Von Matthias Kremp
Der Effekt ist erstaunlich: Ein Fahrradhelm, der sich eben noch genauso anfühlte und anhörte wie ein Fahrradhelm, fest und still nämlich, wird im nächsten Moment zum Klangmonstrum. Woher der Sound kommt, kann ich nicht klar heraushören, er ist einfach da. Musik wabert irgendwie durch meinen Schädel, ohne dass Lautsprecher oder Kopfhörer involviert wären. Trotzdem kann ich mich dabei unterhalten, höre alles, was um mich herum geschieht, durch die Klangwolke hindurch.
Der Grund für diese merkwürdige Sound-Erfahrung ist der Tunebug Shaker, ein Klangerzeuger, der hinten auf den Helm geklemmt ist, den Kopfschutz als Resonanzkörper verwendet - und meine Schädeldecke gleich mit, gefühlt zumindest.
Geräte nach diesem Prinzip bietet die Firma Tunebug in verschiedenen Versionen, für verschiedene Nutzungsszenarien und in einer Preispanne von rund 40 bis 100 Euro an. Gemeinsam haben sie alle, dass man einen konventionellen Lautsprecher vergeblich sucht. Statt wie ein solcher die Luft zum Schwingen anzuregen, regt er die Oberfläche an, auf der er steckt, liegt oder klemmt. Der enorme Vorteil dieser Technik: Ein Gerät, das auf diese Weise Musik wiedergibt, kann viel kleiner sein als eine Lautsprecherbox und erzeugt trotzdem meist viel kräftigere Bässe als Mitnehm-Boxen.
Mit Hi-Fi hat das nicht viel zu tun, aber es kann für die pragmatische Beschallung kleiner Räume unterwegs durchaus ausreichen. Kein Wunder, dass die kleinen Geräte zum Trend werden: Auch Terratec und einige weitere Firmen stellen ihre Entwürfe auf der Cebit vor. Was man mit solchen Geräten machen kann - und wie man seinen Laptop im Bett besser kühlen kann - sehen Sie im ersten Teil des SPIEGEL-ONLINE-Videospecials zur Cebit:
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Die Zeiten der Vorreiterschaft ist vorbei. Auf der CeBIT sieht man nur noch Produkte großer Firmen die verkauft werden sollen. Mit IT im eigentlichen Sinn hat das nur noch als 'Warengruppe' zu tun. Nicht umsonst finden sich [...] mehr...
Zombie - Technik aus den Kinderjahren des HiFi und immer noch nicht besser? Ist doch eher traurig. mehr...
Unterwegs nehme ich aber keine "Quäkmaschine" sondern einen älteren, halboffenen Kopfhörer aus dem Hause beyerdynamic (den dt 330 MK II ). Damit Musik klingt wie Musik, Pianopassagen perlen, Bässe drücken und das [...] mehr...
Aaaaah..... endlich! Biegbare Bildschirme! Alles wird gut! mehr...
Ist doch immer wieder schön, mit welch einfachen Mitteln hochbezahlte Spiegel Redakteure beeindrucken. Peinlich. mehr...
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