Von Matthias Kremp
Eigentlich ist der Zoneplayer S5 hier fehl am Platze. Denn ein iPod-Player ist er nicht. Zumindest keiner, in den man den iPod einfach einstecken kann, außer man schließt ihn per Kabel an. Und doch ist der S5 ein Zubehör für iPod-Nutzer, nur eben anders als die anderen.
Denn das Besondere an den Sonos-Playern ist, dass sie sich drahtlos oder per Kabel übers Netzwerk mit Musik versorgen. So kann man das Gerät instruieren, die iTunes-Musiksammlung, die jeder iPod-User quasi zwangsweise anlegt, vom Computer abzuspielen. Und wenn man nicht allein lebt, lässt man das Gerät einfach die iTunes-Bibliotheken aller Familienmitglieder oder Mitbewohner nutzen. Bis zu 16 Datenquellen kann der S5 verwalten.
Eleganter ist es allerdings, diese Musiksammlung auf eine Netzwerkfestplatte auszulagern. So muss der Computer nicht den ganzen Tag laufen, und die Musik ist trotzdem immer abrufbereit. Der eigentliche Hit ist aber, dass es eine kostenlose iPhone-App von Sonos gibt, mit der man den S5 vom Apple-Handy oder iPod touch aus fernsteuern kann. Auf diese Weise lassen sich auch Internet-Radiosender oder Web-Musikdienste wie last.fm und Napster nutzen.
Was den Sound angeht, muss sich der Sonos-Player nicht verstecken. Klar, sein Bass kommt lange nicht so drückend rüber wie bei dem Bose-System, ist dafür aber klar und ausgewogen. Selbst bei hohen Lautstärken sind keine Verzerrungen auszumachen. Und wer mag, kann ihn zu einem System erweitern, das sich durch das ganze Haus zieht, indem man weitere Zoneplayer hinzufügt. Allerdings zu einem Preis von 400 Euro pro Stück. Praktischer Nebeneffekt: Die Internetverbindung des S5 lässt sich über zwei integrierte Ethernet-Buchsen an andere Geräte wie etwa Blu-ray-Player oder internetfähige Fernseher weiterreichen. Das spart Kabel und Geld.
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