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15.03.2010
 

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Roboter, Luftnummern und extrem teure Uhren

2. Teil: Internet vorgeschlagen für Friedensnobelpreis

Vaporware ist im IT-Sprech die Ankündigung einer Sache, die sich dann als bloßer Dampf entpuppt, der vom Winde verweht wirdZur Großansicht
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Vaporware ist im IT-Sprech die Ankündigung einer Sache, die sich dann als bloßer Dampf entpuppt, der vom Winde verweht wird

Wenn es nach der Initiative Internet for Peace geht, dann steht der nächste Friedensnobelpreisträger schon fest: Das Internet soll ihn bekommen. Stellvertretend für uns alle. Und nicht nur Nicholas Negroponte, der Entwickler des 100-Dollar-Laptops, findet diese Idee ganz entzückend. Nein, auch der Preisträger von 2003, Shirin Ebadi, steht hinter der Idee.

Denn die sollen wir so verstehen, dass wir alle doch den Preis bekommen, wenn das Internet damit ausgezeichnet wird - denn wir alle sind ja das Netz. Ausgenommen vielleicht die ärmsten der Armen in den schlimmsten der schlimmen Krisen- und Kriegsgebiete.

Wer so etwas vorschlägt, hat zumeist die kommunikativen Potentiale des Netzes im Sinn: Wenn Zeugen Übergriffe in totalitären Staaten öffentlich machen; wenn sich Oppositionelle über das Netz organisieren; wenn das Netz Öffentlichkeit schafft, wo jemand etwas zu verbergen hat.

Der Grundgedanke ist also durchaus nachvollziehbar, und doch ist er unsinnig: Immer sind es Menschen oder zumindest konkrete Institutionen, die den Mut aufbringen, etwas für Frieden und Freiheit zu tun - in den oben angesprochenen Fällen Zeugen, Blogger, Parteien und Gruppen - und nicht deren Kommunikationsmittel. Der erste Preisträger, Henry Dunant, bekam die Auszeichnung für die Gründung des Roten Kreuzes (und nicht etwa sein Briefpapier oder der Postbote). Andrei Sacharow, Desmond Tutu, Elie Wiesel, Michail Gorbatschow, John Hume, Nelson Mandela oder Frederik Willem de Klerk bekamen ihre Auszeichnungen für ziemlich konkrete Verdienste - auf die Idee, stattdessen ihre Telefone, Buchdruckmaschinen oder TV-Kameras auszuzeichnen, wäre zurecht niemand gekommen.

Man merke: Nicht alles, was irgendwie cool klingt, ist auch sinnvoll. Und bei weitem nicht alle von uns, die das Internet nutzen, verdienen dafür einen Friedensnobelpreis.

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Die neuesten Beiträge:
15.03.2010 von a.weishaupt: Gar nicht so gaga

DAS INTERNET hat mit seinem Dienst an der Völkerverständigung z.B. per Chat (US-Bürger: "look here!" -Pakistaner: "lol wtf!!") den Friedensnobelpreis durchaus eher verdient als Obama. mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

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