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99-Dollar-Tablet: HP TouchPad gewinnt Fans im Schlussverkauf

Für 399 Dollar ein Flop, für 99 Dollar schnell ausverkauft: Das HP-Tablet Touchpad ist im US-Schlussverkauf erstaunlich erfolgreich, obwohl die Zukunft seines Betriebssystems unklar ist.

HP TouchPad: Das Tablet mit dem WebOS Fotos
SPIEGEL ONLINE

Am Ende ist es doch noch eine kleine Erfolgsgeschichte geworden: Wie geschnitten Brot verkaufte sich am Wochenende das TouchPad von HP. Allerdings haben die sprunghaft gestiegenen Verkaufszahlen einen schlichten Grund. Nachdem HP in der vergangenen Woche den Komplettausstieg aus dem Geschäft mit PC und Tablets verkündet hatte, begannen die Verantwortlichen bereits am Wochenende mit der Lagerräumung. Das 16-Gigabyte-Modell des HP-Tablet TouchPad wurde in den USA für nur 99 Dollar verramscht. Zuvor mussten Interessenten noch 399 Dollar zahlen - und schon das war ein reduzierter Preis.

Ähnlich der Preissturz bei der 32-Gigabyte-Version: von 599 auf 149 Dollar. Bei US-Handelsketten wie Best Buy waren die Geräte am Wochenende schnell ausverkauft. Auf der Homepage von HP ist die Seite für das TouchPad schon nicht mehr vorhanden, der Surfer erhält lediglich eine dürre Fehlermeldung.

In Deutschland hat der Ausverkauf noch nicht begonnen - im Online-Handel kostet das 16-Gigabyte-Modell weiterhin 399 Euro. Auf eine Anfrage zu möglichen Preissenkungen in Deutschland hat HP bis zu Veröffentlichung dieses Artikels nicht reagiert.

Das TouchPad soll von HP aller Wahrscheinlichkeit nach keine Aktualisierungen mehr bekommen. Wie es mit dem Betriebssystem webOS weitergehen wird, ist noch unklar. Bisher hat HP sich nicht eindeutig dazu geäußert, ob die Software eingestellt werden soll oder künftig in Lizenz an Handy-Hersteller abgegeben werden soll.

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Kapitulation vor dem iPad: Was HP alles aufgibt
Einer der Gründe dafür, dass das HP-Tablet zum ursprünglichen Preis nicht erfolgreich war, könnte die mangelnden Eignung der HP-Hardware für das Betriebssystem webOS sein. Nach einem Bericht von The Next Web soll bei HP-internen Testläufen webOS auf dem iPad 2 doppelt so schnell wie auf dem TouchPad gewesen sein.

Den kalterwischten Entwicklern und Programmieren, die sich von dem HP-System noch zukunftsträchtige Arbeit erhofften, droht dennoch nicht der totale Absturz. Wie Windows-"Evangelist" Brandon Watson via Twitter verkündete, will Redmond den verwaisten Entwicklern eine neue Heimat bieten: "Wir werden euch geben, was ihr braucht, um auf Windows Phone erfolgreich zu sein, Gratis-Handys, Entwickler-Tools, Training usw."

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1. #
Tom-d, 22.08.2011
Zitat von sysopFür 399 Dollar ein Flop, für 99 Dollar schnell ausverkauft: Das HP-Tablet Touchpad ist im US-Schlussverkauf erstaunlich erfolgreich, obwohl*die Zukunft seines Betriebssystems unklar ist. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,781539,00.html
Bei Windows Phone wird dasselbe wohl etwas länger dauern, weil Microsoft mehr Geld zum verpulvern hat, um es in ein nicht überlebensfähiges Betriebssystem zu stecken
2. Blubber
wetnoodle 22.08.2011
Zitat von Tom-dBei Windows Phone wird dasselbe wohl etwas länger dauern, weil Microsoft mehr Geld zum verpulvern hat, um es in ein nicht überlebensfähiges Betriebssystem zu stecken
Keine Ahnung ist auch sowas wie eine Ahnung, nicht war? Manch einer wollte wirklich die einzige Weisheit von Herrn Nuhr verinnerlichen und im Zweifel die Finger still halten...
3. Für den Preis muss man zuschlagen
Volker Hett, 22.08.2011
Selbst wenn es absolut keinen Nutzen ausserhalb der Spielerei mit dem Betriebssystem selbst hätte ...
4. ...
meine-wenigkeit 22.08.2011
Zitat von wetnoodleKeine Ahnung ist auch sowas wie eine Ahnung, nicht war? Manch einer wollte wirklich die einzige Weisheit von Herrn Nuhr verinnerlichen und im Zweifel die Finger still halten...
Microsoft hat mehrere Milliarden noch in Windows CE/Mobile bereits versenkt ohne sie je wiederzuerhalten. Ebenso haben sie erneut Milliarden in Windows Phone 7 investiert und diese noch lange nicht zurück, sondern investieren im Gegenteil noch mehr. Natürlich rechnet es sich für sie nicht und selbst wenn es irgendwann anfängt sich zu rechnen, dann dürfte es Jahre dauern bis es sich refinanziert. Der Unterschied zwischen Microsoft und HP? Microsoft hat eine Sparte, welche es ihnen zumindest für die nächsten Jahre erlaubt jedes Jahr einige Milliarden zu verbrennen ohne in Geldnot zu geraten und gleichzeitig auch eine Führung welche es nicht scheut Risiken einzugehen und einen eingeschlagenen Pfad trotz eines "Fehlschlags" weiterzuführen solange es noch irgendeine Aussicht auf Erfolg gibt. Ebenso wie es Google und auch Apple tun. Eine HP hingeegn, zumindest die derzeitige, ist darauf aus risikoarm dem Gott des Shareholder Values zu huldigen.
5. 99$ zum Fenster raus...
vogelskipper 22.08.2011
Die Schnäppchenjäger sehen mal wieder nur, dass sie 300 $ gespart haben. Ich würde sehen, dass ich 99 $ in ein Pad investiere, dessen Betriebsystem wohl weder weiterentwickelt noch gepflegt werden wird. Von der mageren Auswahl an Apps und dem Harware Support in der Zukunft mal ganz abgesehen. Aber die "Geiz ist Geil" Mentalität gewinnt hier wohl auch die Oberhand. Und im Wiederverkauf dürfte das Teil spätestens in 6 Monaten nach Einführung des iPad 3 sicher keinen Wert mehr haben.
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Zum Autor
  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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