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25.01.2010
 

Apple-Tablet

Wunderflunder mit Schnick und Schnack

Von Matthias Kremp und Konrad Lischka

Einladung zum Apple-Event: Es wird buntZur Großansicht

Einladung zum Apple-Event: Es wird bunt

iPad, iSlate, iTablet - die Technikwelt wird gebannt nach San Francisco schauen, wenn Steve Jobs am Mittwoch das neuste Apple-Spielzeug vorstellt. Bislang kursieren nur wenige Informationen über das Gerät - doch daraus lässt sich ableiten, was es können wird und wie es aussehen soll.

So viel ist klar: Apples Tablet wird anders sein, anders aussehen und anders funktionieren als die Geräte der Konkurrenz. Es wird kein E-Book-Reader sein, auch wenn es sich als solcher eignen wird. Es wird aber auch kein Touch-PC sein, auch wenn es Eigenschaften solcher in sich tragen wird. Stattdessen wird dass iPad, iSlate, iTablet oder wie auch immer es heißen wird, irgendwo zwischen diesen Gerätegattungen angesiedelt sein - und das wird es einzigartig machen.

Das fängt schon bei seinem Farbbildschirm an. Der, da stimmen alle Berichte überein, wird eine Diagonale von etwa zehn bis elf Zoll aufweisen, also viel größer sein als die Displays aktueller E-Book-Reader. Die haben meist nur fünf bis sechs Zoll große Bildschirme. Die zusätzliche Fläche wird nicht nur das Lesen leichter machen, sondern sich vor allem beim Websurfen, E-Mails schreiben, Filme gucken und Spielen positiv bemerkbar machen.

Als Auflösung käme das HD-Format 720p (1280 x 720 Pixel) in Frage. Auf diese Weise könnte man Tablet-Kunden dazu locken, im iTunes Store HD-Filme auszuleihen - die stets mit einem Aufpreis verbunden sind. Die geäußerte Vermutung, Apple werde einen OLED-Bildschirm verwenden, halten wir für ausgesprochen gewagt. Solche Bildschirme, die etwa Samsungs Handys zu besonderer Brillanz verhelfen, sind im Handy-Maßstab noch bezahlbar. In Zehn-Zoll-Größe aber, davon gehen Experten aus, würde ein solches Display 400 Dollar kosten, mindestens sechsmal mehr als ein entsprechendes LCD-Display.

Und das Display wird ohnehin teurer als herkömmliche Bildschirme werden, weil es Multitouch-Funktionen für die fingergesteuerte Benutzeroberfläche bereitstellen muss. Denn eine Tastatur wird es beim Tablet nur virtuell geben, also auf dem Bildschirm eingeblendet. Eine echte Tastatur allerdings dürfte per Bluetooth ankoppelbar sein. Wie so etwas aussehen könnte, haben auf der CES in Las Vegas Lenovo mit dem Ideapad U1 und Freescale mit seinem 200-Dollar-Tablet gezeigt.


Zur Vernetzung werden W-Lan und Bluetooth integriert sein, von ein paar USB-Buchsen flankiert. Die braucht man, um beispielsweise Digicam, iPhone oder USB-Stick anzustöpseln. Ein Ethernet-Anschluss für Kabelnetze ist dagegen verzichtbar: Das Tablet ist ein mobiles Gerät, wird ähnlich iPhone oder MacBook Air weitgehend drahtlos ausgelegt sein. Nicht nur deshalb ist es auch wahrscheinlich, dass ein Mobilfunkmodul eingebaut ist. Abgesehen davon, dass ein solches Modul das Tablet auch außerhalb von W-Lan-Netzen ans Internet anbinden würde, könnte man ein so ausgestattetes 3G-Tablet über die Mobilfunkanbieter verkaufen, welche den Preis bei gleichzeitigem Abschluss eines Mobilfunkdatenvertrags subventionieren könnten. Und das wäre wohl bitter nötig, wenn das Gerät tatsächlich tausend Dollar kostet, wie etliche Experten vermuten.

Was man dafür bekommen wird, wird einem MacBook Air näher sein als einem Kindle. Es wird flach sein, von vorne optisch nur aus einem Bildschirm mit einem dünnen Rahmen bestehen und eine abgerundete Rückseite aus Aluminium haben. Darin eingelassen wird ein ähnlicher Akku untergebracht sein wie bei den aktuellen MacBooks. Der Stromspeicher wird nicht wechselbar sein, würde unter Mac OS X Energie für sieben bis zehn Stunden Laufzeit liefern. Doch wird auf der neuen Hardware wahrscheinlich eine modifizierte Version des iPhone OS installiert sein, die besser für Fingerbedienung geeignet ist und längere Laufzeiten ermöglicht.

"Das Wichtigste, das ich jemals getan habe"

Ohnehin wird das Betriebssystem das eigentliche Highlight des Tablet sein. Denn ob unter dem berührungsempfindlichen Bildschirm nun ein stromsparender Intel-ULV-Chip oder ein ARM-Prozessor werkelt, ob darin eine große Festplatte oder bloß eine kleine SSD eingebaut ist, macht am Ende keinen signifikanten Unterschied zu anderen Tablet-PC, wie jenen von Asus, HP oder Lenovo aus.

Ein Erfolg kann ein Apple-Tablet nur dann werden, wenn es anders ist als die anderen, wenn es den Umgang mit mobilen Computern und Lesegeräten auf ähnliche Weise modernisiert, wie es das iPhone für Handys getan hat.

Ob es das schafft, werden wir bald wissen, am Mittwochabend, wenn Apple-Chef Steve Jobs das Rätselraten um das Gerät lüftet, über das er laut Techcrunch gesagt haben soll, es sei " das Wichtigste, das ich jemals getan habe".

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Ein "ohne" fehlt da leider. mehr...

27.01.2010 von Motorpsycho: iTitel

Den wesentlich interessanteren Web-Cast gibt es übrigens heute eine Stunde vor der Messe. Ich hoffe, ich sehe bei SPON auch hierzu [...] mehr...

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Es gibt auch die Möglichkeit, einfach zu warten bis es so weit ist, statt sich vorher die Köpfe heiß zu reden. mehr...

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Ich weiß. Er kann auch recht sachlich diskutieren, wenn er will. Nur bei Computer-Themen anscheinend nicht. Da ist er über kurz oder lang bei seinem Lieblings-Hassthema. mehr...

27.01.2010 von Hagbard: Titel

Andere einfach in Ruhe lassen, können die Anti-Apple-Fanatiker nicht. Da wird so lange der abstruseste Umfug behauptet, bis einem ein "das stimmt doch gar nicht" über die Lippen/die Tastatur kommt. Was den [...] mehr...

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