3D-Drucker im Weltraum Kinder sollen der Nasa beim Replikator-Bau helfen

Wird Nahrung für Astronauten bald von 3D-Druckern produziert? Die Nasa sucht mit einem Wettbewerb nach Ideen von Kindern, um diese Frage zu lösen. Ohnehin rücken Schüler als Zielgruppe für die neue Technik in den Fokus.

Nasa-Clip über den Wettbewerb: Kinder früh mit 3D-Druckern bekannt machen
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Nasa-Clip über den Wettbewerb: Kinder früh mit 3D-Druckern bekannt machen


Eine Insektenfarm aus dem 3D-Drucker, ein platzsparendes Abfallsystem oder multifunktionelle Küchengeräte: Das sind nur einige Vorschläge, wie man 3D-Drucker im Weltraum nutzen könnte. Doch sie kommen nicht von Wissenschaftlern, sondern von Schülern. Gesammelt hat sie die Weltraumbehörde Nasa. Denn die sucht nach Ideen, wie 3D-Drucker revolutionieren könnten, was und wie Astronauten im All essen - und hat dazu einen Ideenwettbewerb ausgerufen.

Dass die jungen Tüftler tatsächlich umsetzbare Vorschläge für die Weltraumküche der Zukunft einreichen, dürfte nur eines der Ziele der Nasa sein. Vor allem will die Weltraumbehörde wohl junge Menschen dazu bringen, sich früh mit der Technologie der 3D-Drucker zu beschäftigen. Damit ist die Nasa nicht allein: Auch in anderen Bereichen entdeckt man Kinder gerade zunehmend als Zielgruppe für dreidimensionale Drucker.

Den Wettbewerb veranstaltet die Nasa gemeinsam mit der American Society of Mechanical Engineers (ASME) und nutzt dabei intensiv die Marke "Star Trek". "Aufruf an alle Kadetten der Sternenflotte. Star Trek und Nasa wollen, dass ihr die zukünftige Ernährung im Weltraum entwerft", steht auf einer Webseite über die "Star Trek Replicator Challenge".

In der Serie "Star Trek" ist die Vision der Nasa schon Wirklichkeit. Die Mannschaften der Raumschiffe können auf Replikatoren zurückgreifen, Geräte, die Materie erzeugen. Jede vorher erfasste Struktur kann damit produziert werden, zum Beispiel Lebensmittel.

Auch Spielzeughersteller setzen auf 3D-Drucker

Von dieser Vorstellung lässt sich offenbar auch die Nasa inspirieren: 3D-Drucker sind die Geräte, die am nächsten an die Funktionsweise des Replikators von "Star Trek" herankommen. 2014 kam das erste derartige Gerät auf der Internationalen Raumstation ISS an. Die Astronauten der ISS haben damit laut Nasa schon verschiedene Werkzeuge und Behälter gedruckt.

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3-D-Drucker: Das ist der Makerbot Replicator 2

Gedacht ist der aktuelle Wettbewerb für Kinder an Grund- und Mittelschulen. Dass 3D-Drucker nicht nur etwas für Erwachsene sind, sehen wohl auch immer mehr Spielzeughersteller so. Erst vor wenigen Tagen hat Mattel einen 3D-Drucker namens "ThingMaker" vorgestellt. Das Gerät kostet 300 Dollar und soll es den Kindern ermöglichen, eigenes Spielzeug zu designen und direkt zu produzieren. Angst, sich selbst dadurch irgendwann überflüssig zu machen, hat man bei Mattel offenbar nicht.

Auch der 3D-Drucker "Andi" soll Kindern die Funktionsweise der Geräte in einer stark vereinfachten Version beibringen, genauso wie der "Magicube" von Hersteller Anyprint. Der "Doodle3D" wiederum lässt Kinder in einer App ein Bild malen, das in einen 3D-Entwurf umgewandelt werden und dann in 3D gedruckt werden kann.

gru



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