Von Konrad Lischka
Klingt wie Science-Fiction, ist aber wohl wahr: Der US-Elektronikhersteller RCA demonstrierte auf der CES ein Airnergy getauftes Akkuladegerät, das die Funksignale eines Drahtlos-Netzwerks nutzt, um Akkus aufzuladen. Wie schnell die aus der Luft gegriffene Energie die Akkus lädt, hängt von der Sendeleistung des W-Lans, der Entfernung des Ladegeräts zum Sender und der Anzahl der Funknetze ab.
In einer CES-Messehalle mit zwanzig und mehr in unmittelbarer Nähe funkenden Drahtlos-Netzen geht das schneller als im Hotel, wo kaum jemand das überteuerte Bezahl-W-Lan nutzt. Die Technik-Blogger von Ohgizmo berichten, dass in den CES-Hallen ein Blackberry-Akku binnen 90 Minuten von einem Drittel auf volle Kapazität geladen wurde.
Laut RCA-Sprechern soll der Funklader im Sommer in den Vereinigten Staaten für etwa 40 US-Dollar erhältlich sein. Bis 2011 will RCA die Technik so weit schrumpfen, dass man die W-Lan-Ladefunktion in Akkus einbauen kann.
Das klingt großartig. Wenn die Technik den W-Lan-Funk nicht stört und auch außerhalb der extrem überfunkten CES-Hallen ausreichend schnell Akkus lädt, steckt so ein Funk-Ladegerät 2011 dann wohl bald in jedem neuen, etwas teureren Mobiltelefon.
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