AirPort hat ausgefunkt Apple beendet Produktion seiner WLAN-Router

Anders als iPhones, iPads und Macs verkaufte Apple seine AirPort-WLAN-Router jahrelang unverändert. Jetzt zieht der Konzern sich aus dem Geschäft zurück - und gibt Tipps, worauf man beim Neukauf achten sollte.

AirPort-Router
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Sein Geschäft mit WLAN-Routern hat Apple schon lange stiefmütterlich behandelt - nun will der Konzern es ganz aufgeben. Ab sofort sollen nur noch die Restbestände der AirPort genannten Netzwerkgeräte abverkauft werden, teilte Apple am Donnerstag unter anderem dem Finanzdienst Bloomberg mit. Auf einer Support-Seite gibt das Unternehmen seinen Kunden zudem Tipps, was sie grundsätzlich beim Kauf von Routern, egal von welchem Hersteller, beachten sollten. Wie lange Apple seine Router noch mit Updates, etwa gegen Sicherheitslücken, versorgen wird, ist bislang unklar.

Apple hatte die AirPort-Produktfamilie schon seit mehreren Jahren nicht mehr aktualisiert. Das bis heute aktuelle Modell AirPort Extreme wurde bereits 2013 eingeführt, seither zwar mit Software-Updates versorgt, an der Hardware hat sich aber seither nicht geändert.

Im Geschäft mit WLAN-Routern sind viele Anbieter aktiv, darunter Start-ups, aber auch Apple-Konkurrenten wie Google. Der aktuelle Trend geht zu sogenannten Mesh-Netzwerken, in denen sich mehrere Sendestationen zusammenschalten, um beispielsweise in großen Wohnungen und Häusern flächendeckend schnelles WLAN zu verbreiten.

Für Apple spielten die Router finanziell keine große Rolle, die Umsätze aus der Sparte wurden zusammen mit diversen anderen Geräten in der Rubrik "Anderes" verbucht. Es ist selten, dass der Konzern aus einer Produktkategorie aussteigt. Zuletzt passierte das mit Computer-Monitoren: Apple kündigte in diesem Bereich aber bereits eine Rückkehr in den Markt an.

Googles Mesh-WLAN im Test

mbö/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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swnf 27.04.2018
1. Schade
Mal davon abgesehen, dass die Geräte einfach und gut funktionieren, sind sie mit die einzigen auf dem Markt, die keinen Augenkrebs verursachen, wenn man sich sowas in die Wohnung stellt. Dann hoffe ich mal, dass mein Gerät noch viele weitere Jahre problemlos funktioniert...
xenoxx 27.04.2018
2. wirklich sehr schade!
Als ich mit meinem ersten Apple Airport-Netzwerk im Jahr 2003 Musik aus der iTunes-Bibliothek drahtlos zur Stereoanlage oder in die Küche oder ins Bad streamte, hielten das meine Freunde aus der Windows-Fraktion für science fiction. Heute gang und gäbe, damals dank Apple aufsehenerregend neu! Schade, dass Appe wieder einmal eine gut eingeführte, vor allem aber unglaublich einfach zu konfigurierende Technik über Bord wirft.
juergenhesse 27.04.2018
3. Na und?
Ach, ihr armen Apfeljünger, habt ihr keine Angst wegen Datamining? Schon schlimm genug, dass Apfel i-phones manipulieren können.
schorsch_69 27.04.2018
4. Och Joh!
Zitat von swnfMal davon abgesehen, dass die Geräte einfach und gut funktionieren, sind sie mit die einzigen auf dem Markt, die keinen Augenkrebs verursachen, wenn man sich sowas in die Wohnung stellt. Dann hoffe ich mal, dass mein Gerät noch viele weitere Jahre problemlos funktioniert...
Tja, das ist so was mit dem Augenkrebs! Leider gibt es seit Jahrzehnten praktisch Null Geräte, die u.a.v.m. Augenkrebs wenigstens minimieren und gleichzeitig eine wenigstens mittelmässige Zuverlässigkeit/Performance/Wartung bieten. Ich versuche diese "Quadratur des Kreises" seit über 30 Jahren immer wieder und bin dennoch stets mit meinen absolut banalen Anforderungen gescheitert. Aktuell halte ich immer noch an meinem LaCie Network 2 fest, gleichwohl hier die Geschwindigkeit nicht wahrhaft berauschend war und ist, noch nie "alles" umfassend zufriedenstellend funktionierte, seit Jahren keinerlei Update mehr geliefert wird - aber das Teil sieht doch immer noch sehr gut aus. Leider habe ich bis dato noch nirgendwo eine Ersatzplatine gefunden, um deren Basis zu ersetzen.
iphone_dummy 27.04.2018
5.
Die Technik war eben veraltet. Wer nicht in einer 1 1/2 Zimmer-Wohnung wohnt, setzt heute auf Mesh-Technik. Aber das war nicht das Problem der Dinger - man mußte sie an den richtigen Ort stellen! Technisch richtigen Ort. Der Vorzeige- und "ich-stärke-mein-Ego"-Faktor damit obsolet. Und schon war das ganze Potential (siehe Beitrag #1) für die Katz'.
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