Vergleich mit Alexa, Cortana und Siri Googles Sprachassistent toppt Konkurrenten

Sie mussten Matheaufgaben lösen, Taschentücher bestellen und an Termine erinnern: In einem Test der großen vier Sprachassistenten glänzte Google und Amazons Alexa patzte.

Smartspeaker in einem Wohnzimmer (Symbolfoto)
DPA/ Google

Smartspeaker in einem Wohnzimmer (Symbolfoto)

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Welcher Sprachassistent gibt die besseren Antworten? Das haben sich die Mitarbeiter des US-Investmentunternehmens Loup Ventures gefragt und Alexa (Amazon), Cortana (Microsoft), den Google Assistant und Siri (Apple) gegeneinander antreten lassen. Google schneidet laut dem Bericht am besten ab: 88 Prozent aller Fragen und Befehle hat der Assistent des Internetkonzerns richtig beantwortet und ausgeführt.

Die Tester hatten den Sprachassistenten von Amazon, Microsoft, Google und Apple 800 identische Aufgaben gegeben. Dabei kamen ausschließlich Geräte zum Einsatz, die für den Einsatz in der Wohnung gedacht sind. Die Tester stellten einen Apple HomePod auf, einen Amazon Echo der zweiten Generation, einen Google Home Mini und einen Invoke-Lautsprecher von Harman Kardon mit Microsofts Cortana an Bord.

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Smarte Lautsprecher im Test: Gadgets mit Alexa und Google Assistant im Vergleich

Um die Kompetenz der Software zu bewerten, legten die Forscher zwei simple Kriterien fest: Hat der Assistent die Aufgabe richtig verstanden? War die Antwort korrekt? Aufgeteilt waren die Aufgaben in Kategorien, die sich unter anderem auf Stadtteile von Minneapolis, der Stadt in der getestet wurde, und das dortige Basketball-Team bezogen:

  • Ortskenntnis (Beispiel: "Wo ist das nächste Café?")
  • Shopping (Beispiel: "Kannst du mir Papierhandtücher bestellen?")
  • Navigation (Beispiel: "Wie komme ich nach Uptown?")
  • Information (Beispiel: "Wo spielen die 'Twins' heute Abend?")
  • Befehl (Beispiel: "Erinnere mich daran, Steve heute um 14 Uhr anzurufen!")

In einer Disziplin überzeugten alle Smartspeaker: Wenn es darum geht, die Fragen zu verstehen, klappte das fast immer. Google interpretierte alle 800 Befehle richtig. Der HomePod lag bei drei, Cortana bei fünf und Echo bei acht Sprachbefehlen daneben.

Alexa patzt beim Shopping

Bei der Suche nach den richtigen Antworten sieht es anders aus. In dieser Disziplin setzte sich Google mit 88 Prozent richtiger Antworten klar an die Spitze. Apple landete mit Siri auf Platz zwei (75 Prozent), knapp gefolgt von Alexa (73 Prozent). Abgeschlagen bildete Microsoft mit Cortana und einer Erfolgsquote von 63 Prozent das Schlusslicht.

Überraschend ist laut den Wissenschaftlern das schlechte Abschneiden des Amazon-Sprachassistenten bei Shopping-Anfragen. Eine Kategorie, die "Alexa der landläufigen Meinung zufolge ja dominieren müsste", wie es in dem Bericht heißt. Während Google in der Kategorie Shopping 86 Prozent der Fragen richtig beantwortete, lag Amazons Alexa mit nur 52 Prozent auf dem dritten Platz und damit hinter Apples Siri.

Testergebnisse

Testergebnisse

Den Grund für die Patzer von Amazon versuchen die Tester mit einem Beispiel zu erklären. Demnach durchsuche Alexa zu häufig das Warenangebot. So habe der Amazon-Assistent auf die Frage, wie viel eine Maniküre wohl kosten würde, mit dem Hinweis auf ein Pflegeset für 59 Dollar im Amazon-Sortiment geantwortet. Google hingegen erklärte korrekt, dass eine Maniküre im Durchschnitt etwa 20 Dollar koste.

Der Wettbewerb soll nach Angaben von Loup Ventures fair abgelaufen sein. Auf eine Anfrage des SPIEGEL teilte ein Sprecher mit, dass es "keine finanzielle Beteiligung an Google, Apple, Microsoft oder Amazon" gebe. Welche Aufgaben jedoch genau gestellt wurden, bleibt ungewiss. Den Fragenkatalog will man nicht herausrücken. Neben den Beispielen in den Kategorien wird im Bericht lediglich vermerkt, dass die Geräte etwa den Umfang eines Kreises anhand des Durchmessers berechnen und wissen müssen, mit wem der frühere US-Präsident Thomas Jefferson eine Affäre hatte.

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Der Siri-Lautsprecher: Apple HomePod im Test

Unterm Strich schneiden alle getesteten Smartspeaker besser ab als bei den gleichen Tests im Vorjahr. Googles Assistant und Microsofts Cortane haben sich gegenüber den Vorjahresergebnissen um sieben Prozentpunkte verbessert, Amazons Echo um neun Punkte und Siri sogar um 22 Punkte. Das Fazit der Tester lautet dann auch: "Wir sind weiterhin beeindruckt davon, wie schnell diese Technologie bedeutende Fortschritte macht."



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spon-facebook-10000523851 21.12.2018
1. Der Unrat
Kommt mir nicht in's Haus....egal von wem und noch nicht einmal, wenn ich dafuer bezahlt wuerde. Vorboten totaler Verbloedung.
tubolix 21.12.2018
2. Tja ...
... schön für den Fortschritt, aber mir ist alles suspekt, was hören und sehen kann und unkontrolliert irgend wohin telefoniert. Wahrscheinlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe: ich kann lesen, schreiben, googeln und nehme mir vor allem auch die Zeit dafür.
spon_1980133 21.12.2018
3. spon + facebook ... tzzzz
Zitat von spon-facebook-10000523851Kommt mir nicht in's Haus....egal von wem und noch nicht einmal, wenn ich dafuer bezahlt wuerde. Vorboten totaler Verbloedung.
Mit Ihrem Nicknamen sind Sie gewiss nicht der Vorreiter absoluter Datenvertraulichkeit. Und bevor Sie pauschale Urteile zur Verblödung abgeben, sollten Sie bedenken, dass diese Geräte für viele Menschen eine grosse Hilfe in der Bewältigung des Alltags sein können.
mimas101 21.12.2018
4. tststs
Überflüssiger Tand und Ressourcenvergeudung. Datenschutz gibt es auch keinen. Übrigens: Das alles kann mein Eheweib auch und ist sogar in der Lage Preise neutral zu ermitteln. Und, man glaubt es kaum, ich muß dafür in sie auch keine Batterie reinschieben oder sie mittels Kabel mit dem Router und einer Steckdose verbandeln. Nur in einer Disziplin muß sie sich geschlagen geben: Meine Blinddarmnarbe sagt mir zuverlässiger als sie es mittels Nachbarschaftstratsch könnte wie derzeit das Wetter ist.
hansa_vor 21.12.2018
5.
Zitat von mimas101Überflüssiger Tand und Ressourcenvergeudung. Datenschutz gibt es auch keinen. Übrigens: Das alles kann mein Eheweib auch und ist sogar in der Lage Preise neutral zu ermitteln. Und, man glaubt es kaum, ich muß dafür in sie auch keine Batterie reinschieben oder sie mittels Kabel mit dem Router und einer Steckdose verbandeln. Nur in einer Disziplin muß sie sich geschlagen geben: Meine Blinddarmnarbe sagt mir zuverlässiger als sie es mittels Nachbarschaftstratsch könnte wie derzeit das Wetter ist.
Dann muss ihre Ehefrau eine Nachfahrin des letzten Universalgelehrten Da Vinci sein, Hut ab. Sie können stolz darauf sein dass ihre Frau und ihre Narbe mehr wissen als das gesammelte Wissen der Menschheit welches sich im Netz finden lässt. Da muss man sich ja keine Sorgen mehr um unseren Industriestandort machen, wir fragen einfach ihre Frau. Cool.
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