Smartes Zuhause Amazon kauft noch einen Türklingel-Hersteller

Schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit übernimmt Amazon einen Anbieter smarter Heimtechnologie: Diesmal ist es das Start-up Ring.

Sitz der Firma Ring im kalifornischen Santa Monica
ANDREW GOMBERT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Sitz der Firma Ring im kalifornischen Santa Monica


Amazon übernimmt erneut einen Hersteller vernetzter Türklingeln und Sicherheitskameras: Der weltgrößte Onlinehändler kauft das Start-up Ring. Dessen Kunden können sich mit Leuten vor ihrer Haustür per Videochat in einer Smartphone-App unterhalten. Die rund fünf Jahre alte Firma sei mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet worden, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Bereits im Dezember hatte Amazon das Start-up Blink mit ähnlichen Produkten gekauft.

Amazon baut damit seinen Bereich rund ums Internet der Dinge und das vernetzte Zuhause weiter aus. So sind Ring-Türklingeln bereits jetzt mit Amazon-Geräten verknüpfbar, Geräte von Ring können mithilfe des Fire TV oder Fire Tablet Sprachbefehle empfangen oder es kann beispielsweise über Amazons Alexa eine Videoaufnahme an der Tür gestartet werden.

Seit Herbst hat Amazon auch eine eigene Heimsicherheitskamera im Angebot. Der Onlinehändler bietet zudem einen Service an, bei dem Paketzusteller über ein vernetztes Türschloss in Haushalte reinkommen und unter Beobachtung einer Kamera die Waren abstellen können.

Die Risikokapitalgeber im Fernsehen ließ Ring kalt

Der Kauf der Firma Ring ist für Analysten ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen diese Form der Zustellung in Abwesenheit des Empfängers noch weiter ausbauen will. Unter anderem für die Lieferung frischer Lebensmittel könnte der Service künftig noch eine größere Rolle spielen.

Ring-Türklingel mit integrierter Kamera
ANDREW GOMBERT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ring-Türklingel mit integrierter Kamera

Ring debütierte einst noch unter dem Namen DoorBot in einer Folge der Fernsehsendung "Shark Tank". In dieser können Risikokapitalgeber Start-up-Ideen finanzieren, in Deutschland ist das Sendekonzept durch die Unterhaltungsshow "Die Höhle der Löwen" bekannt. Gründer James Siminoff bot zehn Prozent an seiner Firma für 700.000 Dollar an. Doch keiner der "Haie" biss an und wollte sich beteiligen. Schon in der jüngsten Finanzierungsrunde wurde Ring mit rund einer Milliarde Dollar bewertet.

juh/Reuters/dpa



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