Vor allem der fest eingebaute Akku hat es den Technik-Testern angetan. Apple verspricht eine Laufzeit von zehn Stunden. Im Dauerbetrieb hielt die W-Lan-Version des iPads sogar noch zwei Stunden länger aus. "Mehr als zwölf Stunden" mit heftiger Internet-, Video- und Spielenutzung, schreibt Xeni Jardin auf BoingBoing. Die Erfahrungen ihrer Kollegen sind ähnlich vielversprechend.
Doch ist das iPad wirklich die "magische Revolution", die Apple-Chef Steve Jobs verspricht, der Computer fürs Wohnzimmer, für die Großeltern? Oder ist es ein funktionsarmes Gadget, ein aufgeblasener iPod Touch, der mit seinen Apps dem Nutzer das Geld aus der Tasche ziehen soll und ihn zur passiven Apple-Abhängigkeit verdammt?
Beide Antworten sind zutreffend, es kommt auf die Perspektive an. Deswegen hat David Pogue für die "New York Times" gleich zwei Tests geschrieben, einen für die Minderheit der Techies und einen für die große Mehrheit, für "alle anderen". Die Technik-Spezialisten, die "mehr E-Mail-Adressen als Hosen besitzen", werden gewarnt. Natürlich gebe es für weniger Geld Laptops mit mehr Funktionen und Schnittstellen, natürlich nerve das fehlende Flash-Plugin, das die meisten Websites voraussetzen, um Videos darzustellen. Techies mit Smartphone und Laptop, so sein Fazit, werden kaum auch noch ein iPad brauchen.
Doch für "alle anderen" lobt er das iPad, die einfache Bedienung, die Geschwindigkeit, das helle und hochauflösende Display, das geringe Gewicht. "Richtig Spaß" machen dann die Apps, die Anwendungen auf dem iPad. E-Mail, Spiele, Videos - Pogue ist begeistert, das iPad schaffe eine "neue Kategorie" von Gadgets.
Vorsichtige Kritik, große Erwartungen
Bei aller Begeisterung, der sich auch Jefferson Graham von "USA Today" nicht verweigert, gibt es für ihn zwei Kritikpunkte. Er ärgert sich, dass man Fotos, Videos und Dokumente nicht einfach auf das iPad aufspielen kann - es gibt dafür keinen USB-Slot, kein Kartenlesegerät. Stattdessen ist ein weiterer Computer nötig, mit dem man das iPad verbinden muss, um dann Bilder- und Musik- und sonstige Sammlungen über iTunes zu synchronisieren. Sein größtes Problem mit dem Tablet ist das fehlende Flash-Plugin. Viele Websites funktionieren ohne den Multimediaplayer von Adobe eben nicht richtig - ein Ärgernis, das sich durch alle Reviews zieht.
Sicher, das iPad sei nicht perfekt, könne nicht alles. Die Funktionen, auf die sich das iPad konzentriert, seien aber "bemerkenswert gut", schreibt Tim Gideon vom "PC Magazin". Man könne über ein paar fehlende Funktionen klagen, nicht aber über die Funktionalität des iPads: Apple sei ein "überzeugendes Debüt" gelungen. Ebenso sind sich die Experten einig, was die Geschwindigkeit angeht. "Abgefahren schnell" sei das iPad, schreibt Walt Mossberg auf All Things Digital. Videos ansehen, Musik hören, Bücher lesen und Spiele zocken mache einfach Spaß. Ausgiebig habe er Twitter und Facebook genutzt, und sogar ein paar einfache Arbeiten mit Apples iPad-Textprogramm erledigt.
So viel zur Technik, die Erwartungen der Tester wurden nicht enttäuscht. Träumen darf man nun von etwas anderem: Noch spannender als das schlanke Abspielgerät seien die Inhalte, schreibt Xeni Jardin auf BoingBoing. Jene neuen Multimedia-Formate, die das iPad möglich mache, die Mischung aus Buch, Film und Videospiel, "die irgendjemand in einem Jahr dann vorstellt".
Auch SPIEGEL ONLINE konnte einen ersten Blick auf das iPad werfen - unseren ausführlichen Test lesen Sie in den kommenden Tagen.
ore
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Uralt-Prozessor --> ältere OS-Version. Damit ist natürlich alles, was erst danach entwickelt wurde, abgehängt, d.h. Kompatibilitätsprobleme sind vorprogrammiert. Generell gilt: Altes System mit alter Hardware und altem OS [...] mehr...
Der Hype und das Marketing um das iPad sind größer, als es die Qualität des Gerätes ist. Apple kocht auch nur mit Wasser. Man stelle sich mal vor, Microsoft hätte in Zusammenarbeit mit - sagen wir mal - Dell oder Asus exakt [...] mehr...
Dies ist ein Problem, welches Micorsoft für sich nicht lösen kann, hier wird nur das OS produziert, die Hardware kommt von anderen. Den Windowsrechner aus einem Guss gibt es nicht. Das hat Nachteile, sicher, aber auch ein [...] mehr...
Was aber keine Schande ist. Apple hat auch von Palo Alto abgekupfert und weder haben sie die Maus, die GUI, das Handy noch einen Tablet Computer erfunden. Worauf ich nur hinauswollte ist, dass die ganzen Geschichten, dass [...] mehr...
Mal von der Unterstellung abgesehen, dass die angeblichen (gefühlten) "Apple-Fanboys", die Sie sich nicht verkneifen konnten, das nicht wahrhaben wollten, ist es auch kaum verwunderlich, dass es sogar MS inzwischen [...] mehr...
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