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27.01.2010
 

E-Book-Reader

Was Apples Konkurrenten bieten

Von Matthias Kremp

Die Spannung steigt: Apple wird an diesem Mittwoch wohl seinen Tablet-Computer vorstellen. Andere Hersteller bieten bereits Reader an, die elektronische Bücher mit E-Mail, Internet und Multimedia verbinden. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die neuesten Modelle können.


Die Technikwelt schaut auf San Francisco: Ab 19 Uhr MEZ (Liveticker auf SPIEGEL ONLINE) will Apple seine neuesten Produkte präsentieren. Experten rechnen damit, dass auch der lang erwartete Tablet-Computer darunter sein wird. Welche Funktionen das Gerät enthalten wird, ist noch Spekulation, doch klar ist: Um Fachwelt und Konsumenten zu überzeugen, müsste es schon mehr können als nur elektronische Bücher anzeigen.

Diesem Anspruch muss nicht nur Apple genügen - auch die Konkurrenten des US-Konzerns stehen unter Erfolgsdruck. Als Sony im August 2009 neue E-Book-Reader ankündigte, war vieles davon heiße Luft. Der große PRS-900 "Daily Edition" kam erst kurz vor Weihnachten und nur in den USA in den Handel, der kleine und mit 199 Dollar ausgesprochen günstige PRS-300 "Pocket Edition" wurde außerhalb der USA gar nicht erst angeboten. Einzig der 299 Euro teure PRS-600 "Touch Edition" ist seit Monaten auch hierzulande erhältlich. Das untere Ende der Produktpalette wurde bisher weiter vom Alt-Modell PRS-505 gehalten. Jetzt endlich bringt Sony auch hierzulande den PRS-300 auf den Markt - für 199 Euro.

Doch der günstige Preis bedeutet, dass der Nutzer auf manches verzichten muss. Das fällt sofort auf, wenn man den Reader zum ersten mal in die Hand nimmt. "Mensch, ist der klein", möchte man sagen: 12,7 Zentimeter misst die Bildschirmdiagonale - damit deutlich weniger als beispielsweise beim Touchscreen-Reader PRS-600 oder dem Amazon Kindle, die schon mit 15,2 Zentimetern nicht gerade geräumig geraten sind. Sony sieht das freilich als Vorteil, schließlich passe der Kleine dadurch "in nahezu jede Tasche".

Umgekehrt passt allerdings nicht viel Text auf das handliche Bildschirmchen. Knauserig gibt Sony sich auch bei der Speicherausstattung. Nur 512 Megabyte misst der interne Speicher und ist - anders als bei den anderen Sony-Readern - nicht erweiterbar. Viele Leser wird das nicht stören, denn laut Sony passen trotzdem noch 330 Bücher im EPUB-Format in das 220 Gramm leichte Gerät. Da der PRS-300 zudem keine speicherraubenden MP3-Dateien wiedergeben kann, dürfte das tatsächlich meist reichen. Füttert man den Sony-Reader allerdings mit Handbüchern im PDF-Format oder aufwendigen Word-Dateien, kann es doch mal eng werden.

Kommt der kleine Sony zu spät?

Der PRS-300 ist damit ein Gerät, das perfekt auf eine Anwendung zugeschnitten ist: Zum Lesen soll man ihn benutzen - und zu sonst nichts. Das klappt auch sehr gut, das Display ist über alle Makel erhaben, nur eben ein bisschen klein geraten. Dass Sony mit dem PRS-300 jetzt noch ein Verkaufserfolg gelingt, ist allerdings längst nicht gesichert. Anfang Oktober, als die Auswahl an E-Readern noch übersichtlich war und Amazons Kindle noch nicht nach Deutschland geliefert wurde, hätte das noch anders ausgesehen. Mit einem Preis von unter 200 Euro und dem Namen Sony auf der Front hätte der PRS-300 die Schlacht im Weihnachtsgeschäft für sich entscheiden können.

Angesichts des Apple-Tablets, das an diesem Mittwoch enthüllt werden soll, sowie diverser anderer Tablets und E-Reader, die in den vergangenen Wochen vorgestellt wurden, wird die Luft für Sonys Kleinen allerdings dünn.

Sehen Sie hier, womit Apples Konkurrenten punkten wollen und wie viel Multimedia in den E-Book-Readern der nächsten Generation steckt:

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insgesamt 12 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
28.01.2010 von ghostbuster: Smartphone?

Smartphone? Sie meinen wohl eher Netbook. Denn telefonieren kann man mit dem iPad soweit ich weiss nicht. Alle Netbooks müssen sich sehr warm anziehen (bei dem Preis des iPads) und e-book Reader (gerade der Kindle DX) haben mit [...] mehr...

27.01.2010 von michalcz81: Der Kindle DX ist immernoch das Beste

Also ich finde die ganze Apple vorstellung ein bisschen enttaeuschend, letztlich kann sich das Ipad nicht entscheiden ob es nun ein E-Reader, ein Computer oder ein Smartphone sein will und das wird wohl auch das groesste Problem [...] mehr...

27.01.2010 von lreeg: Die Funktionalität des Apple Tablet !

Was ist das Tablet von Apple wirklich? Aus absolut sicheren Quellen - Apple Mitarbeitern, Analysten, TechPresse, SpiegelOnline etc. - endlich die Wahrheit zur IT-Revolution! Das Gerät braucht keinen Akku und läuft endlos, hat [...] mehr...

27.01.2010 von TheHutt: Vergessen: "Pocketbook"-Geräte

Hallo, Leider hat der Artikel zwei herausragende Geräte völlig unberücksichtigt gelassen: Pocketbook 360° und Pocketbook 301. Beide Geräte glänzen mit einer herausragenden Funktionalität, und auch wenn die ohne WiFi [...] mehr...

27.01.2010 von SirRobin: Applemania bei Spiegel?!

"Die Technikwelt schaut auf San Francisco: Ab 19 Uhr MEZ (Liveticker auf SPIEGEL ONLINE) will Apple seine neuesten Produkte präsentieren". Krass... Spiegel.de berichtet live und wohl auch in Farbe davon was ein [...] mehr...

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Übersicht: E-Book-Reader

Sony: Lesegerät für deutsche Titel

AP
Sonys Lesegeräte, zum Beispiel das PRS-505, können das EPUB-Format lesen. In diesem Format mit digitaler Rechteverwaltung bietet der Buchhandel hierzulande rund 14.000 deutschsprachige Titel zum kostenpflichtigen Download an. Das Angebot ist klein, die Texte genauso teuer wie in Papierform - dafür können Titel auch virtuell aus öffentlichen Bibliotheken entliehen werden. Das 250 Gramm schwere Gerät mit Schwarzweiß-Display kostet in Deutschland um 200 Euro.

Amazon: Lesegerät mit Shop-Anbindung

Apple: Shop (noch) ohne Lesegerät

Txtr, Wisereader und Co.







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