Und braucht man doch mal Zugriff auf konkrete Windows-Funktionen, gibt es dafür einen Knopf, der Microsofts System sekundenschnell hervorholt.

Dass das HD2 dabei so lang und breit ausgefallen ist, liegt an dem großartigen Touchscreen-Display mit 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter) Diagonale und einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Zum Vergleich: Das iPhone bietet nur 480 x 320 Pixel auf 3,5 Zoll. Weil das HD2 dabei aber nur 11 Millimeter dünn ist, also weniger Speck auf den Rippen hat als Apples Handys, macht es trotz des großen Bildschirms keinen wuchtigen Eindruck, flutscht gut in so manche Tasche.

Simvalley Mini-Handy RX-80

Noch weit taschenkompatibler ist allerdings ein Handy, das so ganz anders ist als all die Smartphones, die über das Jahr verteilt vorgestellt wurden: Das Simvalley Mini-Handy RX-80. Als der Versender Pearl es, etwa Mitte des Jahres, in seinen Katalog aufnahm, kostete es noch 29 Euro. Mittlerweile ist der Preis gewaltig nach unten gerutscht, auf nur noch 16,90 Euro, ohne Vertragsbindung.

Was man dafür bekommt, ist ein Fest für Pragmatiker und der Horror für Technik-Freaks. Denn viel mehr als Telefonieren und Kurznachrichten versenden kann das kleine Schwarze nicht. Außerdem ist das Display winzig (96 x 49 Pixel) und der Akku hält meist kaum länger als einen Tag - aber das will der Hersteller in der aktuellen Version verbessert haben. Ein Schmuckstück, mit dem man angeben kann, ist das RX-80 also nicht.

Und doch gehört es zu den Highlights des Jahres. So klein, dünn und leicht wie es ist, passt es überall rein, stört weder bei Wanderungen, noch bei Ski-Abfahrten. trotzdem ist es ungewöhnlich genug, dass man immer wieder darauf angesprochen wird, wenn man es tatsächlich zum Telefonieren benutzt. Und weil es eben so gar nicht dem üblichen Handy-Look entspricht, kann man auch relativ sicher sein, dass es nicht gestohlen wird, selbst, wenn man es versehentlich auf seinem Badelaken am Strand liegen lässt. Auch das hat seinen ganz eigenen Charme.

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05.01.2010 von gallstone:

>Ich habe das nicht behauptet, nur eher das Apple keine Verbindungen mit anderen Herstellern eingeht. <<Das habe ich auch nicht gesagt, dass SIE das behauptet haben, die Diskussion drehte sich die ganze Zeit um diesen [...] mehr...

03.01.2010 von lassehoffe: Mühsam

>Ich habe das nicht behauptet, nur eher das Apple keine Verbindungen mit anderen Herstellern eingeht. Das habe ich auch nicht gesagt, dass SIE das behauptet haben, die Diskussion drehte sich die ganze Zeit um diesen Punkt. [...] mehr...

02.01.2010 von gallstone: .

Ich habe das nicht behauptet, nur eher das Apple keine Verbindungen mit anderen Herstellern eingeht. ---Zitat--- Es wurde noch schlimmer: Einer meinte den Vergleich anstellen zu müssen, und führte im Zuge dessen an, dass [...] mehr...

02.01.2010 von gallstone: ...

sie verwechseln da was, ich habe kein iphone... wollte nur aufzeigen dasn mailen nicht bluetooth ist... mehr...

02.01.2010 von guebei1: Einbindung

Das Handy (Minicomputer) macht nur Sinn wenn die Einbindung an ein Betriebs -System ohne wenn und aber funktioniert. Ich nutze das Iphone inzwischen auf Reisen mehr als den Lab Top. Via W Lan oder G3 Netzanbindung können [...] mehr...

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