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16.06.2010
 

iPhone

Hohe Nachfrage führt zu langen Wartezeiten

Schlange vor Apple-Shop in Tokio: Lange Wartezeiten fürs iPhoneZur Großansicht
AP

Schlange vor Apple-Shop in Tokio: Lange Wartezeiten fürs iPhone

Die Online-Shops sind eröffnet - und brechen reihenweise zusammen: Die hohe Nachfrage nach dem neuen iPhone-Modell hat Hersteller Apple innerhalb eines Tages mehr als 600.000 Vorbestellungen eingebracht, die Internetseite stürzte wegen Überlastung ab.

Cupertino/New York - Apple Chart zeigen bricht mit der neuesten Version seines iPhone alle Rekorde. Für die vierte Auflage des Smartphones gingen binnen eines Tages mehr als 600.000 Vorbestellungen ein. Das brachte die Online-Shops zum Abstürzen. Auch bei der Telekom, dem deutschen Apple-Partner, ging zwischenzeitlich gar nichts mehr. In den Apple-Läden in den USA bildeten sich Menschenschlangen.

"Das war weit mehr als wir erwartet hatten", sagte Apple am Mittwoch. "Das war die größte Anzahl an Vorbestellungen, die wir jemals an einem Tag hereinbekommen haben." Vom ersten iPhone, das 2007 herauskam, wurden an den ersten beiden Verkaufstagen 270.000 Stück verkauft.

"Der Ansturm auf unsere Website war enorm", sagte ein Telekom-Sprecher am Mittwoch in Bonn, "die Nachfrage war zehn mal so hoch wie zum Start des Vorgängermodells 3GS". Die Telekom hatte am Dienstag um 10 Uhr ihren Online-Shop für das neue Modell geöffnet.

Am 24. Juni werden die ersten Handys ausgeliefert. "Möglicherweise werden wir nicht alle Anfragen gleich bedienen können", warnte ein Telekom-Sprecher vor. "Wir haben deutlich weniger Geräte zugebilligt bekommen als wir bestellt hatten." Deutsche Kunden, die jetzt vorbestellen, müssen bis zum Juli warten bis sie ihr Gerät in Händen halten können. Einen entsprechenden Hinweis veröffentlichte die Telekom am Mittwoch in ihrem Online-Shop.

Bestell-Panne bei AT&T

Dem US-Wettbewerber AT&T ergeht es ähnlich. Der Konzern nimmt bis auf Weiteres keinerlei Reservierungen mehr an. Zuerst sollten die eingetroffenen Vorbestellungen abgearbeitet werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Apple mit der Produktion eines neuen Geräts hinterherhinkt: Auch beim jüngst herausgebrachten Tablet-Computer iPad stellten die Kalifornier die Geduld der Kundschaft auf eine harte Probe.

Für AT&T sind die Aussetzer des Online-Shops am Dienstag besonders peinlich. Nicht nur, dass viele Kunden unverrichteter Dinge wieder abzogen. Etliche landeten auch urplötzlich in fremden Bestellungen. Nach Angaben von AT&T konnten sie dabei aber zumindest keine kritischen Daten wie Kreditkartennummern sehen. Das ist bereits die zweite Sicherheitspanne bei AT&T binnen kürzester Zeit, nachdem 114.000 E-Mail-Adressen von iPad-Besitzern offen zugänglich waren.

Apple-Chef Steve Jobs hatte das iPhone vor gut einer Woche vorgestellt. Im Vergleich zu seinen drei Vorgängern verfügt es über einen verbesserten Bildschirm, längere Batterielaufzeiten, einen schnelleren Prozessor und zwei eingebaute Videokameras. Die deutschen Kunden gehören zu den ersten weltweit, die das Gerät bekommen.

luk/dpa/apn

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