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05.02.2010
 

Display-Probleme

Apple entschädigt mit Barem für defekte iMacs

Ärger um den Vorzeige-iMac: Scharenweise klagen Käufer des Riesenrechners über verfärbte oder flackernde Bildschirme. Zuerst wollte Apple das Problem per Software lösen, jetzt bietet das Unternehmen frustrierten Kunden Geld als Ausgleich an.


So beeindruckend Apples 27-Zoll-iMac ist, so fehlerhaft scheint er auch zu sein. Kaum hatte der Hersteller im Dezember mit der Auslieferung des Boliden begonnen, tauchten in Foren Berichte über flackernde und sich verfärbende Bildschirme bei dem Modell mit 27-Zoll-Bildschirm auf. Weit mehr als 4000 Einträge zählt der entsprechende Diskussionsstrang in den offiziellen Apple-Foren mittlerweile. Etliche Besitzer des Edlen All-in-one-Computers brachten das große Gerät mehrfach zur Reparatur. Jetzt bietet das Unternehmen bei Rückgabe des Rechners 15 Prozent der Kaufsumme, umgerechnet 300 Dollar, als Schadensersatz an.

Zuvor hatte Apple versucht, die Probleme per Software-Update zu beheben. Im Abstand einiger Wochen veröffentlichte der Konzern zwei Updates, welche Flackern und Farbstich abschalten sollten. Zumindest das Flackern, so das Mac-Blog Hardmac, sei damit auch bei fast allen betroffenen iMacs erfolgreich beseitigt worden. Angaben, das damit aber auch der vielfach beobachtete Gelbstich verschwunden sei, widersprechen Besitzer des Geräts in Foren allerdings.

Apple verteilt an Händler und Servicestellen unterdessen eine Software namens Apple Service Display Utility (ASDU), welche das Display des Rechners analysieren und wiederum per Software reparieren soll. Insgesamt 40 Minuten, so wird berichtet, dauert es, bis diese Software durchgelaufen ist. Weshalb das Programm für diesen Prozess so lange braucht, ist unklar. Offensichtlich hat die extrem hohe Auflösung des Bildschirms, immerhin 2560 x 1440 Bildpunkte, Anteil an der langen Verarbeitungszeit.

Apple: Die Nachfrage ist zu groß

Dass Apple aber überhaupt so vehement versucht, dem Problem per Software beizukommen, hat seinen Grund offenbar in Lieferprobleme bei den großen Bildschirmen. Kaum war der 27-Zoll-iMac lieferbar, war er es schon wieder nicht mehr. Im deutschen Apple Store wird seine Lieferzeit seit Dezember mit drei Wochen angegeben, im US-Store wurde sie erst vor wenigen Tagen auf zwei Wochen gesenkt.

Beobachter wähnten den Grund für diese Verzögerungen in Problemen bei der Herstellung der 27-Zoll-Bildschirme. Sogar Berichte über einen generellen Lieferstopp tauchten kurzfristig auf. Dem " Wall Street Journal" gegenüber erklärte ein Apple-Sprecher allerdings, nicht technische Probleme sondern eine enorm hohe Nachfrage seien der Grund für die Verzögerungen. Man arbeite "intensiv daran, die Bestellungen so schnell wie möglich abzuarbeiten", lautet die offizielle Stellungnahme.

Rückgabeprämie in den USA und Großbritannien

Das Tech-Blog Gizmodo berichtet unterdessen mit Bezug auf einen Apple-Händler, dass es derzeit offenbar nicht einmal möglich ist, 27-Zoll-iMacs innerhalb einer angemessenen Frist zu reparieren. Allein in Europa fehlen derzeit offenbar mehr als 230 Austausch-Displays für die fehlerhaften Rechner. Genervten Kunden bietet Apple in Großbritannien und den USA deshalb zumindest einen finanziellen Ausgleich an. Wer dort einen bereits mehrfach ohne Erfolg reparierten 27-Zoll-iMac zurückgibt, erhält zusätzlich zum Kaufpreis eine Prämie von 15 Prozent der Kaufsumme, also rund 300 Dollar.

Aus Deutschland sind derartige Angebote bislang noch nicht gemeldet worden. Ein iMac-Anwender berichtete noch am Freitagmorgen, ihm sei von Apple kulant eine Rücknahme eines sechs Wochen alten Geräts gegen volle Erstattung des Kaufpreises gewährt worden, mehr aber auch nicht.

Und, nur um das nicht zu unterschlagen: Diejenigen, die einen fehlerfreien 27-Zoll-iMac besitzen, sind mit ihren Geräten offenbar zufrieden, wollen das Riesending nicht mehr missen - und hoffen, dass sich nicht plötzlich auch ihr Bildschirm gelb verfärbt.

Apples iMacs, Ende 2009
Prozessor Intel Core 2 Duo Intel Core 2 Duo Intel Core 2 Duo Intel Core i5
Taktfrequenz 3,06 GHz 3,06 GHz 3,06 GHz 2,66 GHz
Grafikkarte nVidia GeForce 9400m ATI Radeon HD 4670 ATI Radeon HD 4670 ATI Radeon HD 4850
Arbeitsspeicher 4 GB 4 GB 4 GB 4 GB
Festplatte 500 GB 1 TB 1 TB 1 TB
DVD-Laufwerk Ja Ja Ja Ja
Displaygröße 21,5 Zoll 21,5 Zoll 27 Zoll 27 Zoll
Displayauflösung 1920 x 1080 1920 x 1080 2560 x 1440 2560 x 1440
W-Lan/Bluetooth 802.11n/2.1+ EDR 802.11n/2.1+ EDR 802.11n/2.1+ EDR 802.11n/2.1+ EDR
Ethernet 1 x Gigabit 1 x Gigabit 1 x Gigabit 1 x Gigabit
USB 4 4 4 4
Firewire 1 1 1 1
Audio In/Out optisch-digital optisch-digital optisch-digital optisch-digital
Sonstiges Mikrofon, Webcam, SD-Kartenleser Mikrofon, Webcam, SD-Kartenleser Mikrofon, Webcam, SD-Kartenleser Mikrofon, Webcam, SD-Kartenleser
Preis in dieser Ausstattung 1099 Euro 1349 Euro 1499 Euro 1799 Euro

mak

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insgesamt 9 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
06.02.2010 von number12: Hmm ...

Ich arbeite seit über 20 Jahren ausschließlich mit Macs; was anderes kommt mir auch nicht als Hauptrechner auf den Schreibtisch (auch wenn ich manchmal staune, wie schnell vor ein paar Jahren ein Windows XP im Gegesatz zu OS X [...] mehr...

06.02.2010 von Dodge: Was war nochmal das Thema hier? :D

Ich arbeite mit einem MacBook und besitze zudem ein iPhone. Ich kann nicht sagen dass Apple fehlerfrei ist, aber das kann auch keine andere Firma der Welt behaupten. Insbesondere die mit den schönen bunten Fenstern nicht, und [...] mehr...

05.02.2010 von durant: Ganz toll SPON!

Ich besitze selbst ein iPhone aber was hier in letzter Zeit auf SPON gepostet wird ist einfach nur peinlich! Wieso wird eigentlich nicht ueber die neusten Produkte/Leistungen von Kraft, Rowenta oder ATU gesprochen? Oder noch [...] mehr...

05.02.2010 von michaxl: .

Als Werbung würde ich das nicht bezeichnen, da hier ja ein offensichtlicher Mangel öffentlich gemacht wird. Potentielle Käufer werden durch diesen Artikel eher abgeschreckt. mehr...

05.02.2010 von Shimodax: Stockholm Syndrom

Ich habe auch nen Apple (nebst PC) aber diese Lobhudelei und Entschulderei ist echt nervig. Da fehlt nicht mehr viel zu homeopatischen (im Endprodukt nicht mehr nachzuweisen) Journalismus a la maclife.de. mehr...

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