Von Axel Kossel
Eine Netzsperre soll verhindern, dass der Kunde die SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers nutzt, um billiger telefonieren zu können. Denn bei Verträgen ohne monatlichen Grundpreis sind die Gesprächskosten der einzige Weg, auf dem Anbieter marktübliche Vergünstigungen beim Gerätepreis ausgleichen können. Doch auch bei Laufzeitverträgen mit Grundpreis gibt es Netzsperren, etwa um teure Handys zusätzlich über hohe Gesprächspreise zu subventionieren.
Zu dieser Gruppe gehört das iPhone, das T-Mobile in Deutschland exklusiv mit 24-Monats-Vertrag und Netzsperre vertreibt. Um diese Sperre zu lösen, genügt es aber nicht, einen Freischaltcode einzugeben, den man bei T-Mobile für andere Handys nach Ablauf des Vertrags bequem online beantragen kann. Dieses kundenfreundliche Verfahren lässt sich bei einigen Handy-Modellen austricksen, deren Codes zu einfach aufgebaut sind. Apple hat für die Netzsperre des iPhone daher einen sichereren Weg gesucht. Dadurch kann T-Mobile die Geräte aber gar nicht selbst entsperren; dies bleibt Apple vorbehalten.
Auch wenn es dadurch etwas mühsam wird, lohnt sich das Entsperren unabhängig davon, ob man das iPhone behalten oder verkaufen möchte und den Vertrag bei T-Mobile kündigt oder weiterlaufen lässt. Denn das entsperrte iPhone erzielt nicht nur höhere Preise am Gebrauchtmarkt, sondern lässt sich beispielsweise während des Auslandsurlaubs mit einer vor Ort gekauften Prepaid-Karte betreiben, um günstiger zu telefonieren und zu surfen als mit den Roaming-Tarifen von T-Mobile.
Freischalten, ersetzen, verkaufen - das Fachmagazin "c't" erklärt, wie Sie Ihr Gebraucht-iPhone am besten nutzen.
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